Leichtwerk AG

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Aircraft Design between Research and Industrialization

25. November 2019

Neue Gedankenräume erobern.

Luftfahrt der Zukunft Information zur Veranstaltungsreihe

Die Luftfahrt der Zukunft entsteht in der Gegenwart. Seit mehr als 75 Jahren forschen in Braunschweig Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an neuen Anwendungen und Lösungen für die Luftfahrt. Aus diesem Grund laden die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Niedersächsische Forschungszentrum für Luftfahrt (NFL) und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) zu einer Vortragsreihe ein.

Pilot*innen, Wissenschaftler*innen und Industrievertreter*innen berichten unter anderem in Vorträgen und auf Exkursionen über ihre Arbeit und geben einen Ausblick auf das Fliegen in Gegenwart und Zukunft.

Leichtwerk AG Aircraft Design between Research and Industrialization

Die Leichtwerk AG wurde 1996 mit dem strategischen Ziel gegründet, vollständige Flugzeugsysteme entwickeln und zulassen zu können. Der Flugzeugentwurf braucht eine Vielzahl von Kompetenzen.
Dazu gehören die Aerodynamik und Aeroelastik, die Flugdynamik, Lastberechnung, Design und Strukturberechnung, der Prototypenbau, Boden- und Flugversuche sowie die genehmigten Verfahren zur Absicherung der Entwicklung. Technologien für zugelassene und damit industriell nutzbare Flugzeuge erfordern einen hohen nachgewiesenen Reifegrad. Gleichzeitig können Fortschritte nur durch den Einsatz neuer Verfahren erreicht werden. So haben im Entwurf leichter Flugzeuge komplexe Systeme Einzug gehalten. Automatische, von einem ‚Remote Pilot‘ gesteuerte Flugzeuge verlangen die Integration komplexer Soft- und Hardware. Die Grundlagen der Lufttüchtigkeit müssen z.B. für elektrische Antriebe und den automatischen Flug erst definiert werden. Die Leichtwerk AG befindet sich daher ständig im Spannungsfeld zwischen Forschung, Entwicklung und Industrialisierung. Im Rahmen des Vortrages werden die daraus entstehenden Chancen und Risiken erläutert.

Referent

  • Dr. Reiner Kickert, Leichtwerk AG Braunschweig

DLR Forschungsflugzeug iSTAR Flugversuche in einer neuen Dimension

09. Dezember 2019

Das DLR betreibt mit 11 Flugzeugen die größte Flotte an Forschungsflugzeugen in Europa. Das neueste Mitglied wird - unter dem Namen "iSTAR - in-flight Systems and Technologies Airborne Research" - Ende 2019 an das DLR ausgeliefert und mit einer hochgenauen Luftdatenmessanlage sowie einer Testflug-Instrumentierung, die die hoch auflösende Messung der Strukturbelastung an allen wichtigen Komponenten des Flugzeuges erlaubt, ausgestattet. Hinzu kommt ein experimentelles Fly-by-Wire-System, das die direkte Steuerung aller aerodynamischen Steuerflächen sowie von Schub, Radbremsen und Bugrad erlaubt.

Mit dieser einzigartigen Ausstattung wird iSTAR universell verwendbar für eine Vielzahl von Erprobungen. Dazu zählen die Inflight-Simulation der Flugeigenschaften und -leistungen gänzlich neuer Flugzeugkonfigurationen, die Erprobung aller Varianten des unbemannten Fliegens, sowie die vollständige Digitalisierung des Flugzeuges von der aerodynamischen Beschreibung, bis hin zu neuen virtuellen Zulassungsmethoden.

Das DLR realisiert damit eine weltweit einzigartige Plattform für zukunftsweisende Forschung in der Flugphysik, der Flugsteuerung und Flugführung sowie der unbemannten Luftfahrtsysteme.

Referent

  • Dr. Burkard Wigger, Leiter Flugexperimente DLR Braunschweig und Oberpfaffenhofen

Podiumsdiskussion: Fluglärm Aktuelle Herausforderungen und zukünftige Lösungen

27. Januar 2020

Der vom Luftverkehr ausgehende Fluglärm ist ein stetes Thema zwischen Behörden, Flughäfen und der Bevölkerung. Die von der EU-Kommission sowie der Luft- und Raumfahrtindustriegemeinsam erarbeitete Forschungs- und Innovationsstrategie „Flightpath 2050“ will die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luftfahrt mit ehrgeizigen Zielen zum Umweltschutzstärken. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Reduzierung von Emissionen, insbesondere des Fluglärms. Dieser soll im Jahr 2050 um 65 Prozent unter den Wert des Jahres 2000 gesenkt werden. Gleichzeitig wird auf eine Leistungssteigerung beim Management des europäischen Flugverkehrs gesetzt, mit der mindestens 25 Millionen innereuropäische Flüge pro Jahr abgewickelt werden können.
Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen haben wir zu erwarten, wie gehen Flughäfen damit um und welche Konzepte und Lösungen liefert die Forschung, um diesen Herausforderungen zu begegnen?

Es diskutieren:

  • Dr. Ullrich Isermann Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik, DLR Göttingen
  • Dr. Raoul Hille Geschäftsführer Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH
  • Eric Oehlmann Leiter des Referats Luftverkehr, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung

Moderation: Andreas Schütz Pressesprecher des DLR

Perlan Projekt Wellenreiten in der Stratosphäre

24. Februar 2020

Das Perlan Projekt ist eine gemeinnützige Organisation zur luftfahrttechnischen Erforschung und Erkundung von atmosphärischen Begebenheiten in sehr großer Höhe unter Verwendung eines Segelflugzeugs. Um mit dem Segelflugzeug bis in die Stratosphäre vorzudringen, werden atmosphärische Wellen genutzt.
Als der Gründer des Perlan Projekts, Einar Enevoldson, Ende der 80er Jahre nach Deutschland kam, um den von der Firma Grob entwickelte Höhenforschungsflieger G-520 Egrett als Testpilot zu erproben, entdeckte er bei der DLR zufällig ein Bild an der Wand hängend was eine starke, atmosphärische Wellenstruktur über einem Gebirgszug in Schweden zeigte. Bei genauer Betrachtung erkannte er, dass diese Welle bis in die Stratosphäre von ca. 23km reichte. Das Bild wurde von Dr. Wolfgang Renger in den 60er Mittels einem LIDAR Sensor (Laser) aus einer Transall heraus aufgenommen. Einar, begeisterter Segelflieger holte weitere Erkundungen ein, um zu klären ob diese Wellen mit einem Segelflugzeug erflogen werden können. Über die Jahre hinweg reifte daraus das Perlan Projekt, dessen Name auf die perlenartige Farbe zurückzuführen ist die die Wolken, welche bei dieser Art der Wellen entstehen, aufgrund der Lichtbrechung der Eiskristalle annehmen.

Vortrag von: 

Lars Bensch Flugtestingenier und Mitglied des Forschungsprojekts Perlan II Airbus HH

Ein smartes klimafreundliches Kurzstreckenflugzeug für Europa Wie sieht es aus?

30. März 2020

Die Luftfahrt gilt seit jeher als ein besonders innovativer Zweig der Verkehrswirtschaft - mit entsprechend fortschrittlicher Technologie. Momentan sind jedoch auch die Emissionen in den Fokus geraten, die die entsprechend bewährte, in Grundzügen jedoch „alte“ Technologie aus dem Flugzeugs - und Triebwerksbereich im aktuellen Betrieb verursacht, und die im Ruf stehen klimaverändernd zu wirken.

Wenngleich der Luftverkehr weltweit nur etwa 2-5 % an der gesamten CO2 Erzeugung ausmacht, ist es der Luftfahrtindustrie bis heute nicht gelungen ihre Selbstverpflichtung der ACARE Vision 2020 wie geplant bis zum Jahr 2020 umzusetzen. Diese verlangte von aktuell neuen Flugzeugen eine Reduktion des Treibstoffverbrauches sowie der begleitenden Klimaemissionen von 50%, gemessen an einem Technologiestand von 2000.

Bis heute erreicht wurden bei den besten Flugzeugen für die Kurz- und Mittelstrecke legendlich 20 % Reduktion. Dies belegt, dass in jeden Fall bei Verkehrsflugzeugen Innovationen in Angriff zu nehmen sind, damit ein innovationsfreundlicher, klimakonformer und auch günstiger Luftverkehr in Europa für alle nutzbar bleibt.

Wie diese Innovationen aussehen könnten und ein Verkehrsflugzeug, das diese smart in sich vereint, dabei mehr als 150 Passagiere befördert, eine typische Reichweite hat, die europäische Strecken abdeckt, und dazu insgesamt klimafreundlich arbeitet, darauf möchte der Vortrag Antworten geben.

Vortrag von Malte Schwarze in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen

Ingenieur und Pilot Der duale Weg zum Berufspiloten

27. April 2020

Welche Möglichkeiten habe ich, die Ausbildung zum Berufspiloten mit einem IngenieurStudium zu kombinieren? In diesem Vortrag für zukünftige Luftfahrergenerationen wird diese Frage beantwortet. Dabei gibt es wie so oft mehrere Wege, die zum angestrebten Ziel führen. Zwei frische Berufspiloten mit Master-Abschlüssen in Studiengängen der Luftfahrttechnik stellen einige dieser Wege im Vergleich vor und berichten über ihre Erfahrungen aus der Fliegerei und dem Ingenieurwesen. Dabei gehen sie unter anderem auf zu überwindende Hürden und unterschiedliche Fokussierungen ein, um das gegenseitige Verständnis für beide Berufszweige zu fördern.

Im Ausblick folgen konkrete Vorschläge zur besseren Abstimmung von Pilotenausbildung und Ingenieurstudium.

Automatisierung in der Luftfahrtindustrie

29. Juni 2020

Vortrag von Dr. Dirk Niermann, Automatisierung und Produktienstechnik, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik, Stade

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Exkursion: DLR Standort Göttingen Bunsenstraße 10, 37073 Göttingen

03. Juli 2020

Exkursion: Elbe Flugzeugwerke GmbH Grenzstraße 1, 01109 Dresden

07. August 2020

EFW vereint vielfältige Luftfahrt- und Technologieaktivitäten unter einem Dach: die Entwicklung und Herstellung von ebenen Leichtbaukomponenten für Struktur und Innenraum für alle Airbus-Modelle, die Umrüstung von Passagierflugzeugen in Frachtflugzeuge, Wartung und Reparaturleistungen für Flugzeuge der gesamten Airbus-Familie sowie EngineeringDienstleistungen rund um Zertifizierung und Zulassung. Zusammen mit Airbus und ST Aerospace treibt EFW die Weiterentwicklung der Airbus-Frachterfamilie voran.

Im Bereich der Leichtbaukomponenten entwickelt und produziert EFW als Herstellbetrieb für Luftfahrtgeräte (EASA Part 21G) faserverstärkte ebene Sandwich-Paneelen für Struktur und Innenraum aller Airbus-Modelle. Die Produktpalette reicht von Fußbodenplatten über Deckenpaneele und Frachtraumverkleidungen bis hin zu schussfesten Cockpittüren.

Die Umrüstung von Passagierflugzeuge in Frachtflugzeuge ist eine übliche umfassende Modifizierung, die im Auftrag der Eigentümer von Flugzeugen der Zivilluftfahrt vorgenommen wird.

Aufbauend auf einer umfassenden Erfahrung bietet EFW eigenständige Wartung für Passagier- und Frachtflugzeuge an – dabei spezialisiert auf Airbus-Flugzeuge beginnend mit der A320-Familie über Großraumflugzeuge vom Typ A300/310 sowie Langstreckenflugzeuge der A330/A340-Familie und der A380. Neben umfangreichen Wartungspaketen der verschiedenen Wartungskategorien führt EFW sowohl Strukturmodifikationen und -reparaturen als auch Kabinen-, Cockpit- und Avionikmodifikationen durch.

Anmeldung auf DGLR Webseite vom 01. - 13. Juli 2020 erforderlich: www.braunschweig.dglr.de

Vortragende:

  • Liane Kretschmer, Elbe Flugzeugwerke
  • Horst Günther, DGLR-Bezirksgruppe Braunschweig

Remote Tower Chancen und Risiken bei der Fernüberwachung von Flughäfen

28. September 2020

Die Fernüberwachung von kleineren Flughäfen kann mehrere Vorteile bieten. Beispielsweise reduzieren sich die Wartungs- und Betriebskosten oder schlechte Sichtbedingungen können durch moderne Kameratechnik kompensiert werden. Des Weiteren können mehrere kleinere Flughäfen in einem Remote Tower Center zusammengeschaltet werden. Dies würde eine wesentlich effizientere Zuordnung von Fluglotsen zu den Flughäfen ermöglichen. Die Lotsen arbeiten flexibel an Flughäfen, an denen Verkehr stattfindet. In komplexeren Verkehrszeiten können ein, zwei oder mehrere Fluglotsen einen Flughafen steuern, während in weniger intensiven Verkehrszeiten auch ein einziger Lotse für einen oder mehrere Flughäfen zuständig sein kann. Ob und unter welchen Bedingungen Fluglotsen mehr als einen Flughafen gleichzeitig kontrollieren können, wirft für Forscher und Industrie noch zahlreiche technische und auch systemergonomische Fragen auf. Seit der Erfindung des Remote Tower Konzepts durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Jahr 2002 hat das Konzept viele Entwicklungsschritte gemacht und wird mittlerweile bei ersten kleinen Flughäfen in Schweden, Ungarn und Deutschland für die Überwachung aus der Ferne eingesetzt. Die Forschung eröffnet den Flugsicherungen den Weg zu einem Paradigmenwechsel, bei dem die Flugsicherung an Flughäfen entkoppelt vom Ort und von konventionellen Turmgebäuden stattfinden kann.

Im Vortrag werden Chancen und Risiken dieses bahngreifenden Konzeptes aufgegriffen und kritisch reflektiert.

Vortrag von Jörn Jakobi, Institut für Flugführung, DLR Braunschweig

Drohnen im Bevölkerungsschutz Neue Konzepte der Malteser

26. Oktober 2020

Drohnen sind immer wichtiger werdende Helfer im Bereich des Katastrophenschutzes. Je nach Ausstattung sind sie vielseitig einsetzbar. Dieser Vortrag stellt die Einsatzmittel der Malteser Drohnengruppe Braunschweig und ihre Einsatzbereiche vor. Nicht alle Drohnen sind gleich und technische Unterschiede entscheiden über Erfolg und Misserfolg eines Einsatzes. Am Beispiel der Wärmebildkamera werden diese detailliert erläutert und auch die physikalischen Grenzen dieses Einsatzmittels aufgezeigt. Am Beispiel einer Personensuche in Zusammenarbeit mit der Malteser Rettungshundestaffel, der Polizei und der Feuerwehr illustriert der Vortrag praxisnah die Stärken von Drohnen und ihren Einsatzbereich.

Vortrag von Karl Kumlehn, Leiter Drohnengruppe Malteser Hilfsdienst e.V., Braunschweig

Automatischer Luftfrachttransport in niedrigen Flughöhen Konzepte für preiswerten Gütertransport mit Drohnen

30. November 2020

Das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt(DLR) hat zwischen 2016 und 2019 ein Forschungsprojekt zu Frachtdrohnen mit einer Nutzlast von einer Tonne durchgeführt. Das Projekt nutzte einen neu etablierten Ansatz für operationelle Risiken und führte eine neue Perspektive für die Regulierung der Sicherheit der unbemannten Luftfahrt ein. Das Verfahren des so genannten „Specific Operations Risk Assessment“(SORA) bestimmt zunächst das Risiko, das die Drohne für ihre Umgebung darstellt und definiert dann den Nachweisprozess, die Anforderungen an den Hersteller und den Betreiber zur Gewährleistung der für die Mission notwendigen Sicherheit. Das Projekt ging von zwei grundlegenden Betriebsgrenzen aus, um das operationelle Risiko zu reduzieren: Flüge in sehr niedrigen Höhen unterhalb des üblichen Flugverkehrs und nur über dünn besiedelten Gebieten. Gleichzeitig wurden die Grenzen des SORA-basierten Ansatzes hinsichtlich der Risikoskala für schwerere Luftfahrzeuge in Frage gestellt. Die Konzepte waren ausgereift genug, um das Design, den Bau und den Test eines der größten Drohnenprototypen für den Transport zu ermöglichen, der auf einem ultraleichten Tragschrauber basiert. Im Vortrag werden Details zum Konzept und dafür geeignete Flugzeugkonfigurationen vorgestellt, technologische Entwicklung beleuchtet sowie Systemarchitekturen und ein sicherer Betrieb diskutiert.

Vortrag von Johann C. Dauer und Dr. Sven Lorenz Inst. für Flugsystemtechnik, DLR Braunschweig

Fluggetragene Atmosphärenforschung am Nordpol mit Helipod und ALICE bei MOSAIC

14. Dezember 2020

Vortrag von Dr. Astrid Lampert, Institut für Flugführung, TU Braunschweig

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Die Zukunft des Fliegens Vernetzte Kompetenzen als Basis für die Zukunft

25. Mai 2020

Vortrag von Dr. Sabine Klauke Airbus Defence & Space, Toulouse

Weitere Information folgen in Kürze.

Airbus Single Aisle Step Change eine neuartige Strukturmontagelinie in Hamburg

28. Oktober 2019

Airbus gehört zu den größten Flugzeugherstellern der Welt. Die Auftragsbücher sind seit Jahren und auf Jahre hinaus gut gefüllt. Airbus hat in den vergangenen Jahren die Produktionsraten der erfolgreichen A320-Familie kontinuierlich gesteigert und die Kernkompetenzen der verschiedenen Standorte ausgebaut. In Hamburg sind dies Innovationen bei Rumpf, Kabine, Systemen und Montage sowie Forschung und Entwicklung. Außerdem wurde in der Strukturmontage ein „StepChange“-Projekt ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich nicht um eine einzelne große Veränderung, die zu den Projektzielen und dem Projekttitel führt. Sondern es ist vielmehr die Kombination verschiedenster Veränderungen in unterschiedlichen Bereichen, die zu dem „StepChange“ führen. Im Projekt wurde die komplette DNA einer Flugzeug-Strukturmontage von Grund auf in Frage gestellt, in ihre Einzelteile zerlegt, mit neuen Elementen angereichert und neu zusammengesetzt. In diesem Vortrag werden die übergeordnete Situation und die notwendigen Herangehensweisen an ein solches Projekt erläutert. Ferner werden Parallelen zu „Airbus Future Factory“ gezogen.

Referent

  • Sven Lutze, SA TKS Aft fuselage manager, Step Change SA Industrialization - DAD, Airbus Hamburg

Drohnen in der Stadt Entwicklung und Demonstration eines urbanen Luftverkehrssystems für unbemannte Flugsysteme

30. September 2019

In einem zukünftigen Luftraum-Managementsystem für unbemannte und bemannte Luftraumteilnehmende müssen – insbesondere in urbanen Gebieten – viele Randbedingungen beachtet werden, um einen sicheren und zugleich effizienten Betrieb zu gewährleisten. Neben der großen Diversität der Fluggeräte ergeben sich hierbei auch aus Flugbeschränkungsgebieten besondere Anforderungen. Im Rahmen des Projektes City-ATM entwickelt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit externen Partnern ein dichte-basiertes Luftraum-Managementkonzept. Dieses Konzept schließt angepasste Flugregeln, Anforderungen an Mindestabstände und den Einbezug der Leistungsprofile der (unbemannten) Luftfahrzeuge ein. Des Weiteren sieht das Konzept eine robuste Kommunikations-, Navigations- und Überwachungsinfrastruktur vor. Das DLR implementiert mit seinen Partnern das neue City-ATM-Konzept mit Prototypen und führt in verschiedenen Entwicklungsstufen Validierungen und Demonstrationen mit Flugerprobungen durch. Ergebnisse der ersten Flugdemonstrationen werden in dem Vortrag vorgestellt.

Referent

  • Dr. Alexander Kuenz, Institut für Flugführung, DLR Braunschweig

Exkursion: DLR und Airbus am Standort Stade

30. August 2019

Im Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) des DLR in Stade werden mit einzigartigen, mulfunktionalen Großanlagen Strategien erarbeitet, um große CFK-Komponenten kostengünstig und in hoher Qualität herzustellen. Dabei werden sämtliche Prozessschritte untersucht, integriert und mit der entsprechenden technischen Infrastruktur im Industriemaßstab abgebildet. Diese Infrastruktur steht auch Kunden zur Verfügung, um gemeinsam mit dem DLR Produktionsprozesse bedarfsorientiert und flexibel zu entwickeln und zu validieren.

Das Werk Stade ist spezialisiert auf die Herstellung und Weiterentwicklung der CFK-Technologie in der Luft- und Raumfahrt. Der Arbeitsschwerpunkt liegt in der Verarbeitung von Kohlefaserverbundwerkstoff (CFK) bei der Airbusproduktion. Hier werden die Seitenleitwerke für alle Airbus-Flugzeuge hergestellt. Die Bauteile zählen zu den weltweit größten Strukturen aus Faserverbundwerkstoffen für Verkehrsflugzeuge. Auch für das derzeit modernste Kampfflugzeug, den Eurofighter/Typhoon, werden Rumpfschalen und Kleinteile aus CFK gefertigt.

Exkursion zum DLR Stade Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie
Ottenbecker Damm 12
21684 Stade

Schriftliche Anmeldung unter besucherwesen-bs@dlr.de vom 15. bis 31. Juli 2019 erforderlich.

Referenten:

  • Dr. Jan Stüve, Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Stade
  • Prof. Dr. Axel Herrmann, CTC Composite Technology Center GmbH Stade
  • Mark Schmidt, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
  • Josef Thomas, VDI

Exkursion: AutoGyro GmbH

28. Juni 2019

AutoGyro entwickelt, produziert und vertreibt Tragschrauber rund um den Globus. Seit dem Bau ihres ersten Gyros im Jahre 2003 ist die Firma von der „Hinterhofwerkstatt“ zum Weltmarktführer floriert. Mit einzigartiger Ingenieurskunst und hochwertiger Handarbeit schafft das 100-köpfige Team täglich die Verbindung zwischen dem Traum vom puren Fliegen und dem Anspruch an fortschrittlichen Komfort. Mit dem Ziel, jedem Kunden den ganz individuell auf ihn abgestimmten Flieger zu bauen, produziert AutoGyro nur auf Auftrag und erfüllt mit jedem Flieger die speziellen Bedürfnisse und Anwendungsanforderungen – von Ausstattungs- und Designmöglichkeiten des Fluggerätes über die Integration persönlicher Gadgets bis hin zu entwicklungsrelevanten Maßnahmen wie einer Agrarsprühanlage oder einem 35kg-schweren Gimbal stabilisierten Kamerasystem für TV- und Broadcasteinsätze.

Exkursion zur AutoGyro GmbH
Dornierstraße 14
31137 Hildesheim 

Schriftliche Anmeldung unter j.thomas@vdi-bs.de vom 27. Mai bis 08. Juni 2019 erforderlich.

Referenten:

  • Co-Referat vom DLR zu F&E Projekten mit Gyrocoptern
  • Dr. Holger Duda, Institut für Flugsystemtechnik, DLR Braunschweig

Die Zukunft von VTOL Forschung & Technologie bei Airbus Helicopters

24. Juni 2019

Airbus Helicopters investiert signifikante Summen in Aktivitäten rund um Forschung und Technologie (Research & Technology), um die Position als Marktführer im zivilen & parapublic-Bereich für Helicopter zu halten und auszubauen. Im Vortrag werden folgende Themen besprochen:

  • Verbesserung der Piloteninformationen und Einführung von automatisierten Verfahren, zur Erhöhung der Flugsicherheit.
  • Maßnahmen zur Erweiterung des Missionsbereiches für einen sicheren Flugbetrieb bei Tag und Nacht sowie bei verschiedensten Wetterlagen.
  • Neue Technologien und Bauweisen sowie effizientere Entwicklungsverfahren, zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Hubschrauber.
  • Umfassende Nutzung von Datenübertragung zur Einbindung in komplexe Operationen.
  • Die Entwicklung neuer innovativer Konzepte für die Märkte der Zukunft, wie z.B. des städtischen Luftverkehrs/Urban Air Mobility (CityAirbus) und des Hochgeschwindigkeitshubschraubers (Racer).

Referent

  • Frank Löser, Airbus Helicopters Deutschland, Donauwörth

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