Cyber-Sicherheit (Foto: ©Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Braunschweig)

Cyber-Sicherheit

- Die Kehrseite der Digitalisierung

25. Juni 2018

Neue Gedankenräume erobern.

Luftfahrt der Zukunft Information zur Veranstaltungsreihe

Die Luftfahrt der Zukunft entsteht in der Gegenwart. Seit mehr als 75 Jahren forschen in Braunschweig Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an neuen Anwendungen und Lösungen für die Luftfahrt. Aus diesem Grund laden die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Niedersächsische Forschungszentrum für Luftfahrt (NFL) und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) zu einer Vortragsreihe ein.

Pilotinnen, Wissenschaftler und Industrievertreterinnen berichten unter anderem in Vorträgen und auf Exkursionen über ihre Arbeit und geben einen Ausblick auf das Fliegen in Gegenwart und Zukunft.

Cyber-Sicherheit - Die Kehrseite der Digitalisierung

Die Digitalisierung mag manchen als die nächste industrielle Revolution erscheinen, mit ungeahnten neuen Chancen, und Gefahren. Tatsächlich beschreibt der Begriff die Gegenwart, in der programmierbare, vernetzte Geräte mit Schnittstellen zur physischen Welt in verschiedensten Bereichen die Basis für eine flexiblere, effizientere, situationsangepasste Steuerung von Prozessen geworden sind. In der Luftfahrt findet sich die Digitalisierung etwa in der Herstellung von CFK-Bauteilen, in der Kabine, in der Passagiere heute drahtlosen Zugang ins Internet haben, in den Logistik-Prozessen, die sich der Luftfahrt bedienen oder in der Steuerung von Luftfahrzeugen.

Programmierbare, vernetzte Geräte können in die Ferne wirken, und aus der Ferne adjustiert und repariert werden. Gleichzeitig können programmierbare, vernetzte Geräte aus der Ferne manipuliert und Prozesse durch verfälschte Eingaben im Sinne eines Angreifers gesteuert werden. Cyber-Security, ein zweiter Begriff, der heute in Mode ist aber nicht unbedingt für neue Inhalte steht, beschäftigt sich mit der Kehrseite der Digitalisierung, d.h. wie Angriffen, die durch die Digitalisierung erst möglich werden, begegnet werden kann. Der Vortrag wird einen Blick auf die Arsenale der Angreifer und der Verteidiger werfen, um Verständnis dafür zu schaffen, was getan werden kann, um selbst die Kontrolle über digitalisierte Prozesse zu behalten.

Referent

  • Prof. Dr. Dieter Gollmann, Leiter Institut für Sicherheit in verteilten Anwendungen, Technische Universität Hamburg

Exkursion: MTU Hannover Maintenance GmbH

31. August 2018

Exkursion zur MTU Hannover Maintenance GmbH
Münchner Straße 31, 30855 Langenhagen

Schriftliche Anmeldung bei der DGLR Bezirksgruppenleitung vom 13. bis 25. August 2018 erforderlich.

Die MTU Maintenance zählt zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für die Instandhaltung ziviler Flugzeugtriebwerke und Industriegasturbinen. Mit mehr als 30 Triebwerkstypen verfügt das Unternehmen über das größte Portfolio weltweit. 4.000 Mitarbeiter, mehr als 17.000 Shop Visits und über 35 Jahre Unternehmensgeschichte stehen für die MTU Maintenance. Langenhagen ist das Herzstück des MTU Maintenance-Netzwerks und verantwortlich für die Instandhaltung mittlerer und großer ziviler Triebwerke.
Dazu gehören die Antriebe CF6-80C2 und GE90 Growth von GE, das PW1100GJM von Pratt & Whitney, das V2500 von International Aero Engines und das CFM56-7 von CFMI. Umfangreiche Dienstleistungen rund um den gesamten Lebenszyklus eines Antriebs sowie Finanzdienstleistungen oder 24-Std.-AOG-Services runden das Angebot ab.

Referent

  • Horst Günther, DGLR Bezirksgruppenleitung Braunschweig

Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung

24. September 2018

Die Weiterentwicklung von unbemannten Flugsystemen und die Miniaturisierung von Messtechnik und Elektronik stellen hervorragende neue Möglichkeiten für Klimaforschung dar. Mit den Systemen wird in der Atmosphäre eine Nische abgedeckt zwischen bemannten Forschungsflugzeugen mit großer Reichweite und lokalen meteorologischen Messungen am Boden. Im Vortrag werden verschiedene Projekte mit unbemannten Flugsystemen vorgestellt. Dabei geht es bei weltweiten Messungen um die folgenden Fragen: In welcher Höhe bilden sich Aerosol-Partikel in der Atmosphäre, und wie gelangen sie zur Erdoberfläche herunter? Wie ist die räumliche Verteilung von Ruß in Westafrika? Wie wirken sich Risse im Meereis auf die Temperatur der Atmosphäre aus?

Referent

  • Dr. rer. nat. Astrid Lampert, Institut für Flugführung, TU Braunschweig

Prototypenbau in der Akaflieg Braunschweig - Moderne Fertigungsmethoden für den Segelflug

29. Oktober 2018

Eine Möglichkeit, die Flugleistungen moderner Segelflugzeuge zu steigern, ist das Verringern der umströmten Oberfläche. Dazu hat die Akaflieg Braunschweig mit der SB 15 ein doppelsitziges Segelflugzeug mit einem extrem schlanken Flügel entworfen. Um trotz der geringen Flügelfläche eine ausreichend niedrige Landegeschwindigkeit zu erreichen, ist es notwendig, das Gewicht der Struktur um etwa 30% gegenüber vergleichbaren Flugzeugen zu verringern. Dies stellt neue Anforderungen an den Leichtbau, denen herkömmliche Fertigungsverfahren für Faserverbundwerkstoffe nicht mehr gerecht werden. Daher kommt beispielsweise bei der Fertigung des Rumpfes das Vakuuminfusionsverfahren zum Einsatz. Dieses wurde so weiterentwickelt, dass es sich für die Fertigung großer Strukturteile im Prototypenmaßstab eignet.

Da die Akaflieg nicht auf einen wirtschaftlichen Erfolg angewiesen ist, können unkonventionelle Fertigungsmethoden angewendet werden, welche ein weiteres Einsparpotenzial versprechen, aber in der Serie noch nicht anwendbar sind.

Referent

  • Lajos Fohlmeister
    Akaflieg, Braunschweig

Luftgestützte Inspektionssysteme - Einsatzmöglichkeiten in der Flugzeugwartung

26. November 2018

Die Thermografieprüfung großer und unzugänglicher Bauteile ist mit Herausforderungen verbunden. Inspektionen an Flugzeugleitwerken mit einer Höhe von 24 Meter, wie am Seitenleitwerk eines Airbus A380, oder an Windkraftanlagen mit Nabenhöhen von bis zu 140 Meter machen den Einsatz von Gerüsten oder Industriekletterern (m/w) notwendig. Dieser Einsatz ist mit längeren Stillstand- oder Ausfallzeiten verbunden.
Luftgestützte Inspektionssysteme bieten die Möglichkeit, schwer zugängliche Baugruppen
schnell zu erreichen, ohne den Wartungsbetrieb zu beeinträchtigen und lange Stillstandzeiten zu verursachen.

Referent

  • Univ.-Prof. Dr.-Ing. Peter Gust
    Bergische Universität Wuppertal Friedrich-Wilhelm Bauer, Hochschule Hannover

Entwicklung eines Amphibienflugzeugs mit einem mehrmotorigen Antriebskonzept mit Elektromotoren und µ-Gasturbine

10. Dezember 2018

Inhalt folgt.

Referenten

  • Prof. Dr.-Ing. Robin Vanhaelst, Fakultät Fahrzeugtechnik Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
  • Helmut Rind, Flywhale Aircraft GmbH & Co. KG

Exkursion: Aerodata AG

15. Juni 2018

Aerodata AG
Hermann-Blenk-Straße 34, 38108 Braunschweig

Schriftliche Anmeldung bei der NFL Leitung vom 28. Mai bis 09. Juni 2018 erforderlich.

Die Aerodata AG ist ein privates Unternehmen mit globaler Präsenz und der größte
Industriepartner des Forschungsflughafens Braunschweig-Wolfsburg. Gegründet im Jahr 1985,
liefert die Firma Komplettlösungen für ein breites Spektrum an luftfahrzeuggestützten
Spezialaufgaben.
Schwerpunkte stellen hierbei die Luftüberwachung und die Flugvermessung dar.
Mit dem AeroFIS® ist die Aerodata weltweit bekannt als führender Anbieter moderner
Flugvermessungssysteme.
Mit AeroMission® bietet Aerodata ein eigenes Missionssystem für die Luftüberwachung an.
Einsatzbereiche sind die Meeresüberwachung, Landüberwachung, Detektion von
Meeresverschmutzungen und Such- und Rettungsaufgaben.
Darüber hinaus beinhaltet die Produktpalette den einzigartigen multifunktionalen
Sensorbehälter OctoPod®, den die Aerodata AG zusammen mit ihrem Tochterunternehmen
Optimare Systems GmbH für die Luftüberwachung entwickelt hat. Mit der Optimare Systems
GmbH verfügt die Aerodata-Gruppe über einen Anbieter von Systemen und Sensoren für die
luftfahrzeuggestützte Meeresüberwachung und Fernerkundung.
Aerodatas Maintenance Center ergänzt das Tätigkeitsspektrum um die Wartung und
Modifikation von Luftfahrzeugen.

Referent

  • Hans J. Stahl, President & CEO, Aerodata AG

Beitrag der Luftfahrt zur Mobilität der Zukunft

28. Mai 2018

Professor Axel Herrmann (CTC Composite Technology Center, Stade) spricht in seinem Vortrag über die im Leichtbau gewonnenen Erfahrungen und Fertigkeiten und wie sie auf zukünftige Mobilitätskonzepte in der Luftfahrt übertragen werden können.
Der wirtschaftliche Zwang, der aus günstigem und sauber hergestelltem Strom entsteht, wird die Elektrizität zum zukünftigen Hauptantrieb aller Mobilität machen. Die urbane Mobilität, ob zu Wasser, zu Lande oder in der Luft, wird das Bild zukünftiger Städte prägen. Während die Grenzen der Verkehrsmittel Flugzeug, d.h. ab einer Reisedistanz von 700 Kilometern, und Zug beziehungsweise Auto, d.h. unter einer Reisedistanz von 400 Kilometern, langsam verschmelzen, entstehen in der Luftfahrt neue Zweige. Kleine und mittelgroße "urban flying vehicles" und hocheffiziente Langstreckenflugzeuge, die nur noch zwischen großen Luftfahrt-Drehkreuzen agieren, sowie deren jeweilige Antriebssysteme könnten die zukünftigen Entwicklungsrichtungen sein. Dabei wird nicht nur die urbane Mobilität durch die neuen Möglichkeiten der Luftfahrt neu erfunden, sondern auch die Luftfahrt im Bereich der Antriebe und Transportkonzepte muss sich neu erfinden. Der Bedarf an skalierbaren, maßgeschneiderten und automatisierten Mobilitätslösungen auch in der Luft wird heute bereits kommuniziert und treibt den beschriebenen Wandel an. Sicher ist, dass insbesondere der strukturelle Leichtbau als Grundvoraussetzung für kleingliedrige und flexibel elektrische Mobilität weiter an Stellenwert gewinnen wird. Daher ist es ein Kernbeitrag der Luftfahrt zur Mobilität der Zukunft, das Wissen, die Erfahrung und die Fertigkeiten des Leichtbaus in zukünftige Mobilitätskonzepte zu übertragen.

Referent

  • Prof. Dr.-Ing. Axel Herrmann, CTC Composite Technology Center, Stade

Potenziale der Digitalisierung in der Luftfahrt - Wie sieht die Flugzeugkabine von (über-)morgen aus?

23. April 2018

Der Begriff "Digitalisierung" liegt in aller Munde. Hardware und Software eröffnen Unternehmen neue Marktchancen und verändern das Marktgeschehen teils vollständig. Unternehmen, welche in diesem Markt bestehen wollen, müssen sich mit dem Thema Digitalisierung befassen, neue Wortschöpfungsketten etablieren und Fachkräfte qualifizieren. Aber was bedeutet Digitalisierung für die Luftfahrt und ganz speziell für die Lufthansa Technik AG?

Am Beispiel der Flugzeugkabine gibt Sven Taubert einen Überblick über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung des Flugzeugs. Vor dem Hintergrund geänderter Markt- und Passagieranforderungen stehen Individualisierung, Digitalisierung, Passagier-Services und verbesserte Einbaubarkeit von Kabinenprodukten in Fokus. Sven Taubert stellt in diesem Kontext vielversprechende
Technologien vor, welche die Nutzbarmachung der Nutzer- und Systemdaten eröffnen und so vielfältige Ansätze für neue Services und optimierte Betriebsabläufe in der Kabine und rund um das Flugzeug bieten.

Referent

  • Sven Taubert, Program Leader & Site Manager, Corporate Innovation Management and Product Development, Lufthansa Technik AG

Hybrid-elektrisch angetriebene Verkehrsflugzeuge - Zukunft oder Fiktion?

26. März 2018

Hybrid-elektrische Antriebssysteme sind bei Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt bereits in der Praxiserprobung. In seinem Vortrag stellt Referent Malte Schwarze neuartige Konstruktionen für diese Art von Antrieb bei Verkehrsflugzeugen vor. Er diskutiert, ob und wie eine Synergie zwischen innovativen und etablierten Konfigurationen eines Verkehrsflugzeuges gelingen kann.

Der Einsatz von hybrid-elektrischen Antrieben bei Verkehrsflugzeugen verspricht, wie in der Allgemeinen Luftfahrt auch, einen leiseren, emissionsärmeren und treibstoffeffizienteren Betrieb. Der mittelfristigen Verwirklichung stehen jedoch hauptsächlich das vergleichsweise niedrige energie- und leistungsspezifische Gewicht des elektrischen Energiespeichers entgegen.
Malte Schwarze von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen stellt mehrere konstruktive Einzelmaßnahmen zu hybrid-elektrisch angetriebenen Verkehrsflugzeugen vor, die einen positiven Beitrag zur Gesamteffizienz der Maschine leisten könnten. Er diskutiert zum einen, ob diese Maßnahmen umsetzbar sind und schließlich effizient und kostengünstig operieren könnten. Zum anderen wird die Übertragbarkeit des Konzeptes auf heutige, noch konventionell angetriebene, Verkehrsflugzeuge diskutiert, um auch dort die Gesamteffizienz zu steigern.

Referent

  • Malte Schwarze, RWTH Aachen

Solar Impulse Erste Weltumrundung mit einem Solarflugzeug

26. Februar 2018

Ohne einen Tropfen Treibstoff um die Welt, um für saubere Technologien zu werben. Solar Impulse ist das erste Flugzeug mit unbegrenzter Flugdauer, das Tag und Nacht ohne einen Tropfen Treibstoff fliegen kann und ausschließlich von Solarenergie angetrieben wird. Bei der Weltumrundung wechselten sich Bertrand Piccard und André Borschberg am Steuer dieses revolutionären Flugzeugs ab, um eine starke Botschaft zu senden: Saubere Technologien können das Unmögliche möglich machen, um die natürlichen Ressourcen unseres Planeten zu retten. Dieses Abenteuer zielt darauf ab, Menschen zu inspirieren und zu ermutigen, sich für eine nachhaltigere Welt einzusetzen.

Der Vortrag gibt einen kurzen, bilderreichen Einblick in die Themen Mission, Entwurf, Flugdynamik, Flugversuch, Vorbereitung und Durchführung der Missionsflüge und berichtet über die gesammelten Erfahrungen des Teams.

Referent

  • Ralph Paul
    ehemaliger Leiter Flugerprobung und Dynamik bei Solar Impulse SA, Lausanne, Schweiz

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