KinderWissen (Foto: ©Florian Koch)

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Unser Besserwisser-Archiv

Neue Gedankenräume erobern.

Alles grün?

13.06.2024

Woher weißt du, dass es deinen Pflanzen gut geht? Dr. Nora Roesky vom Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und urbanem Grün des JKI hat einige Tipps dazu: „Um sicherzustellen, dass deine Pflanzen genug Wasser und Sonnenlicht bekommen, solltest du sie aufmerksam beobachten.“ Haben die Pflanzen kräftige und grüne Blätter und es wachsen neue Zweige oder Blüten, dann bekommen sie ausreichend Nährstoffe durch ihre Erde und genügend Wasser und Licht. Wenn sich auf den Blättern gelbe Flecken oder Ränder bilden, fehlen Nährstoffe und es wird Zeit zu düngen. „Zusätzlich kann man in der Blumenerde fühlen, ob die Pflanze genug Wasser hat.” Jede Pflanze hat ihre eigenen Bedürfnisse. Was sie zum Wachsen und Gedeihen braucht, ist also unterschiedlich. Tomaten benötigen eine nährstoffreiche Erde. Erdbeeren hingegen brauchen anfangs weniger Nährstoffe und vor allem weniger Salze. Indem du verstehst, was jede Pflanze braucht, kannst du ihr helfen, stark und gesund zu werden. Es ist, als würdest du dich um deine Freunde kümmern und darauf achten, was ihnen gut tut. Muss man Unkraut aus dem Garten entfernen? „Es ist eigentlich nicht so wichtig Unkraut komplett loszuwerden.“ Einige Unkräuter kann man sogar essen und sie sind zudem sehr gesund, dazu zählen Knoblauchsrauke, Gundelrebe oder Giersch.

Allerdings hindert Unkraut das Wachstum anderer Pflanzen, da diese oft von dem ganzen Unkraut überwuchert werden. „Aufgrund dessen drängeln sich die Pflanzen und das Unkraut darum, wer den sonnigsten Platz bekommt.”

Autor*in: Shirley Mylius
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am 13.06.2024)

Wer ist Nemo?

06.06.2024

Im US-Animationsfilm „Findet Nemo“ spielt ein Clownfisch mit dem Namen Nemo die Hauptrolle. Clownfische haben einen orangen Körper mit einer sehr auffälligen schwarz-weißen Bänderung. Das Weibchen ist viel größer als das Männchen. Sie leben in Korallenriffen und kommen im Westpazifik und indischen Ozean vor. In Riffen gehen sie eine enge Verbindung mit einer Anemone ein. Diese Gemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen nennt man Symbiose. Die Anemone ist ein Tier, das eher aussieht wie eine Pflanze, aber gefährliche Tentakeln besitzt. Wenn der Clownfisch in Gefahr ist, versteckt er sich zwischen den Tentakeln. Auch der Clownfisch kümmert sich um seine Anemone. Er verteidigt sie vor Angreifern, putzt die Tentakeln und ernährt sie durch seine Nahrungsreste. Gegen das Gift, das über die Tentakeln verbreitet wird, schützt ihn eine Schleimschicht, die die Anemone für ihn produziert. Clownfische können im Laufe des Lebens ihr Geschlecht ändern, da sie Anlagen für das weibliche und männliche Geschlecht in sich tragen. Jungfische sind zuerst männlich. Sie können aber im Laufe ihres Lebens zu Weibchen werden. Im Riff leben sie als Paar oder in kleinen Haremsgruppen zusammen. Im Harem lebt nur ein Weibchen, die anderen Clownfische sind Männchen. Stirbt das Weibchen, wird ein Fisch aus dem Harem zum Weibchen.

Clownfische, von denen es mehrere Arten gibt, findest du in vielen Meeresaquarien. Solche Aquarien gibt es im Naturhistorischen Museum in Braunschweig und im Wolfsburger Phaeno. Clownfische in diesen Aquarien stammen aus Nachzuchten. Schau dir doch einmal von Nahem an, wie einzigartig diese Lebensgemeinschaften sind.