KinderWissen (Foto: ©Florian Koch)

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Unser Besserwisser-Archiv

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Kuckuck ruft’s

23.05.2024

Beim Spaziergengehen in Riddagshausen habe ich den Kuckuck ganz laut rufen gehört. Natürlich habe ich dann gleich nach meinem Geld geschaut. Die Freude ist groß, jetzt werde ich – so der Aberglaube – das ganze Jahr Geld haben! Nur das Kuckucksmännchen setzt sich auf einen möglichst hohen Baum und singt von dort aus immer wieder seinen Namen. Der fleißige Sänger versucht dadurch, ein Weibchen auf sich aufmerksam zu machen. Die Kuckucke verbringen den Winter in Afrika und kehren bis Anfang Mai zurück. Das Weibchen beobachtet die Nester möglicher Wirtsvögel und legt dann ganz schnell ein eigenes Ei in das fremde Nest. Wenn das Küken schlüpft, wirft es alle Eier oder auch die Küken aus dem fremden Nest. Es wird dann von den Wirtseltern gefüttert. Nicht immer bleibt jedoch das fremde Ei unentdeckt und wird dann von den aufmerksamen Wirtseltern entfernt. Erstaunlicherweise ähneln die Eier, die das Kuckucksweibchen legt, den Eiern, die schon im Nest liegen. Die Eier des Gartenrotschwanzes sind bläulich gefärbt. Bestimmte Kuckucksweibchen, die nur blaue Eier legen, haben sich daher auf den Gartenrotschwanz spezialisiert. Andere Kuckucksweibchen legen weißliche Eier mit Sprenkeln und bevorzugen daher andere Vogelarten. Vogelkenner beobachten, dass die Zahl der Kuckucke zurückgeht. Das hat zwei Ursachen: Der Kuckuck frisst Insekten, deren Anzahl stark abgenommen hat. Außerdem kommt er immer zur fast gleichen Zeit aus Afrika zurück. Die Wirtseltern fangen aber zum Teil früher an zu brüten. So kann das Kuckucksweibchen seine Eier nicht mehr am Anfang der Brut in die Nester legen. Der Bruterfolg bleibt aus.