KinderWissen (Foto: ©Florian Koch)

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Unser Besserwisser-Archiv

Neue Gedankenräume erobern.

Folge 6 - Michael Kazda - Slammer/Macher der Zeit

30.10.2018

Helen Looney von der ags spricht in dieser Folge mit Michael Kazda, Mitarbeiter in der "Abteilung 4.4 Zeit und Frequenz" an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Er heißt Helen willkommen in der "Sekundenmanufaktur", in der Frequenzstandards betrieben werden, mit denen sehr genaue Sekundentakte erzeugt werden können. Das heißt die Einheit "Sekunde" wird an der PTB gemacht und sie wird benötigt für Anwendungen z.B. im Bereich Messtechnik, Kalibrierung oder in Firmen, die ganz genaue Taktraten für ihre Anwendungen brauchen.

Außerdem wird die gesetzliche Zeit in Deutschland an der PTB realisiert und organisiert. Diese Zeit wird wiederum über ein Funksignal aus Frankfurt ausgestrahlt und lässt Ihre Funkwecker und -uhren richtig laufen.

Michael Kazdas Arbeit besteht darin, die Elektronik für die an der PTB betriebenen Cäsium-Fontänenuhren zu bauen bzw. weiterzuentwickeln. Damit sollen die Atomuhren immer besser und genauer werden. Der Prozess sei jedoch ein langwieriger, bei dem man immer wieder ausprobiere und anpasse. Kazda berichtet, dass die PTB-Uhren eine Genauigkeit von 16 Stellen hinter dem Komma hätten, d.h. in 100 Mio. Jahren gehen sie eine Sekunde falsch. Er erklärt den Unterschied zwischen den Atomuhren in der PTB - den Cäsium-Fontänen - und kommerziellen Uhren. Erstere seien Frequenzstandards, d.h. sie "wüssten" wie lang eine Sekunde ist, aber nicht wie spät. Zweitere Uhren "wüssten" wie spät es ist, aber seien nicht sicher, wie lang eine Sekunde ist.

Im zweiten Teil der Folge geht es um Kazdas Leidenschaft für die Wissenschaftskommunikation und - vermittlung: Er hat unseren Science Slam im April 2018 gewonnen. Sein Vortrag "Alice and Bob and the Atomic Clock" hat ihm von allen Teilnehmenden die meisten Punkte eingebracht. Im Interview erklärt er, was beim Erstellen des Vortrags zu beachten sei und was die Vorbereitung mit Gästeführungen in der PTB zu tun hat. Wichtig sei es, dem interessierten Slam-Publikum den Inhalt unterhaltsam, aber natürlich auch verständlich zu vermitteln. Hier kommen z.B. gut gewählte Bilder oder Metaphern als Brücken ins Spiel. Der Science Slam im April war Kazdas erster, aber seitdem hat er schon bei drei Slams mitgemacht. Vom HDW ging es zu den Vorausscheiden der Deutschen Science Slam Meisterschaft 2018. Kazda gibt einen Einblick in das "Business", von der eher regional geprägten Veranstaltung in Braunschweig bis zu den deutschlandweit organisierten Science Slam-Touren. Eine Feststellung, die er beim Vorturnier in Hamburg machte: Regionale Bezüge und Witze klappen überregional nicht mehr ganz so gut, daher sollte man z.B. dahingehend den Inhalt umgestalten. Nichtsdestotrotz kommen Sie in dieser Folge etwas in den Genuss von Kazdas Science Slam, wenn er für Helen ausführlicher auf den Inhalt eingeht.

Zum Abschluss geht Michael Kazda noch auf seine weitere Arbeit in der Wissensvermittlung/Wissenschaftskommunikation ein. Er begleitet zum einen in der PTB Führungen für BesucherInnen mit unterschiedlichsten Hintergründen und hält zum anderen Vorträge für fachfremdes Publikum, das z.B. eher aus dem technischen Bereich komme oder habe auch schon mit Kindern zusammengearbeitet. 

Linkliste: 
Physikalisch-Technische Bundesanstalt
PTB-Abteilung 4.4 Zeit und Frequenz
Science Slam im HDW
Deutsche Science Slam Meisterschaft 2018

Interviewpartner:
Michael Kazda
Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Abteilung 4.4 Zeit und Frequenz

 

Autor: Vanessa Krogmann

Folge 5 - Professor Dieter Jahn - Mikrobiologie hat viele Facetten

12.10.2018

In dieser Folge besucht Helen Professor Dieter Jahn, Leiter des Instituts für Mikrobiologie an der TU Braunschweig. Zu Beginn der Folge erklärt Professor Jahn sein aktuelles Forschungsprojekt (Phenotypic heterogeneity during heterologous protein production in Bacillus megaterium), das sich um "Kulturheterogenität" bei Bakterien dreht. Die Erkenntnisse des Projekts seien unter anderem für die Lebensmittelindustrie oder in der medizinischen Diagnostik interessant. Die Forschungsgruppe baue z.B. Produktionssysteme auf und biete diese dann Unternehmen an oder diese fragen, ob mit dem Institut zusammengearbeitet werden kann.

Im Allgemeinen sei die Mikrobiologie an der TU Braunschweig so aufgestellt, dass alle Bereiche, die man mit Mikroorganismen bearbeiten kann, abgedeckt seien. Dazu gehören die Arbeitsgruppen Infektionen, Biochemie, Ökologie oder Bioinformatik.

Professor Jahn ist seit 2000 an der TU Braunschweig in der Mikrobiologie tätig, vorher unterrichtete er an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg (i. Br.) Biochemie. Weitere akademische Etappen waren das Lehramtsstudium auf Biologie, Chemie und Sport, die Promotion in der Krebsforschung oder der Aufenthalt an der Universität in Yale. Spaß am Unterrichten habe Professor Jahn schon seit dem Lehramtsstudium: Vorlesungen geben und mit Studierenden zusammenarbeiten, sei ein Traumjob. Auf den eigenen außergewöhnlichen Berufsweg gibt er im Gespräch umfangreiche Tipps für und Einblicke in die aktuelle Lage in der Branche.

Helen befragt Jahn außerdem zu seiner Arbeit als Vizepräsident für Forschung, Wissenschaftlichen Nachwuchs und Internationales an der TU Braunschweig (2012 bis April 2018). Dazu gehörte auch der Ausbau des International Office - die Schnittstelle aller internationalen Aktivitäten an der TU. Im Bereich der Nachwuchsförderung geht es im Gespräch auch um das Graduiertenkolleg GradTUBS. Nachfolger des Vizepräsidialamts ist Prof. Dr.-Ing. Peter Hecker.

Es folgt ein Exkurs zum BRICS - dem Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology (Braunschweiger Zentrum für Systembiologie). Was macht das BRICS inhaltlich - und was kann BRIX/BRICS noch alles bedeuten?

Weiter geht es mit Fragen zum Familienleben. Professor Jahn kommt darauf zu sprechen, wie es ist, eng mit seiner Frau zusammen zu arbeiten und welche Wege Kinder von BiologInnen einschlagen. Wie lief/läuft die Arbeitsteilung und Kindererziehung ab und was wurde/wird an der TU für die Kinderbetreuung getan?

Zum Abschluss der Folge bekommen die HörerInnen "mikrobiologische Tipps" und erstaunliches Wissen über bakterienverseuchte Alltagsorte (Hinweis: Es hat was mit Abwaschlappen und der Toilette zu tun. ;)) auf den Weg. Professor Jahn betont z.B., dass man die Rolle von Bakterien/Mikroorganismen stets positiv sehen und keine Angst vor ihnen haben sollte. Denn Mikroorganismen, die das Immunsystem im Laufe der Zeit kennenlernt, würden helfen es aufzubauen und Antikörper zu bilden.

Auch Gentechnik spielt in dieser Podcast-Folge eine Rolle. Jahn spricht u.a. über betroffene Bereiche, z.B. die Lebensmittelindustrie oder Medizin - und geht auch auf mitunter unbekanntere Fakten zu diesem Thema ein.

Linkliste:
Institut für Mikrobiologie  
Phenotypic heterogeneity during heterologous protein production in Bacillus megaterium
International Office  
GradTUBS
BRICS - Braunschweig Integrated Centre for Systems Biology

Interviewpartner:
Prof. Dr.-Ing. Dieter Jahn
Institut für Mikrobiologie/BRICS
Technische Universität Braunschweig

Autor: Vanessa Krogmann

Folge 4 - Dr. Astrid Lampert - Die Lehre der Atmosphäre

22.09.2018

In dieser Folge ist Helen Looney von der ags zu Gast am Institut für Flugführung (IFF) und spricht mit Dr. Astrid Lampert, Leiterin der Arbeitsgruppe "Fluggestützte Meteorologie und Messtechnik". Die Arbeitsgruppe setzt verschiedene Projekte um, in denen mit bemannten und unbemannten Flugsystemen die Atmosphäre erforscht wird. 

 

In einem aktuellen Projekt wird z.B. das Fernfeld von Windparks untersucht. D.h. es wird geschaut, wie lange es dauert, bis sich der Wind nach den Windparks (in diesem Fall in der Nordsee) wieder erholt hat und wieder seine ursprüngliche Windgeschwindigkeit erreicht. Hier bewegt man sich im Messbereich von 50 bis 100 Kilometern. Für dieses Projekt wird das Forschungsflugzeug Dornier 128 (ehem. Polar 1) genutzt. Man kann dort je nach Bedarf meteorologische Sensorik, Kameras u.v.m. einbauen.

Die Arbeitsgruppe von Dr. Lampert war schon bei zahlreichen, weltweiten meteorologischen Messkampagnen dabei, z.B. in der Antarktis, Grönland, Sibirien oder Ostafrika. Weiter berichtet Dr. Lampert von einem zukünftigen Projekt, an dem die AG beteiligt sein wird. Hier handelt es sich um eine Polarstern-Driftkampagne am und um den Nordpol. Da es von diesem Gebiet sehr wenige Daten gibt, ist das Projekt sehr interessant für bessere Auskünfte z.B. zu Wettervorhersagen. Aber es geht nicht nur um atmosphärische Messungen sondern auch um die Kopplung verschiedener, aber zusammenhängender Komponenten, wie z.B. das Meereis, der Ozean, die Atmosphäre, die dortige Biogeochemie oder Biologie.

Astrid Lampert studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Danach überwinterte sie 15 Monate auf der Neumayer-Station (betrieben vom Alfred-Wegener-Institut, AWI) im Schelfeis der Antarktis. Aufgaben dort sind z.B. die Überwachung von Wetterballons oder geophysikalische Beobachtungen vornehmen. Nach der Überwinterung promovierte Lampert am AWI in Potsdam und untersuchte Eigenschaften von Wolken.

Angesprochen auf weitere Tätigkeiten am IFF berichtet Dr. Lampert von ihren Vorlesungen. Die Vorlesung "Flugmeteorologie" ist z.B. interdisziplinär aufgestellt. Verschiedene Fachrichtungen besuchen diese Blockveranstaltung und lernen etwas zur Flugzeugvereisung, zu Gewittern oder zur Routenplanung für den Flugverkehr.

Am 24.09.2018 ist Dr. Lampert zu Gast im Haus der Wissenschaft bei der Reihe "Luftfahrt der Zukunft" (veranstaltet vom DGLR, DLR, NFL, VDI, HDW). Am Abend wird sie den Vortrag "Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung" halten. Sie gibt einen Einblick zu ebensolchen Projekten und umreißt, was in Zukunft dazu möglich sein wird und wo die Entwicklung hingehen kann.


Zum Abschluss verrät Dr. Lampert, dass ihr Vorlesungen sehr viel Spaß machen und es ihr sehr wichtig ist, dass Studierende mittels Bachelor- oder Masterarbeiten in Forschungsprojekte eingebunden werden.

Linkliste:
Aktuelles aus dem Institut für Flugführung
Vortrag "Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung" am 24.09.18 im Haus der Wissenschaft

Interviewpartnerin:
Dr. Astrid Lampert
Leitung AG "Fluggestützte Meteorologie und Messtechnik"
Institut für Flugführung
Technische Universität Braunschweig

Autor: Vanessa Krogmann

Folge 3 - Prof. Dr.-Ing. Georg-Peter Ostermeyer - Maschinenbau 4.0

16.08.2018

Im neuen Interview trifft Helen Professor Georg Ostermeyer, Leiter des Instituts für Dynamik und Schwingungen an der TU Braunschweig.

Professor Ostermeyer und sein Institut beschäftigen sich u.a. mit der Reibung an Hochlastkontakten, also der Reibung in Bremsen. Ein aktuelles Thema, das nicht nur diese Forschungsgruppe umtreibe, sondern auch den gesamten betreffenden Wissenschaftsapparat, sind der Verschleiß von Bremsen und die entstehenden Bremsemissionen. Mittlerweile sei der Output von Partikeln bei Motoren so gering geworden, dass der Output von Verschleißmaterial von Bremsen und Reifen fünf Mal höher sei als das, was Motoren abgeben, so Professor Ostermeyer. Im Allgemeinen rücke die gesamte Partikelbelastung in der Luft immer mehr in den Fokus der Wissenschaft, aber auch der Medien und Öffentlichkeit. Professor Ostermeyer betont, dass (wissenschaftliche) Methoden stets hinterfragt und aktualisiert werden müssten.

Professor Ostermeyer als Person, die anderen etwas beibringt, sei in der Ausbildung von IngenieurInnen besonders wichtig, dass diese nicht nur die technische Evolution einer Anwendung sehen, sondern auch die Verantwortung erkennen, mit ihrer Entwicklung den Wohlstand und die Gesundheit der Gesellschaft zu fördern.

Des Weiteren geht es im Gespräch um das Forschungsgroßprojekt "Drilling-Simulator". Hier bekommen die HörerInnen einen Einblick in den Bereich Tiefbautechnik. Sie erfahren was Richtungsbohrungen sind, welche Anforderungen an Hochleistungsbohrungen gestellt werden können oder was bei solchen Vorhaben zu beachten ist. Im Zentrum des Forschungsprojektes steht die Nutzungserweiterung von Geothermie, also von Erdwärme.

Ein weiterer Themenkomplex, der Ostermeyer interessiert, ist die Künstliche Intelligenz (KI) - und wie sie unser Leben verändern kann. KI solle uns natürlich nicht ersetzen oder das Denken abnehmen, KI solle uns aber z.B. beim kritischen Umgang mit Informationen, Medien, Wissenschaft und vielem, das uns umgibt, helfen. Er erklärt, wie er mithilfe des Konzepts "Maschinenbau 4.0" (angelehnt an Industrie 4.0) die (Maschinenbau-)Lehre verbessern möchte.

Und dazu gehört auch der regelmäßige Wettbewerb "MacGyver" an der TU Braunschweig. Hier möchte er den Teamgeist, die Planungs- und Umsetzungsfähigkeiten, aber auch das Verantwortungsbewusstsein der teilnehmenden SchülerInnen und Studierenden fördern. Außerdem verrät er, wie aktuell auch das Thema Entrepreneurship und Lehre in den Wettbewerb eingebracht werden.

Hören Sie selbst rein und erfahren Sie zu guter Letzt noch das Rezept für Professor Ostermeyers Lieblingskuchen.

Linkliste:
Institut für Dynamik und Schwingungen 
MacGyver Wettbewerb
Bonding-Messe
Protohaus
"Fettpresse"

Interviewpartner:
Prof. Dr.-Ing. habil. Georg-Peter Ostermeyer
Leitung Institut für Dynamik und Schwingungen
Technische Universität Braunschweig

Autor: Vanessa Krogmann

Folge 2 - Dr. Saskia Frank - wie Wissenschaft zum Event wird

25.07.2018

In der zweiten Folge von „HinterGedanken“ trifft Helen Looney Dr. Saskia Frank von der Technischen Universität Braunschweig. Sie ist dort in der Stabsstelle Presse und Kommunikation für das Veranstaltungsmanagement zuständig. Dazu gehört die Organisation von wissenschaftlichen Großveranstaltungen, wie z.B. dem TU-Day, der TU-Night oder der Kinder-Uni Braunschweig. 

Die TU Braunschweig verfügt im Allgemeinen über ein großes Bildungsangebot schon für die Jüngsten. Es ist ein Anliegen, sie in die Wissenschaft einzuführen, über ihre Vielfältigkeit zu informieren und dafür zu interessieren. Saskia Frank geht hier z.B. auf das Agnes-Pockels-Labor oder eben die Kinder-Uni, die für SchülerInnen zw. acht und zwölf Jahren geeignet ist, ein. Hier können sich die teilnehmenden Kinder ganz wie Studierende fühlen, wenn sie Vorlesungen von echten ProfessorInnen besuchen. Dr. Frank erzählt wie das Format entstand und sich stetig weiterentwickelt. Heutzutage hätten die Kinder ganz andere Freizeitgestaltungen als noch vor einigen Jahren und auch die Zielgruppen weiteten sich aus.

Außerdem geht es in dieser Folge auch um Dr. Franks akademischen Werdegang. Von der Nordseeküste nach Marburg (Lahn), über Stuttgart kam sie 2007, als Braunschweig „Stadt der Wissenschaft“ wurde, nach Niedersachsen. Sie berichtet von ihrer Promotion, in der es um historische Fotografie und den zeitgenössischen symbolischen Gehalt ebendieser ging. Untersucht hat sie diese Fragestellung anhand der Katastrophe von Lake Hurst 1937.

Zum Abschluss geht es im Interview um die Entwicklung des Wissenschaftsevents TU-Day zur TU-Night. Wie entstehen die jährlich wechselnden Mottos und was macht diese Veranstaltung so besonders und einzigartig?

Aber hören Sie selbst!

Linkliste:
www.tu-braunschweig.de/presse/team-aufgaben 
www.tu-braunschweig.de/presse/veranstaltungen/kinderuni 
www.tu-braunschweig.de/agnes-pockels-labor 
www.tu-night.de

Interviewpartnerin:
Dr. Saskia Frank
Veranstaltungsmanagement / Projektleitung zentrale Wissenschaftsveranstaltungen
Technische Universität Braunschweig

Autor: Vanessa Krogmann

Folge 1 - Prof. Dr. Jochen Meier - Physiologie und Photographie von Zellen

24.07.2018

Für den ersten Beitrag traf Projektmitglied Helen Looney Professor Dr. Jochen Meier. Er ist Leiter der Abteilung Zellphysiologie am Zoologischen Institut der Technischen Universität Braunschweig.

Er und sein Team befassen sich u.a. seit mehreren Jahren mit der Erkrankung Epilepsie. Sie erforschen die molekularen und zellulären Mechanismen der Krankheit und entwickeln z.B. neue Therapieansätze dazu.

Professor Meier hat schon immer Wege gesucht, seine Wissbegierde zu stillen und Lösungen für Probleme zu finden. Die Forschung (und später Lehre) war daher genau die richtige Wahl für ihn. Nach der Leitung einer Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe in Berlin wurde er 2015 auf die Professur für Zellphysiologie an die Technische Universität Braunschweig berufen.

Im Interview beschreibt er seinen Arbeitsalltag und gewährt einen Einblick ins Labor. Sie erfahren was Gel-Elektrophorese oder Immunfärbungen sind und ob man einfach Stromkabel an mikrometergroße Nervenzellen anschließen kann. Professor Meier schätzt das interdisziplinäre Arbeiten in den Laboren des Instituts, aber auch die Arbeit außerhalb. So geht er an Grundschulen, um schon die Jüngsten für Forschung zu interessieren, ihren Wissensdurst zu befriedigen und auf ihre Neugierde einzugehen.

Des Weiteren ist er auf dem Portal www.dasgehirn.info aktiv. BesucherInnen erfahren dort z.B. wie ästhetisch Nervenzellen oder gar unser Gehirn aussehen können. Begriffe wie "neuronales Burn-Out" oder "Datententakeln" machen neugierig, was in der Forschung eigentlich vor sich geht und wie Forschende arbeiten. Mit der Leidenschaft zur Fotografie und Wissenschaftskommunikation hängt auch der Wettbewerb "Bilder aus der Wissenschaft" - von Professor Meier 2017 ins Leben gerufen - zusammen, von dem er im Gespräch erzählt. Schließlich berichtet Professor Meier noch über weiterführende Forschungsprojekte des Instituts für Zellphysiologie.

Hören Sie selbst rein und tauchen Sie in rund 35 Minuten ab in die Welt der Forschung.

Weiterführende Linkliste:

www.tu-braunschweig.de/zoology
www.dasgehirn.info
magazin.tu-braunschweig.de/m-post/bild-des-monats-zellen-in-regenbogenfarben/
magazin.tu-braunschweig.de/m-post/ein-herz-fuer-amphibien/
magazin.tu-braunschweig.de/m-post/wenn-aus-mikroskopbildern-kunst-wird/
www.tu-braunschweig.de/teach4tu 

Interviewpartner:
Prof. Dr. Jochen Meier
Abteilung Zellphysiologie/Zoologisches Institut
Technische Universität Braunschweig

Autor: Vanessa Krogmann