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Wissenschaft aus Braunschweig

Neue Gedankenräume erobern.

Logo Information zur Veranstaltungsreihe

Die Reihe „Logo – Wissenschaft aus Braunschweig“ ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von NDR Info, dem Informationsradio des Norddeutschen Rundfunks, mit der Braunschweiger Zeitung und dem Haus der Wissenschaft Braunschweig.

Der Wolf kommt - Chancen und Risiken der Wiederansiedlung

05. Juni 2018

Die Wiederansiedlung des Wolfes führt in ganz Deutschland zu hitzigen Diskussionen. Tierschützende freuen sich über die Rückkehr des in Deutschland lange ausgestorbenen Raubtieres, auf der anderen Seite machen zahlreiche JägerInnen und TierzüchterInnen sich massive Sorgen über das rasante Wachstum der Wolfs-Populationen. Denn mit ihnen wachse auch die Zahl der Nutztierrisse. In Niedersachsen habe sie sich zum Beispiel im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt!
Aber waren es nachweisbar Wölfe? Und wenn: Was lässt sich zum Schutz der Nutztiere tun? Sollte die Einwanderung von weiteren Wölfen gestoppt - oder durch eine geregelte Abschuss-Quote reguliert werden? Für Tierschützer undenkbar: Nach europäischem Recht sei der Wolf schließlich ein streng geschütztes Tier, das bereits einmal in Deutschland vom Menschen ausgerottet worden ist. Es dürfe nicht wieder gejagt werden.

Aber wie gefährlich sind die Wölfe wirklich? Sollten die hier lebenden Tiere und auch die Menschen vor ihnen geschützt werden? Oder vielmehr die Wölfe vor Tötungen durch illegale Abschüsse oder auch Autounfälle?

Die Experten auf dem Podium:

  • Prof. Dr. Ulrich Joger, Direktor des Naturhistorischen Museums in Braunschweig 
  • Raoul Reding, Wildbiologe und Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft in Niedersachsen 
  • Matthias Vogelsang, Wolfsexperte und Wolfsbeauftragter in Hildesheim 

Moderation: Mayke Walhorn, Norddeutscher Rundfunk, Hamburg

 

 

 

 

Im Auge des Sturms - Orkane und Tornados im Klimawandel

17. April 2018

Am 18. Januar 2018 zog das Orkantief Friederike als schwerer Sturm mit Orkanböen von Westen durch Irland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Belgien und Deutschland bis nach Polen. Zehn Menschen starben, der versicherte Schaden betrug eine Milliarde Euro. Der Sturm war der stärkste in der Mitte Deutschlands seit dem Orkan Kyrill im Jahre 2007.

Wie häufig ist in Zukunft mit derlei extremen Wetterlagen zu rechnen? Müssen zum Beispiel Stahlgebäude oder große Brücken anders konstruiert werden? Wie können sich Gemeinden in ländlichen Regionen besser auf Wetter einstellen, das Dauerregen bringt und wie in den letzten Monaten Wiesen, Ackerflächen und Baumschulgebiete unter Wasser setzt? Sind die bisher geplanten Deicherhöhungen an der Küste ausreichend?

Wie wirken sich Windmassen auf Bauwerke mit Denkmalschutz aus, müssen wir bald viele bestehende Gebäude oder Brücken sanieren und neue Bauten verstärken? Darüber wollen wir am 17.04.2018 im Haus der Wissenschaft in Braunschweig diskutieren.

Die Experten auf dem Podium:

  • Andreas Friedrich, Deutscher Wetterdienst Offenbach
  • Univ.-Prof. Dr. sc. techn. Klaus Thiele, Institut für Stahlbau, TU Braunschweig
  • Prof. Dr.-Ing. habil. Nils Goseberg, Leichtweiß-Institut für Wasserbau, Abt. Hydromechanik und Küsteningenieurwesen, TU Braunschweig 

Moderation: Ferdinand Klien

Emissionsfrei aber umweltschädlich? Vor- und Nachteile der E-Mobilität

07. November 2017

Dieselgate brachte es an den Tag: wir brauchen dringend neue Formen der schadstoffarmen Mobilität, nicht nur in den Ballungsräumen, sondern auch in den Regionen! Denn die seit Jahren ansteigende Stickstoffbelastung führt zu erhöhten Gesundheitsrisiken.

1950 fuhren rund 600.000 PKW auf deutschen Straßen, heute sind es fast 47 Millionen. Mobilität bedeutet immer häufiger Stau. Welche Chancen für ein abgasarmes Fortkommen bieten Fahrradschnellwege, Car-Sharing und die Wiedereinführung von Straßenbahnen, E- und Oberleitungsbussen?

Noch liegt der Marktanteil von e-Mobilen bei etwas über 1%. Welche Änderungen in der Infrastruktur des Stromnetzes sind notwendig, um in Zukunft eine Million Autos mit Batterieantrieb und mehrere Millionen von E-Bikes schnell zu laden? Wie viel CO2 entsteht bei der Produktion solcher Batterien und wie lange können sie überhaupt zum Einsatz kommen?

In drei Bundesländern laufen zurzeit erste Pilotversuche für schwere LKW mit Stromantrieb. Wie kann darüber hinaus durch den Einsatz von Kleinlastern und Cargo Pedelec -Versionen die Verteilung von jährlich drei Milliarden Paketen gerade in den Ballungsräumen optimiert werden?

Wie schnell lässt sich eine umweltfreundliche Mobilität verwirklichen? Darüber wollen wir am 07.11.2017 im Haus der Wissenschaft in Braunschweig diskutieren.

Die Experten auf dem Podium:

  • Dr. Martin Kahmann, Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Braunschweig
  • Udo Lambrecht, Institut für Energie- und Umweltforschung, Heidelberg
  • Dr. Kirstin Lindloff, Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin
  • Prof. Dr.-Ing. Thomas M. Cerbe, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Salzgitter

Moderation: Ferdinand Klien

Ausschreitungen, Mobbing, Übergriffe: Verändert sich die Gewalt in Deutschland?

20. Juni 2017

Mord, Totschlag, Sexualdelikte, schwere Körperverletzung: die Zahl von Gewaltverbrechen ist laut der neuesten Kriminalstatistik deutlich gestiegen.

Die größte Steigerungsrate verzeichnen Mord- und Totschlags-Fälle. Aber auch Sexualdelikte und Körperverletzungen haben im vergangenen Jahr zugenommen. Nicht zuletzt scheinen auch Beleidigungen, üble Nachrede und Mobbing eine größere Rolle in unserem Alltag zu spielen. Laut einer PISA-Studie wird in Deutschland inzwischen fast jeder sechste Jugendliche regelmäßig von seinen Mitmenschen gemobbt. Die psychische Gewalt ist zwar weniger auffällig als die körperliche, hinterlässt aber ebenfalls tiefe Verletzungen bei den Betroffenen.

Auch die Entwicklung der körperlichen Gewalt hat die Forscherinnen und Forscher alarmiert: Das Gewaltspektrum reicht von Angriffen auf Lehrerinnen und Lehrer über Waffen in Schulen bis hin zu Amokläufen wie in Winnenden und Erfurt. Mehr als früher geht es daher auch in der Wissenschaft inzwischen darum zu untersuchen, ob junge Menschen heute eher zu Gewalttaten neigen als früher.

Haben sich die Werte in unserer Gesellschaft verändert? Hat sich in Deutschland ein neues Verhältnis zur Gewalt entwickelt? Und falls das so sein sollte: Was sind die Gründe dafür? Welche Präventions-Methoden könnten in der Zukunft helfen?

Die Sendung zum Nachhören auf NDR Info

Das Plastik-Problem Lässt es sich noch lösen?

25. April 2017

Plastik ist zwar auch ein Erfolgsprodukt – aber was unsere Natur und Gesundheit  angeht, ist es ein immer größer werdendes Problem!
Ob in der Wohnung, im Büro oder im Auto: Gegenstände aus Plastik befinden sich überall. Sie lassen sich zwar wegwerfen, allerdings deutlich schwieriger entsorgen: Ihre Zersetzung dauert 100 bis 500 Jahre.

Die Folgen sind bekannt: Der Plastikmüll sammelt sich in allen Lebensräumen der Erde. Sollte die Zersetzung einmal begonnen haben, macht es die Situation auch nicht besser: Erst sind es kleine Kunststoffkörnchen und schließlich das für unser Auge unsichtbare Mikroplastik, das sich überall verbreitet.  

Auch in unseren Meeren landen Millionen Tonnen von Plastikmüll. Tiere verfangen sich darin, verhungern auf Grund von Plastikteilchen, die ihr Verdauungssystem blockieren oder nehmen mit dem Mikroplastik auch die gesundheitschädlichen Stoffe auf, die daran haften. Letztendlich landen die durch die Nahrungskette später möglicherweise wieder auf unseren Tellern.

Können wir uns und unseren Planeten vor dem vergiftenden Plastikmüll überhaupt noch schützen? Können wir das Plastik entfernen? In unseren Meeren, unseren Lebensmitteln oder Kosmetika?

Lässt sich unser  Plastik-Problem noch lösen?

Mitschnitt der Diskussionsveranstaltung zum Anhören auf NDRinfo

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