Rückschau (Foto: ©Studierende der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften)

Rückschau

Rückschau

Das Veranstaltungsarchiv

Neue Gedankenräume erobern.

Was bisher so bei uns los war:

Entwicklung eines Amphibienflugzeugs mit einem mehrmotorigen Antriebskonzept mit Elektromotoren und µ-Gasturbine

10. Dezember 2018

Im Rahmen eines Forschungsprojektes soll ein elektrisches Leichtbauflugzeug entstehen. Ähnlich wie bei allen batteriebetriebenen elektrischen Antrieben besteht hier das Problem der Reichweite aufgrund begrenzter Batteriekapazitäten. Die übliche technische Lösung aus der Fahrzeugtechnik - eine "einfache" Vergrößerung des Batteriesystems zur Realisierung der erforderlichen Reichweiten - ist für Flugzeuge nicht anwendbar. Das notwendige Zusatzgewicht des Batteriesystems ist konstruktiv nicht umsetzbar. Deshalb soll an dieser Stelle ein Range Extender mit einer elektrischen Leistung von 30 kW zum Einsatz kommen. Das Gesamtsystem bestehend aus Range Extender und Tank-System soll dabei so leicht wie möglich sein. Aus diesem Grund scheiden Hub- oder Drehkolbenmotoren (Wankelmotor) bereits aus. Deren Leistungsdichte ist deutlich geringer als die der µ-Gasturbinen.

Die "Entwicklung eines Amphibienflug-Konzepts durch ein mehrmotoriges Antriebskonzept mit Elektromotoren und µ-Gasturbine" wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Referenten

  • Prof. Dr.-Ing. Robin Vanhaelst, Fakultät Fahrzeugtechnik, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
  • Helmut Rind, Flywhale Aircraft GmbH & Co. KG

Luftgestützte Inspektionssysteme Einsatzmöglichkeiten in der Flugzeugwartung

26. November 2018

Die Thermografieprüfung großer und unzugänglicher Bauteile ist mit Herausforderungen verbunden. Inspektionen an Flugzeugleitwerken mit einer Höhe von 24 Meter, wie am Seitenleitwerk eines Airbus A380, oder an Windkraftanlagen mit Nabenhöhen von bis zu 140 Meter machen den Einsatz von Gerüsten oder Industriekletterern (m/w) notwendig. Dieser Einsatz ist mit längeren Stillstand- oder Ausfallzeiten verbunden.
Luftgestützte Inspektionssysteme bieten die Möglichkeit, schwer zugängliche Baugruppen
schnell zu erreichen, ohne den Wartungsbetrieb zu beeinträchtigen und lange Stillstandzeiten zu verursachen.

Referent

  • Univ.-Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Bergische Universität Wuppertal
  • Friedrich-Wilhelm Bauer, Hochschule Hannover

Prototypenbau in der Akaflieg Braunschweig - Moderne Fertigungsmethoden für den Segelflug

29. Oktober 2018

Eine Möglichkeit, die Flugleistungen moderner Segelflugzeuge zu steigern, ist das Verringern der umströmten Oberfläche. Dazu hat die Akaflieg Braunschweig mit der SB 15 ein doppelsitziges Segelflugzeug mit einem extrem schlanken Flügel entworfen. Um trotz der geringen Flügelfläche eine ausreichend niedrige Landegeschwindigkeit zu erreichen, ist es notwendig, das Gewicht der Struktur um etwa 30% gegenüber vergleichbaren Flugzeugen zu verringern. Dies stellt neue Anforderungen an den Leichtbau, denen herkömmliche Fertigungsverfahren für Faserverbundwerkstoffe nicht mehr gerecht werden. Daher kommt beispielsweise bei der Fertigung des Rumpfes das Vakuuminfusionsverfahren zum Einsatz. Dieses wurde so weiterentwickelt, dass es sich für die Fertigung großer Strukturteile im Prototypenmaßstab eignet.

Da die Akaflieg nicht auf einen wirtschaftlichen Erfolg angewiesen ist, können unkonventionelle Fertigungsmethoden angewendet werden, welche ein weiteres Einsparpotenzial versprechen, aber in der Serie noch nicht anwendbar sind.

Referent

  • Lajos Fohlmeister
    Akaflieg, Braunschweig

Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung

24. September 2018

Die Weiterentwicklung von unbemannten Flugsystemen und die Miniaturisierung von Messtechnik und Elektronik stellen hervorragende neue Möglichkeiten für Klimaforschung dar. Mit den Systemen wird in der Atmosphäre eine Nische abgedeckt zwischen bemannten Forschungsflugzeugen mit großer Reichweite und lokalen meteorologischen Messungen am Boden. Im Vortrag werden verschiedene Projekte mit unbemannten Flugsystemen vorgestellt. Dabei geht es bei weltweiten Messungen um die folgenden Fragen: In welcher Höhe bilden sich Aerosol-Partikel in der Atmosphäre, und wie gelangen sie zur Erdoberfläche herunter? Wie ist die räumliche Verteilung von Ruß in Westafrika? Wie wirken sich Risse im Meereis auf die Temperatur der Atmosphäre aus?

Referent

  • Dr. rer. nat. Astrid Lampert, Institut für Flugführung, TU Braunschweig

Exkursion: MTU Hannover Maintenance GmbH

31. August 2018

Exkursion zur MTU Hannover Maintenance GmbH
Münchner Straße 31, 30855 Langenhagen

Exkursion: 11:00 - 15:00 Uhr
Treffen: 10:45 Uhr bei der MTU Hannover
Weitere Informationen finden Sie hier

Schriftliche Anmeldung bei der DGLR Bezirksgruppenleitung vom 13. bis 25. August 2018 erforderlich.

Die MTU Maintenance zählt zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für die Instandhaltung ziviler Flugzeugtriebwerke und Industriegasturbinen. Mit mehr als 30 Triebwerkstypen verfügt das Unternehmen über das größte Portfolio weltweit. 4.000 Mitarbeiter, mehr als 17.000 Shop Visits und über 35 Jahre Unternehmensgeschichte stehen für die MTU Maintenance. Langenhagen ist das Herzstück des MTU Maintenance-Netzwerks und verantwortlich für die Instandhaltung mittlerer und großer ziviler Triebwerke.
Dazu gehören die Antriebe CF6-80C2 und GE90 Growth von GE, das PW1100GJM von Pratt & Whitney, das V2500 von International Aero Engines und das CFM56-7 von CFMI. Umfangreiche Dienstleistungen rund um den gesamten Lebenszyklus eines Antriebs sowie Finanzdienstleistungen oder 24-Std.-AOG-Services runden das Angebot ab.

Referent

  • Horst Günther, DGLR Bezirksgruppenleitung Braunschweig

Cyber-Sicherheit - Die Kehrseite der Digitalisierung

25. Juni 2018

Die Digitalisierung mag manchen als die nächste industrielle Revolution erscheinen, mit ungeahnten neuen Chancen, und Gefahren. Tatsächlich beschreibt der Begriff die Gegenwart, in der programmierbare, vernetzte Geräte mit Schnittstellen zur physischen Welt in verschiedensten Bereichen die Basis für eine flexiblere, effizientere, situationsangepasste Steuerung von Prozessen geworden sind. In der Luftfahrt findet sich die Digitalisierung etwa in der Herstellung von CFK-Bauteilen, in der Kabine, in der Passagiere heute drahtlosen Zugang ins Internet haben, in den Logistik-Prozessen, die sich der Luftfahrt bedienen oder in der Steuerung von Luftfahrzeugen.

Programmierbare, vernetzte Geräte können in die Ferne wirken, und aus der Ferne adjustiert und repariert werden. Gleichzeitig können programmierbare, vernetzte Geräte aus der Ferne manipuliert und Prozesse durch verfälschte Eingaben im Sinne eines Angreifers gesteuert werden. Cyber-Security, ein zweiter Begriff, der heute in Mode ist aber nicht unbedingt für neue Inhalte steht, beschäftigt sich mit der Kehrseite der Digitalisierung, d.h. wie Angriffen, die durch die Digitalisierung erst möglich werden, begegnet werden kann. Der Vortrag wird einen Blick auf die Arsenale der Angreifer und der Verteidiger werfen, um Verständnis dafür zu schaffen, was getan werden kann, um selbst die Kontrolle über digitalisierte Prozesse zu behalten.

Referent

  • Prof. Dr. Dieter Gollmann, Leiter Institut für Sicherheit in verteilten Anwendungen, Technische Universität Hamburg

Exkursion: Aerodata AG

15. Juni 2018

Aerodata AG
Hermann-Blenk-Straße 34, 38108 Braunschweig

Schriftliche Anmeldung bei der NFL Leitung vom 28. Mai bis 09. Juni 2018 erforderlich.

Die Aerodata AG ist ein privates Unternehmen mit globaler Präsenz und der größte
Industriepartner des Forschungsflughafens Braunschweig-Wolfsburg. Gegründet im Jahr 1985,
liefert die Firma Komplettlösungen für ein breites Spektrum an luftfahrzeuggestützten
Spezialaufgaben.
Schwerpunkte stellen hierbei die Luftüberwachung und die Flugvermessung dar.
Mit dem AeroFIS® ist die Aerodata weltweit bekannt als führender Anbieter moderner
Flugvermessungssysteme.
Mit AeroMission® bietet Aerodata ein eigenes Missionssystem für die Luftüberwachung an.
Einsatzbereiche sind die Meeresüberwachung, Landüberwachung, Detektion von
Meeresverschmutzungen und Such- und Rettungsaufgaben.
Darüber hinaus beinhaltet die Produktpalette den einzigartigen multifunktionalen
Sensorbehälter OctoPod®, den die Aerodata AG zusammen mit ihrem Tochterunternehmen
Optimare Systems GmbH für die Luftüberwachung entwickelt hat. Mit der Optimare Systems
GmbH verfügt die Aerodata-Gruppe über einen Anbieter von Systemen und Sensoren für die
luftfahrzeuggestützte Meeresüberwachung und Fernerkundung.
Aerodatas Maintenance Center ergänzt das Tätigkeitsspektrum um die Wartung und
Modifikation von Luftfahrzeugen.

Referent

  • Hans J. Stahl, President & CEO, Aerodata AG

Beitrag der Luftfahrt zur Mobilität der Zukunft

28. Mai 2018

Professor Axel Herrmann (CTC Composite Technology Center, Stade) spricht in seinem Vortrag über die im Leichtbau gewonnenen Erfahrungen und Fertigkeiten und wie sie auf zukünftige Mobilitätskonzepte in der Luftfahrt übertragen werden können.
Der wirtschaftliche Zwang, der aus günstigem und sauber hergestelltem Strom entsteht, wird die Elektrizität zum zukünftigen Hauptantrieb aller Mobilität machen. Die urbane Mobilität, ob zu Wasser, zu Lande oder in der Luft, wird das Bild zukünftiger Städte prägen. Während die Grenzen der Verkehrsmittel Flugzeug, d.h. ab einer Reisedistanz von 700 Kilometern, und Zug beziehungsweise Auto, d.h. unter einer Reisedistanz von 400 Kilometern, langsam verschmelzen, entstehen in der Luftfahrt neue Zweige. Kleine und mittelgroße "urban flying vehicles" und hocheffiziente Langstreckenflugzeuge, die nur noch zwischen großen Luftfahrt-Drehkreuzen agieren, sowie deren jeweilige Antriebssysteme könnten die zukünftigen Entwicklungsrichtungen sein. Dabei wird nicht nur die urbane Mobilität durch die neuen Möglichkeiten der Luftfahrt neu erfunden, sondern auch die Luftfahrt im Bereich der Antriebe und Transportkonzepte muss sich neu erfinden. Der Bedarf an skalierbaren, maßgeschneiderten und automatisierten Mobilitätslösungen auch in der Luft wird heute bereits kommuniziert und treibt den beschriebenen Wandel an. Sicher ist, dass insbesondere der strukturelle Leichtbau als Grundvoraussetzung für kleingliedrige und flexibel elektrische Mobilität weiter an Stellenwert gewinnen wird. Daher ist es ein Kernbeitrag der Luftfahrt zur Mobilität der Zukunft, das Wissen, die Erfahrung und die Fertigkeiten des Leichtbaus in zukünftige Mobilitätskonzepte zu übertragen.

Referent

  • Prof. Dr.-Ing. Axel Herrmann, CTC Composite Technology Center, Stade

Potenziale der Digitalisierung in der Luftfahrt - Wie sieht die Flugzeugkabine von (über-)morgen aus?

23. April 2018

Der Begriff "Digitalisierung" liegt in aller Munde. Hardware und Software eröffnen Unternehmen neue Marktchancen und verändern das Marktgeschehen teils vollständig. Unternehmen, welche in diesem Markt bestehen wollen, müssen sich mit dem Thema Digitalisierung befassen, neue Wortschöpfungsketten etablieren und Fachkräfte qualifizieren. Aber was bedeutet Digitalisierung für die Luftfahrt und ganz speziell für die Lufthansa Technik AG?

Am Beispiel der Flugzeugkabine gibt Sven Taubert einen Überblick über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung des Flugzeugs. Vor dem Hintergrund geänderter Markt- und Passagieranforderungen stehen Individualisierung, Digitalisierung, Passagier-Services und verbesserte Einbaubarkeit von Kabinenprodukten in Fokus. Sven Taubert stellt in diesem Kontext vielversprechende
Technologien vor, welche die Nutzbarmachung der Nutzer- und Systemdaten eröffnen und so vielfältige Ansätze für neue Services und optimierte Betriebsabläufe in der Kabine und rund um das Flugzeug bieten.

Referent

  • Sven Taubert, Program Leader & Site Manager, Corporate Innovation Management and Product Development, Lufthansa Technik AG

Hybrid-elektrisch angetriebene Verkehrsflugzeuge - Zukunft oder Fiktion?

26. März 2018

Hybrid-elektrische Antriebssysteme sind bei Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt bereits in der Praxiserprobung. In seinem Vortrag stellt Referent Malte Schwarze neuartige Konstruktionen für diese Art von Antrieb bei Verkehrsflugzeugen vor. Er diskutiert, ob und wie eine Synergie zwischen innovativen und etablierten Konfigurationen eines Verkehrsflugzeuges gelingen kann.

Der Einsatz von hybrid-elektrischen Antrieben bei Verkehrsflugzeugen verspricht, wie in der Allgemeinen Luftfahrt auch, einen leiseren, emissionsärmeren und treibstoffeffizienteren Betrieb. Der mittelfristigen Verwirklichung stehen jedoch hauptsächlich das vergleichsweise niedrige energie- und leistungsspezifische Gewicht des elektrischen Energiespeichers entgegen.
Malte Schwarze von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen stellt mehrere konstruktive Einzelmaßnahmen zu hybrid-elektrisch angetriebenen Verkehrsflugzeugen vor, die einen positiven Beitrag zur Gesamteffizienz der Maschine leisten könnten. Er diskutiert zum einen, ob diese Maßnahmen umsetzbar sind und schließlich effizient und kostengünstig operieren könnten. Zum anderen wird die Übertragbarkeit des Konzeptes auf heutige, noch konventionell angetriebene, Verkehrsflugzeuge diskutiert, um auch dort die Gesamteffizienz zu steigern.

Referent

  • Malte Schwarze, RWTH Aachen

Solar Impulse Erste Weltumrundung mit einem Solarflugzeug

26. Februar 2018

Ohne einen Tropfen Treibstoff um die Welt, um für saubere Technologien zu werben. Solar Impulse ist das erste Flugzeug mit unbegrenzter Flugdauer, das Tag und Nacht ohne einen Tropfen Treibstoff fliegen kann und ausschließlich von Solarenergie angetrieben wird. Bei der Weltumrundung wechselten sich Bertrand Piccard und André Borschberg am Steuer dieses revolutionären Flugzeugs ab, um eine starke Botschaft zu senden: Saubere Technologien können das Unmögliche möglich machen, um die natürlichen Ressourcen unseres Planeten zu retten. Dieses Abenteuer zielt darauf ab, Menschen zu inspirieren und zu ermutigen, sich für eine nachhaltigere Welt einzusetzen.

Der Vortrag gibt einen kurzen, bilderreichen Einblick in die Themen Mission, Entwurf, Flugdynamik, Flugversuch, Vorbereitung und Durchführung der Missionsflüge und berichtet über die gesammelten Erfahrungen des Teams.

Referent

  • Ralph Paul
    ehemaliger Leiter Flugerprobung und Dynamik bei Solar Impulse SA, Lausanne, Schweiz

Flight Testing the A320neo

29. Januar 2018

Die Anfang 2016 in Dienst gestellte A320neo ("new engine option") ist das führende Produkt im Single-Aisle-Segment. Ihr Erstflug fand am 25. September 2014 statt. Bei diesem Flug war Sandra Bour-Schaeffer als Flugversuchsingenieurinan Bord. Sandra Bour Schaeffer spricht über das strenge Flugerprobungsprogramm der gesamten NEO-Single-Aisle-Familie und gibt einen Einblick in die Welt der Flugerprobungen.

Referenten

  • Dr. Sandra Bour-Schaeffer
    Head of SA Development Flight Test Airbus, Toulouse, France

Nachhaltiges Wachstum der Luftfahrt - Wie viel Energiewende ist möglich?

11. Dezember 2017

Das erwartete globale Wachstum des Luftverkehrs stellt Betreiber, Hersteller und Flughäfen vor enorme Herausforderungen. Ein gesamt-emissionsneutrales Wachstum erfordert drastische Reduktionen von CO2- und NOx- ebenso wie von Lärmemissionen. Gleichzeitig muss eine Verringerung des Anteils fossiler Energieträger und damit ein Wechsel zu einem deutlich stärker kreislaufbasierten Gesamtenergiesystem erfolgen. Während dies beim bodengebundenen Verkehr in Form der Elektromobilität technologisch lösbar und eine Marktreife mittelfristig vollständig erreichbar ist, stellen die Leistungsbedarfe der Luftfahrt deutliche größere Anforderungen dar. Neben neuen Ansätzen im bord- und bodengebundenen Energiesystem ist eine drastische Effizienzsteigerung des Flugzeuges erforderlich, was völlig neue Flugzeugkonzepte und –bauweisen erforderlich macht. Die große Spreizung der Anforderungen aus Kurzund Langstrecken erfordert dabei missions-spezifische Betrachtungen und hybride Ansätze. Eine „Energiewende“ in der Luftfahrt muss daher neben elektrischem Fliegen bei kleineren Leistungsanforderungen auch kreislauforientierte Energiesysteme wie Brennstoffzellen und synthetische Kraftstoffe beinhalten.

Referent

  • Prof. Dr.-Ing. Jens Friedrichs, Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen, Technische Universität Braunschweig

Nach der Promotion an der TU Braunschweig im Jahr 2002 war Prof. Friedrichs bis 2010 in verschiedenen Tätigkeiten bei MTU Aero Engines in der Triebwerkswartung tätig. Nach der Leitung des Powerplant Engineerings sowie der Abteilung Engineering and Planning war er zuletzt als Programmdirektor für die GE-Programme in der Maintenance tätig. Seit Ende 2010 hat er die geschäftsführende Leitung des Instituts für Flugantriebe und Strömungsmaschinen an der TU Braunschweig inne. Prof. Friedrichs war von 2015-2017 Dekan der Fakultät für Maschinenbau und leitet momentan das interdisziplinäre Spitzenforschungsprojekt “Energiewende in der Luftfahrt”.

Deutsche Luftfahrtindustrie Mit Innovationen in die Zukunft

20. November 2017

Inhalt

Die deutsche Luftfahrtindustrie ist geprägt von mittelständischen Zulieferbetrieben. Diese können ihre Position im Weltmarkt halten in dem sie ihren Kunden innovative Lösungen – Produkte und Dienstleistungen – anbieten.
Die Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH ist der größte deutsche AIRBUS Zulieferer und arbeitet darüber hinaus mit allen namhaften Flugzeugherstellern der Welt zusammen.

Der Bereich Vorentwicklung bei Liebherr-Aerospace beschäftigt sich ständig mit den Lösungen der Zukunft um beispielsweise den Verbrauch oder Betriebs- und Wartungskosten weiter zu senken oder höhere Zuverlässigkeit zu garantieren.
Der Vortrag zeigt die spezifischen Herausforderungen in einer sich stark verändernden Luftfahrtwelt.

Referenten

  • Dr.-Ing. Daniel Nagy, Liebherr-Aerospace & Transportation SAS

  • Dipl.-Ing (FH) M.Sc. Tobias Lambrecht

Höher - schneller - weiter Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

25. September 2017

Inhalt

Das Bedürfnis des Menschen nach Weiterentwicklung und Effizienz führt zur Entwicklung leistungsfähiger Luftfahrzeuge, die künftig auch durch Flüge in großen Höhen (Suboritalflüge) ihre Passagiere schnell an entfernt gelegene Orte bringen werden.

Dies bedeutet jedoch eine höhere Belastung der Piloten und Passagiere bezüglich der auf den Körper einwirkenden G-Kräfte und des Fliegens in großer Höhe. Diese Belastungen sind bisher im Wesentlichen an gesunden Piloten erforscht, so dass die Kenntnis über Auswirkungen auf den Körper von älteren, gegebenenfalls kranken Personen gering ist. Untersuchungen von Teilnehmern an geplanten Suborbitalflügen erweitern die Erkenntnisse. Aber auch im Bereich des Passagierkomforts wird geforscht bezüglich Luftfeuchte, Luftdruck, Temperatur und Lichteinflüsse. Die neuesten Forschungsergebnisse aus den genannten Bereichen werden vorgestellt.

Referentin

  • Dr. med. Claudia Stern, Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, DLR Köln

Exkursion: INVENT GmbH

11. August 2017

INVENT GmbH
Christian-Pommer-Straße 34, 38112 Braunschweig

Schriftliche Anmeldung bei der NFL Geschäftsstelle vom 24. Juli bis 04. August 2017 erforderlich.

Die INVENT GmbH ist seit 1996 zum anerkannten Engineering- und Fertigungs-Spezialisten für Faserverbundtechnologien erwachsen, der Strukturkomponenten von der ersten Idee über die Kompetenzfelder Strukturanalyse, Bauweisenentwicklung bis hin zur Serienfertigung entwickelt. Ein weiteres, bedeutendes Kompetenzfeld ist der Bereich Forschung und Entwicklung mit vielfältigen Verbundaktivitäten im Bereich der Faserverbundstrukturen.

Die Realisation und Vermarktung innovativer Verbundwerkstofftechnologien sowie die Planung, Organisation, Koordination und Steuerung als Serviceleistung zur Erzielung eines effizienten Transfers für innovative Technologien zwischen Grundlagenforschung und Industrie ist Gegenstand der Unternehmenstätigkeit. Als Dienstleister und Berater arbeitet die INVENT GmbH mit industriellen und grundlagenorientierten Partnern zusammen und vernetzt diese zudem erfolgreich zu einem Gesamtsystem mit hoher Marktkompetenz.

Referenten/innen

  • Dipl.-Ing. Henning Wichmann, Invent GmbH
  • Dr. Olaf Heintze, Invent GmbH
  • Dr.-Ing. Shanna Schönhals, NFL / TU Braunschweig

Exkursion: Fliegerhorst Faßberg

30. Juni 2017

DLR-Standort Trauen
Eugen-Sänger-Straße, 29328 Faßberg

Begrenzte Teilnehmerzahl
Schriftliche Anmeldung beim DLR Braunschweig Mark Schmidt vom 01. bis 15. Juni 2017 erforderlich

Mit dem 1981 verlegten Transporthubschrauberregiment 10 "Lüneburger Heide" ist am Standort Faßberg der größte fliegende Einsatzverband des Heeres in Niedersachsen beheimatet. Der Fliegerhorst beherbergt zudem das Technische Ausbildungszentrum der Luftwaffe (TAusbZLW), das Kompetenzzentrum für die technisch-logistische Ausbildung an Hubschraubern für das Heer und die Luftwaffe.

In direkter Nähe zur Bundeswehr befindet sich der Standort Trauen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Seit 1935 wird die vorteilhafte Lage abseits von Siedlungen und dennoch in der Nähe von Ballungsräumen genutzt, um hochanspruchsvolle Versuche für die Forschung durchzuführen. Besondere wissenschaftliche Aufmerksamkeit erlangten die Arbeiten und Versuche von Prof. Eugen Sänger, der das Raketenzentrum in Trauen federführend aufbaute und Raketen- und luftatmende Flugkörperantriebe entwickelte. Schwerpunkte der heutigen Forschung am Standort sind Vorbereitung und Durchführung von Versuchen in den Arbeitsbereichen Antrieb, Akustik, Strukturmechanik, Entwurf/Aerodynamik und Brandsicherheit.

Referenten

  • OStFw Paul Hicks, Fliegerhorst Faßberg
  • Dipl.-Ing. Jürgen Veth, DLR Trauen
  • Dipl.-Vw. Mark Schmidt, DLR Braunschweig

Lotsenarbeitsplatz der Zukunft Ein Blick in die Flugsicherung von morgen

19. Juni 2017

Fluglotsen arbeiten heutzutage entweder im Flughafen-Tower oder in einer Überwachungszentrale (Center). Für den jeweiligen Arbeitsplatz sind die Außensicht bzw. das Radardisplay von entscheidender Bedeutung, um durch Kommandos an die Piloten einen sicheren und effizienten Luftverkehr herzustellen.
Die Kommunikation zwischen Lotsen und Piloten basiert dabei immer noch weitestgehend auf Sprechfunk. Durch zunehmenden Flugverkehr und den Einzug stärkerer Automatisierung wird nach Wegen gesucht, Fluglotsen zukünftig vor allem mit moderner Technik bei ihrer Arbeit zu unterstützen und damit zu entlasten.

Der Vortrag wird aktuelle Forschungen zur Lotsenassistenz vorstellen, wie zum Beispiel einen multimodalen Lotsenarbeitsplatz, der Sprache, Blicke und Gesten erkennt. Dies erleichtert Center-Lotsen die Arbeit und erlaubt ihnen intuitive Eingaben über verschiedene menschliche Sinne. Tower-Lotsen wiederum können durch eine kamerabasierte Fernüberwachung von Flughäfen flexibler arbeiten, ohne örtlich an ihren Flughafen gebunden zu sein. Solche neuen Systeme bzw. Mensch-Maschine-Schnittstellen sollten dabei jedoch stets den Operateur im Fokus haben.

Referenten

  • Dipl.-Ing. Jürgen Rataj, Institut für Flugführung, DLR Braunschweig
  • Dr.-Ing. Oliver Ohneiser, Institut für Flugführung, DLR Braunschweig

Flugzeugreifen Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

29. Mai 2017

Michelin, the leading tire company, is dedicated to enhancing its clients' mobility, sustainably; designing and distributing the most suitable tires, services and solutions for its clients' needs; providing digital services, maps and guides to help enrich trips and travels and make them unique experiences; and developing high-technology materials that serve the mobility industry. Headquartered in Clermont-Ferrand, France, Michelin is present in 170 countries, has 111,700 employees and operates 68 production facilities in 17 countries which together produced 184 million tires in 2015. MICHELIN® Aircraft Tire supplies bias tires, radial tires, and tubes for aviation clients around the world in a range of applications including commercial and regional airlines, general aviation and military aviation. Michelin, a trusted partner delivering customers peace of mind.

Referenten

  • Dipl.-Ing. Frank Erath, Executive Vice President Sales Michelin Aircraft Tires, Clermont-Ferrand, France

Wann ist Fliegen sicher genug? Das Ende des Risikofaktors Mensch?

24. April 2017

Inhalt

"Das Gefährlichste am Fliegen ist die Fahrt zum Flughafen." Ist diese häufig gehörte Redewendung tatsächlich zutreffend? Wie sicher ist Fliegen heute und wie sicher muss es sein? Der Vortrag betrachtet, welche ethischen, moralischen und wirtschaftlichen Anforderungen das Sicherheitsniveau in der Passagierluftfahrt bestimmen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Risikofaktor "menschliches Versagen" und wie künstliche Intelligenz das Fliegen in Zukunft sicherer machen kann.

Referent

  • Julian Oehling, Flight Safety Department, Deutsche Lufthansa AG

Der lange Weg zum leisen Hubschrauberrotor Von der Grundlagenforschung zum fliegenden Produkt

27. März 2017

Inhalt

Hubschrauber sind ein unverzichtbarer Bestandteil in vielen Bereichen des täglichen Lebens, den meisten bekannt durch die ADAC Luftrettung. Die zahlreichen Starts und Landungen an Krankenhäusern werfen jedoch die Problematik der Lärmbelastung umliegender bewohnter Gebiete auf, da gerade im Landeanflug sehr großer Lärm durch die Rotorblätter erzeugt wird. Trotz ständig verschärfter Zulassungsvorschriften sind Hubschrauber immer noch erheblich lauter als z.B. der Straßenverkehr. Bürgerinitiativen gegen Fluglärm sind die logische Folge und können den Einsatz von Hubschraubern durch lokale Verordnungen erheblich einschränken oder sogar gänzlich unterbinden. Daher kommt der Reduktion des Rotorlärms seit Jahrzehnten große Bedeutung zu und stellt heutzutage auch einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz dar.

Die Grundlagenforschung und die Industrie arbeiten entsprechend lange mit verschiedensten Ansätzen an diesem Thema. Optimierte Anflugverfahren, hochfrequente Rotorblattsteuerung und die Formgebung der Rotorblätter sind übliche Ansätze. In diesem Vortrag wird ein Beispiel für die Lärmreduktion durch optimierte Formgebung dargestellt, beginnend mit der Grundlagenforschung anhand der numerischen Simulation, Windkanalexperimenten zur Validierung der numerischen Ergebnisse, Übertragung der Erkenntnisse auf einen industriell einsetzbaren Hubschrauberrotor, der Flugerprobung bis hin zur Vorstellung der neuen Rotorgeneration von Airbus Helicopters auf dem neuen H160 Hubschrauber, der sich seit 2015 in der Zertifizierungsphase befindet und ab 2018 ausgeliefert werden soll. Dessen Rotor stellt ein gelungenes Beispiel für die Übertragung von Grundlagenforschung an Großforschungseinrichtungen wie dem DLR zur industriellen Anwendung am Serienhubschrauber zum Nutzen der Gesellschaft dar.

Referent

  • Prof. Dr.-Ing. Berend G. van der Wall, Institut für Flugsystemtechnik, DLR Braunschweig

Hubschrauberfliegen Zukünftig mit Lenkrad?

27. Februar 2017

Inhalt

Kann das Fliegen eines Hubschraubers so einfach werden wie Autofahren? Dies ist eine der Fragen des europäischen Forschungsprojektes "myCopter". Zusammen mit fünf weiteren Universitäten und Forschungseinrichtungen hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Technologien untersucht, die das Fliegen von morgen erleichtern können. Die Steuerung eines Hubschraubers erfolgt bisher mithilfe von je zwei Steuerknüppeln und Pedalen. Beide Hände und Füße müssen stets parallel eingesetzt werden, um die Steuerung zu koordinieren. Wird einer der beteiligten Hebel oder Pedale verstellt, beeinflusst dies den gesamten Bewegungsablauf des Hubschrauberflugs. Um einen sicheren Flug zu gewährleisten, braucht es ein zeitaufwendiges Training, viel Geschick und Erfahrung.In ihrem Vortrag stellt Ingenieurin Bianca Schuchardt eine Lenkrad-steuerung für Hubschrauber vor, die einen intuitiven Einstieg in die Hubschrauber-Fliegerei erlaubt. In Verbindung mit einem für das Projekt "myCopter" entwickelten Autopiloten konnten Personen ohne vorherige Flugerfahrung im Hubschraubersimulator innerhalb kürzester Zeit die Steuerung erlernen und das simulierte Fluggerät sicher durch eine Hinderniskulisse bewegen. Die Versuche fanden im AVES-Simulatorzentrum am DLR Braunschweig statt.

Referentin

  • Dipl.-Ing. Bianca I. Schuchardt, Institut für Flugsystemtechnik, DLR Braunschweig

Hybride Eisschutzsysteme Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

30. Januar 2017

Inhalt

Zur Befreiung der während des Flugs auftretenden atmosphärischen Vereisung werden für die auftriebserzeugenden Oberflächen von Großraumpassagierflugzeugen vorwiegend thermische Systeme eingesetzt. Die vereisten Oberflächen werden durch heiße Zapfluft des pneumatischen Systems erwärmt. Die Luftfahrtakteure sind seit Längerem bestrebt, das energieineffiziente Zapfluftsystem durch Eisschutzsysteme zu ersetzen, die in zukünftige Flugzeugkonfigurationen mit teilweise oder vollelektrisch ausgelegter Systemarchitektur integriert werden sollen. Siehe dazu auch die Konzeptstudien des sog. More Electric Aircraft (MEA) oder All Electric Aircraft (AEA). Bei Verwendung vollelektrischer thermischer Eisschutzsystemen muss eine verhältnismäßig hohe elektrische Leistung bereitgestellt werden. Dies ist auf die großflächige Beheizung der von Vereisung betroffenen Oberflächen zurückzuführen, wobei der erforderliche Leistungsbedarf selbst bei kurzzeitigem zyklischem Systembetrieb vergleichsweise hoch ist. Die Reduktion dieses Leistungsbedarfs verlangt nach der Entwicklung einer vollelektrischen Technologie, bei der der ineffiziente Wärmeeintrag durch ein energiesparenderes Wirkprinzip ersetzt wird.

Referent

  • Dr. Elmar Bonaccurso, Aerodynamic Efficient Surfaces, Airbus Group Innovations