KinderWissen (Foto: ©Florian Koch)

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Die Hummel

20.06.2024

ine pelzige Hummel fliegt zu einer großen blau blühenden Pflanze, dem Natternkopf. Hummeln und die Pflanze sind zusammen zurzeit nicht nur ein toller Anblick, sondern zugleich hört man auch das typische Gebrumm des Insekts. Die Hummeln ist die große „Schwester“ der Honigbiene. Auch Hummeln bilden Staaten, in denen sie ihre Nachkommen aufziehen. Allerdings sind diese Staaten sehr viel kleiner als bei der Honigbiene. Hummeln sind von großer Bedeutung für die Bestäubung vieler Pflanzen. In Niedersachsen findet man nur sieben häufige Hummelarten in Gärten. Weitere Arten stehen auf der roten Liste und sind gefährdet. Warum sind einige der Hummelarten bedroht? Hummeln brauchen genau wie Bienen eine insektenfreundliche Umgebung. Sie benötigen Pflanzen, die am besten zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Das ist in vielen Bereichen nicht mehr gegeben, sodass Hummeln oft nicht genug Nahrung finden. Das Hummeljahr beginnt im Frühjahr. Nur die Königinnen überstehen den Winter und beginnen ganz allein einen neuen Staat zu bilden. Die Erdhummel sucht sich dafür ein altes Mauseloch und legt dort die ersten Wachstöpfchen mit Vorräten an. Dann legt sie Eier und umhüllt diese mit Wachs. Aus diesen Eiern schlüpfen Arbeiterinnen. Ein Staat kann dann in der Hochsaison bis zu 500 Tiere stark werden. Erst später im Jahr kommen Jungköniginnen und Drohnen hinzu. Nur die befruchteten Königinnen suchen sich ein Versteck für den Winter. Vielen Menschen sind die Hummeln sympathisch. Einerseits wegen ihres Aussehens, andererseits weil sie nicht so leicht stechen. Tatsächlich könnten weibliche Hummeln auch stechen. Sie tun es nur sehr viel seltener als Wespen oder Bienen.