Rückschau (Foto: ©Studierende der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften)

Rückschau

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Das Veranstaltungsarchiv

Neue Gedankenräume erobern.

Was bisher so bei uns los war:

Hi, AI Liebesgeschichten aus der Zukunft

1. April 2019

Bislang sind Roboter vor allem in Werkhallen in der Montage tätig. Bald wird sich das ändern: Roboter teilen Omas Kindheitserinnerungen, kochen Nudelsuppe und versichern einsamen Menschen ihre Zuneigung. Der Dokumentarfilm wirft einen Blick in eine Zukunft, über die wir reden sollten, bevor die Roboter da sind. Er stellt herausfordernde Fragen: Wie verändert sich unser Leben an der Seite von Robotern und steuern wir in eine Robotergesellschaft? Hi, AI begleitet erstmals Menschen, die sich entschieden haben, mit einem Roboter zusammen zu leben. Wir erleben Hoffnungen, Verführung, Phantasien von Schöpfung, von Kontrolle und Kontrollverlust - und mittendrin Menschen, die erstaunlich souverän mit ihren Roboter-Companions umgehen.
Ein Mann reist im Wohnmobil durch eine einsame Landschaft. An seiner Seite: eine blonde Roboterfrau, die behauptet ihn zu lieben. Eine japanische Familie hat für die Oma, die oft allein ist, einen elektronischen Gefährten angeschafft. Mensch und Maschine reden mitunter aneinander vorbei, aber alle haben Spaß dabei.
In den teils amüsanten, teils beklemmenden Szenen aus Isa Willingers Dokumentarfilm herrscht eine sonderbare Atmosphäre. Man spürt, dass etwas Neues beginnt. Eine Spezies künstlicher Wesen, dem Menschen ähnlich und doch ganz anders, erobert die Welt. Sind wir die Eingeborenen, die irgendwann von den eigenen Schöpfungen an den Rand gedrängt werden? Noch sind es nur tastende, mitunter hilflose Versuche, intelligente Maschinen in Alltagssituationen hineinzulassen. Der Film nimmt eine beobachtende, abwartende Haltung ein. Er gewährt Einblicke in Roboter-Laboratorien und lässt Expert*innen zu Wort kommen. Aber selbst die scheinen noch nicht zu wissen, wohin diese Reise führt.

Regisseurin: Isa Willinger

Dokumentarfilm; D 2018; 85 Min.; FSK: 6
Verleih: Rise and Shine

Der Film wurde 2019 mit dem Max-Ophüls-Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Diskussion zum Film mit: 

  • Stefan Kloos, Filmproduzent, Kloos & Co. Medien
  • Prof. Dr. Wolf-Tilo Balke, Leiter Institut für Informationssysteme, Technische Universität Braunschweig

PRE-CRIME

18. Oktober 2017

Zum Inhalt des Films:

Willkommen in Deinem "Minority Report": Eine Software, die voraussagt, wo und wann ein Verbrecher zuschlägt. Was nach einem Science-Fiction-Szenario im Stil von MINORITY REPORT klingt, ist in Städten wie Chicago, London oder München längst Realität. Und ob wir gefährlich sind oder nicht, wird schon heute von Polizeicomputern entschieden. Predictive Policing nennt sich die Methode und dieses Zukunftsversprechen ist nicht nur ein positives. Big Data dient dabei als Quelle, die wir selbst kontinuierlich mit persönlichen Informationen befüllen.

Da, wo der Film CITIZENFOUR aufhört, geht PRE-CRIME einen Schritt weiter. Die Regisseure Monika Hielscher und Matthias Heeder stellen einige der brennendsten Fragen unserer Zeit: Wie viel Freiheit sind wir bereit aufzugeben für das Versprechen absoluter Sicherheit? Und können wir uns auf das Urteil von Computern und Algorithmen wirklich verlassen?

Der Film reist um die halbe Welt und stellt Menschen vor, die täglich mit dieser Technologie arbeiten und sie weiter entwickeln. Aber auch Menschen, die zu den Opfern dieser Technologie wurden. PRE-CRIME zeigt: Die Zukunft hat uns längst eingeholt. Faszinierend und furchterregend zugleich dringen utopische Kontrollszenarien immer mehr in unser Leben ein...

Diskussion zum Film mit:

Prof. Dr. Frank Klawonn (Foto: ©Privat)
Prof. Dr. Frank Klawonn
Institut für Information Engineering, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Ulf Küch (Foto: ©Martina Lienhop)
Ulf Küch
Polizeiinspektion Braunschweig
Kriminaldirektor, Leiter Zentraler Kriminaldienst
Stefan Kloos (Foto: ©Martina Lienhop)
Stefan Kloos
Filmproduzent PRE-CRIME