Tatsachen? (Foto: ©Thinkstock - kodda)

Tatsachen?

Tatsachen?

Neue Gedankenräume erobern.

Tatsachen? präsentierte bis Ende 2018 spannende und aktuelle Wissenschaftsthemen und kontroverse Diskussionen. Das Haus der Wissenschaft Braunschweig organisierte die Veranstaltungsreihe stets in Kooperation mit den Partnereinrichtungen der ForschungRegion Braunschweig e.V. Jeden Monat stand ein anderer Partner im Fokus und brachte sich mit Themen und Referent*innen in die Reihe ein.

Medizin wird persönlich Maßgeschneiderte Behandlung für alle?

25. Oktober 2018

Die moderne Forschung in der "Personalisierten Medizin" weckt große Hoffnungen. Jeder Mensch soll zukünftig anhand seines genetischen Codes eine maßgeschneiderte Therapie erhalten. Ziel ist es, Krankheiten wie Krebs, aber auch Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder sogar Infektionen früher zu erkennen, ihnen vorzubeugen und sie mit weniger Nebenwirkungen zu behandeln. Aktuell ist dies vor allem in der Krebstherapie bedeutsam. Um den Erwartungen an die neue individualisierte Medizin in allen medizinischen Fachbereichen gerecht zu werden, ist immer noch viel Grundlagenforschung nötig. Wie maßgeschneidert kann Medizin überhaupt sein? Wird in Zukunft jedes Medikament und jede Therapie individuell auf mich abgestimmt sein? Und was kostet uns personalisierte Medizin?

Moderation: Dr. Jo Schilling

Referent*innen

Brigitte Käser (Foto: ©Jürgen Schulzki)
Brigitte Käser
AOK Niedersachsen
Geschäftsführerin Gesundheitsmanagement ambulant
Prof. Dr. med. Christian Kratz
Prof. Dr. med. Christian Kratz
Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Medizinische Hochschule Hannover
Ärztlicher Direktor
Prof. Dr. med. Michael P. Manns (Foto: ©Tom Figiel)
Prof. Dr. med. Michael P. Manns
Centre for Individualised Infection Medicine (CIIM), Hannover
Gründungsdirektor

LTE, WLAN, Elektrosmog Wieviel Strahlung ist zu viel?

23. November 2017

Per Smartphone können wir überall telefonieren und haben immer und überall Zugriff auf das Internet, drahtlos, bequem, ganz ohne lästige Kabel. Drahtlose Datenübertragung bedeutet allerdings auch: immer mehr Strahlenquellen. Mobilfunkmasten sorgen für die Abdeckung mit schnellem Internet und Handyempfang an jedem Ort. Zuhause versorgen uns Router mit WLAN und das schnurlose Telefon liegt auf dem Nachttisch.

Die große Angst vieler Menschen war und ist, dass all die vielen hochfrequenten elektromagnetischen Felder möglicherweise gesundheitsschädigend sind. Immer wieder wurde ihre Wirkung auf den menschlichen Körper untersucht. Nach dem jetzigen Stand von Wissenschaft und Technik geht vom Mobilfunk jedoch keine Gefahr aus. Für eine Beurteilung der Langzeitwirkungen ist die Technologie allerdings noch zu jung.

Wir diskutieren mit unseren ExpertInnen auf dem Podium, was wir über die Wirkung von Mobilfunk und WLAN auf den Körper wissen und was nicht, und wie man die Strahlenbelastung senken kann.

Kommen Sie ins Haus der Wissenschaft und reden Sie mit!

Referent*innen

Dr. Gunde Ziegelberger (Foto: ©Privat)
Dr. Gunde Ziegelberger
Bundesamt für Strahlenschutz
Prof. Dr. Matthias Hampe (Foto: ©Ostfalia Hochschule)
Prof. Dr. Matthias Hampe
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
PD Dr. Thomas Kleine-Ostmann (Foto: ©Physikalisch-Technische Bundesanstalt )
PD Dr. Thomas Kleine-Ostmann
Physikalisch-Technische Bundesanstalt

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist

Schöne neue Arbeitswelt? Sinn und Selbstbestimmung in Zeiten des Strukturwandels

19. Oktober 2017

Arbeit verändert sich. Auf der einen Seite erleben wir eine zunehmende Digitalisierung, Beschleunigung und Verdichtung von Arbeit. Auf der anderen Seite entwickeln sich neue Formen der Unternehmensführung. Im Spannungsfeld steht der oder die Arbeitnehmende, dessen Bedürfnis nach Sinnhaftigkeit und Gestaltungsmöglichkeit wächst. Dabei stehen der Verlockung von Flexibilität und Selbstbestimmung oft prekäre Arbeitssituationen und Selbstausbeutung gegenüber.

Wir wollen diskutieren, wie einerseits Arbeitgeber*innen unter den veränderten Rahmenbedingungen gute Arbeitsbedingungen schaffen können. Und wie andererseits Arbeitnehmer*innen Leistung und Wohlbefinden miteinander in Einklang bringen können.

Kommen Sie ins Haus der Wissenschaft und reden Sie mit!
 

Referent*innen

Christine Müller (Foto: ©Joachim Beggerow )
Christine Müller
Gärtner Datensysteme GmbH & Co. KG
Ihr Statement: "Teilzeitarbeit: Geht nicht gibt's nicht."
Karin Leven (Foto: ©privat)
Karin Leven
Personal- und Organisationsentwicklung, Coaching
Ihr Statement: "Vom "muss" zum "will" - unsere Gestaltungsmöglichkeiten sind oft größer als wir denken."
Prof. Dr. Dietrich von der Oelsnitz (Foto: ©privat)
Prof. Dr. Dietrich von der Oelsnitz
Technische Universität Braunschweig, Institut für Unternehmensführung, Lehrstuhl für Organisation und Führung
Sein Statement: "Unternehmen legen nicht immer genug Wert auf eine gesundheitssensible Arbeitsorganisation."

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist

Schule Besser als ihr Ruf?

28. September 2017

Das Thema Schule weckt viele Emotionen, denn wir alle waren einmal SchülerInnen, viele von uns haben Schulkinder und wir kennen LehrerInnen.

Seit Jahren erproben die Schulen verschiedene Unterrichtsmethoden und Lernbedingungen: kleinere Klassen, altersgemischte Lerngruppen oder doch lieber das Lernen mit einem gewissen Leistungsdruck?

Was bringen all diese Konzepte wirklich? Was ist guter Unterricht? Und: Sind es allen Reformen zum Trotz am Ende doch die LehrerInnen, die den größten Anteil am Lernfortschritt tragen, wie eine Auswertung tausender Bildungsstudien zeigt?

Kommen Sie ins Haus der Wissenschaft und reden Sie mit!

Referent*innen

Ursula Hellert (Foto: ©CJD Braunschweig)
Ursula Hellert
Gesamtleiterin des CJD Braunschweig
Ihr Statement: „Der Mensch ist als lernendes Wesen geschaffen. Darum ist für das System Schule das Beste gerade gut genug.“
Ilona Gerhardy-Grotjan (Foto: ©Tobias Müller)
Ilona Gerhardy-Grotjan
Schulleiterin der Hoffmann-von Fallersleben-Schule
Ihr Statement: "Leidenschaftliche Lehrer machen Schule gut."
Dr. Marcus Friedrich (Foto: ©Foto Artmann)
Dr. Marcus Friedrich
Institut für Pädagogische Psychologie, Technische Universität Braunschweig
Sein Statement: "Schule ist ein komplexes System auf das viele Variablen einwirken und von dem wir uns viele Ergebnisse erhoffen. In vielen Bereichen steht die Forschung dazu erst am Anfang."
Christoph Bratmann (Foto: ©privat)
Christoph Bratmann
Mitglied des Niedersächsischen Landtags

Sein Statement: "Schule kann heutzutage nicht mehr nur darauf ausgelegt sein, den Schülerinnen und Schülern möglichst viel Stoff zu vermitteln, sondern es geht darum Zugänge zu ermöglichen."

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist

Mobilität Automatisiert - vernetzt - intermodal

15. Juni 2017

Digitalisierung heißt der Wandel unserer Zeit. Für Reisende soll sie mehr Flexibilität, Komfort und Schnelligkeit bringen. Busse fahren ohne festen Fahrplan, wann und wo die Fahrgäste ihn bestellen – vielleicht sogar ohne Fahrer. Dienstreisende arbeiten auf der Autobahn, Autos „sprechen“ Spurwechsel miteinander ab und fahren gleiche Wege aneinandergekoppelt. Wenn doch mal Stau ist, steigt man spontan in den nächsten Zug – eine App mit aktuellen Infos aller Verkehrsträger kennt immer den besten Weg. Solche Szenarien werden möglich dank Automatisierung, Vernetzung und Intermodalität. Doch wie weit sind wir technisch davon noch entfernt? Wie versteht sich ein automatisiertes Auto mit einem herkömmlichen? Können digitale Angebote das Leben auf dem Land schöner machen? Und wie verändert digitale Mobilität das Leben in den Städten?

Kommen Sie ins Haus der Wissenschaft und reden Sie mit!

Referent*innen

Prof. Dr. Frank Köster
Prof. Dr. Frank Köster
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Sein Statement:
"Automatisiertes und vernetztes Fahren wird zum Kernelement unserer Mobilität von morgen werden."
Prof. Dr. Thomas Siefer
Prof. Dr. Thomas Siefer
Technische Universität Braunschweig

Sein Statement:
"Der Zuzug in die Städte erfordert für die Städte Konzepte mit immer weniger individueller Mobilität, nur so können die Städte lebenswert bleiben."
Prof. Dr. Jorge Marx Gómez
Prof. Dr. Jorge Marx Gómez
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist

Antibiotika Unterwegs auf Reserve

18. Mai 2017

Als Antibiotika vor 100 Jahren entdeckt wurden, verloren Krankheiten wie Tuberkulose, Cholera und Syphilis auf einen Schlag ihren Schrecken. Doch unsere Waffe wird stumpf, weil Bakterien resistent werden.

In Krankenhäusern tauchen immer häufiger Keime auf, denen man nicht einmal mehr mit Reserveantibiotika beikommen kann. Es ist ein globales Problem, denn resistente Erreger kümmern sich nicht um Grenzen.Die Ursachen sind vielfältig: Antibiotika werden häufig unnötig eingenommen, in vielen Ländern sind sie zudem freiverkäuflich.

Ihr Einsatz in der Tiermast produziert resistente Erreger, die über das Fleisch auf uns übergehen. Müssen wir nun die alten Krankheiten wieder fürchten? Oder können wir das Problem lösen? Wie bündelt man Maßnahmen - auch auf globaler Ebene?

Kommen Sie ins Haus der Wissenschaft und reden Sie mit.

Referent*innen

Prof. Dr. Mark Brönstrup
Prof. Dr. Mark Brönstrup
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Sein Statement:
„Die Erforschung und Entwicklung ganz neuer Antibiotika muss dringend intensiviert werden, um der Resistenzproblematik effektiv begegnen zu können.“
Dr. Christos Pantazis
Dr. Christos Pantazis
Mitglied des Niedersächsischen Landtags

Sein Statement:
"Die Entstehung und Verbreitung resistenter Bakterienstämme ist eine Gefahr sowohl für den Einzelnen als auch für die öffentliche Gesundheit und kann zu erheblichen Belastungen für das Gesundheitssystem führen."
Prof. Dr. Dr. Wilfried Bautsch
Prof. Dr. Dr. Wilfried Bautsch
Städtisches Klinikum Braunschweig

Sein Statement:
„Antibiotika sind lebensrettend, aber man muss sie gezielt einsetzen, weil sie sonst ihre Wirkung verlieren.“
Kristina Kadlec, PhD
Kristina Kadlec, PhD
Friedrich-Loeffler-Institut

Ihr Statement:
„Wer bei Antibiotikaresistenz als erstes an die Tiermast denkt, sucht nicht nach Lösungen, sondern nach Schuld.“

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist

Fake News Eine Gefahr für die Demokratie?

27. April 2017

Dieses Jahr stehen Bundestagswahlen an und viele haben ein ungutes Gefühl dabei. Denn noch nie war es so leicht, Menschen mit gezielten Unwahrheiten zu beeinflussen wie heute. Fake News verbreiten sich über Social-Media-Kanäle wie Twitter und Facebook rasant.

Neu ist, dass dies selbst von hochrangigen Politikern wie US-Präsident Donald Trump mittlerweile ganz offen praktiziert wird. Dazu kommen Computerprogramme, die auf diesen Kanälen wie menschliche NutzerInnen agieren und die öffentliche Meinung beeinflussen, sogenannte Social Bots.

Worauf sollen wir unsere Meinung stützen, worauf vertrauen? Wie gehen die klassischen Medien damit um? Und wie gefährlich sind diese Entwicklungen für unsere Demokratie?

Kommen Sie ins Haus der Wissenschaft und reden Sie mit.

Referent*innen

Prof. Dr. Monika Taddicken
Prof. Dr. Monika Taddicken
Institut für Sozialwissenschaften, TU Braunschweig

Ihr Statement:
„Welchen Einfluss die sog. Fake News tatsächlich auf die öffentliche Meinung insgesamt haben, ist noch unzureichend erforscht. Und weiterhin wissen wir auch nicht, welche Wirkung Maßnahmen im Kampf gegen diese Fake News entfalten werden bzw. würden.“
Prof. Dr. Harald Rau
Prof. Dr. Harald Rau
Institut für Medienmanagement, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Salzgitter

Sein Statement:
"Brauchen wir eine Fake-News-Polizei? Nein. Wir brauchen mehr Medienkompetenz."
Dr. Ansgar Kellner
Dr. Ansgar Kellner
Institut für Systemsicherheit, TU Braunschweig

Sein Statement:
"Medienkompetenz ist der Schlüssel zum Schutz der modernen Demokratie. Das Erkennen von Social Bots und Fake News ist ein elementarer Teil davon." www.propstop.de

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist