KinderWissen (Foto: ©Florian Koch)

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Unser Besserwisser-Archiv

Neue Gedankenräume erobern.

Im Mittelalter

22.02.2024

Vielleicht hast du schonmal was vom “finsteren” Mittelalter gehört. Aber war die Zeit wirklich so finster? Im Vergleich zu unseren heutigen Lebensbedingungen erscheint uns das Mittelalter wahrscheinlich als unbequem und rückständig. Der Lebensstandard war zwar nicht allzu schlecht, jedoch mussten die Leute sich viel mehr mit täglichen Dingen beschäftigen, wie genug zum Essen zu haben. Noch mehr dazu erzählt uns Dr. Christoph Friedrich Weber von der TU Braunschweig:

“Die Menschen teilten sich Tag und Nacht ihre Räume und waren ständig Teil einer sozialen Gruppe oder geistigen Familie, wie in Bruderschaften, unter Nonnen, bei Rittern oder am königlichen Hof.” Das klingt für uns heute vielleicht anstrengend, aber für die Menschen des Mittelalters war das Alleinsein ungewohnt und es passierte so gut wie nie.

Für den Winter mussten immer genügend Mengen Holz zum Heizen besorgt werden. Draußen war es in den Wintern zu kalt und mit der frühen Dunkelheit ließen sich Aufgaben nur schwer erledigen, denn es gab noch keine elektrischen Lichtquellen. Deshalb hatte man viel Freizeit. Diese verbrachte man drinnen am Feuer und erzählte sich Geschichten. Nur die notwendigen Aufgaben wurden draußen erledigt.

Auch die Geräusche im Alltag waren anders, weil es zum Beispiel keine elektrischen Geräte gab. Durch Glockenläuten wurde viel signalisiert, beispielsweise wie spät es war, wenn die Stadttore geschlossen wurden oder um vor drohender Gefahr zu warnen. 

Erst im Verlaufe des Mittelalters entstanden viele wichtige Einrichtungen, die das tägliche Leben der Menschen erleichterten, darunter Mühlen, Schmieden und ganze Dörfer.

Autor*in: Shirley Mylius
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am 22.02.2024)

Frühlingsboten

15.02.2024

Als neulich endlich wieder die Sonne schien, habe ich mich richtig gefreut. Geht es dir genauso? Jetzt erscheinen viele Pflanzen und Tiere, die richtige Frühlingsboten sind, oder? Ganz vorne sind das für mich die Krokusse. Sie blühen in Lila, Blau, Gelb und Weiß. Fast wie ein Vorbote zu Ostern mit den bunten Ostereiern. Krokusse sind zwar alle angepflanzt worden und kommen bei uns nicht wild vor. Sie sind aber trotzdem wunderschön. Viele blühende Pflanzen sind auch eine wichtige erste Nahrungsquelle für Insekten. Dazu gehört die Salweide, die wunderbar weiche Kätzchen ausbildet, die gerne als Ostersträuße verkauft werden. Ein Tagpfauenauge habe ich auch schon flattern gesehen. Wahrscheinlich hat der Schmetterling irgendwo im feuchten Keller überwintert. Nur ganz wenige Tagfalterarten überleben den Winter in Deutschland als Schmetterling. Am besten kann dabei der Zitronenfalter zurechtkommen. Dabei benutzt er einen cleveren Trick. Er scheidet sehr viel Wasser ab und friert so nicht so leicht ein. Und was machen andere Schmetterlingsarten? Sie überstehen den Winter als Raupe, Puppe oder Ei. Schon bald kommen auch die Igel wieder aus ihren Verstecken hervor, und die Frösche und Kröten treten ihre Wanderschaft an. Ob die Störche schon zurück sind? Geh doch mal in Riddagshausen oder anderen Orten mit Storchennestern mit Fernglas nachgucken!