Presse (Foto: ©Studierende der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Martina Lienhop)

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04.11.2019

Vulkanismus aus Eis und Schlamm – überraschende Ergebnisse der DAWN-Mission

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Astroherbst laden das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Haus der Wissenschaft Braunschweig am 11. November 2019 um 19 Uhr in die Aula des Haus der Wissenschaft ein. Dr. Wladimir Neumann vom Institut für Planetenforschung des DLR in Berlin berichtet über überraschende Ergebnisse der Asteroidenmission DAWN der NASA. Es geht um die Entdeckung einer seltsamen Form von Vulkanismus auf dem Kleinplaneten Ceres, wo Massen aus Eis und Schlamm eigentümliche „Vulkanberge“ wie den Ahuna Mons geformt haben. Das Verständnis dieser Phänomene ist wichtig für das Verständnis der Entstehungsgeschichte des Sonnensystems insgesamt.

Nicht nur die Monde von Jupiter und Saturn, sondern auch die größeren Asteroiden sind offenbar geologisch viel aktiver, als man früher geglaubt hatte. Während es bei den Monden der Riesenplaneten die Verformung durch Gezeitenkräfte ist, die dort flüssige Ozeane unter einer Eisdecke ermöglicht sowie Vulkane und Geysire aktiv sein lässt, gibt es bei den Himmelskörpern im Asteroidengürtel diese Energiequelle nicht. Die Frage, welche Effekte hier wirken, ist wichtig für das Verständnis der Geschichte des Sonnensystems. Der größte dieser Körper ist der Kleinplanet Ceres, der in den Jahren 2015-2018 intensiv von der amerikanischen Raumsonde DAWN aus nächster Nähe untersucht worden ist, wobei der rätselhafte Eis-Schlamm-Vulkanismus vor allem an dem Berg „Ahuna Mons“ entdeckt wurde.
Die DAWN-Mission war die erste Forschungsmission im Sonnensystem, bei der das Raumfahrzeug nacheinander zwei verschiedene Himmelskörper (Vesta und Ceres) anflog und auch um beide jeweils in eine stabile Umlaufbahn ging. Diese aktiven Bahnmanöver im Asteroidengürtel waren möglich, weil die Sonde neben konventionellen Hydrazin-Triebwerken auch drei leistungsfähige Ionen-Triebwerke an Bord hatte.
Das Kamerasystem der Raumsonde war unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen entwickelt worden. Entscheidende Beiträge kamen vom Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze (IDA) der TU Braunschweig und vom Institut für Planetenforschung des DLR in Berlin-Adlershof.
Aus dem letztgenannten Institut kommt auch der Referent, Dr. Wladimir Neumann. Er ist dort wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Planetenphysik und war ganz maßgeblich an der Auswertung der Beobachtungen der DAWN-Mission am Kleinplaneten Ceres beteiligt.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe erhalten Sie unter: https://www.hausderwissenschaft.org/wissens-welle/astroherbst.html.  

Termin:
Astroherbst
Vulkanismus aus Eis und Schlamm - überraschende Ergebnisse der DAWN-Mission
Montag, 11. November 2019, 19 Uhr
Haus der Wissenschaft Braunschweig, Pockelsstr. 11, Aula (3. Stock)
Referent: Dr. Wladimir Neumann, Institut für Planetenforschung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Berlin
Der Eintritt ist frei.


Astroherbst
Astroherbst widmet sich an fünf Montagen im Herbst den Entwicklungen der Astronomie und neuesten Erkenntnissen in der Raumfahrtforschung. Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert das Haus der Wissenschaft Braunschweig renommierte Expertinnen und Experten, die den heutigen Stand von Forschung und Technik erläutern. Im Anschluss an die Vorträge können Fragen an die Referentinnen und Referenten gestellt und diskutiert werden.

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Das DLR ist das nationale Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrt-Agentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem fungiert das DLR als Dachorganisation für den national größten Projektträger.

Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH
Das Haus der Wissenschaft Braunschweig ist eine Plattform für den Dialog der Wissenschaft mit anderen gesellschaftlichen Bereichen. Es fördert die Wissenschaftskommunikation und die fächerübergreifende Vernetzung der Wissenschaft mit Wirtschaft, Kommunen, Bildungsträgern und Medien sowie mit der interessierten Öffentlichkeit. Als Experimentier- und Lernort bietet es spannende Veranstaltungen und Ausstellungen für Menschen jeden Alters.

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Für Rückfragen:
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Vanessa Krogmann
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