Luftfahrt der Zukunft

Luftfahrt der Zukunft

Neue Gedankenräume erobern.

Luftfahrt der Zukunft

Die Luftfahrt der Zukunft entsteht in der Gegenwart. Seit mehr als 75 Jahren forschen in Braunschweig Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an neuen Anwendungen und Lösungen für die Luftfahrt. Aus diesem Grund laden die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Niedersächsische Forschungszentrum für Luftfahrt (NFL) und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) zu einer Vortragsreihe ein.

Pilot*innen, Wissenschaftler*innen und Industrievertreter*innen berichten unter anderem in Vorträgen und auf Exkursionen über ihre Arbeit und geben einen Ausblick auf das Fliegen in Gegenwart und Zukunft.

- Absage der Veranstaltungen 2020 - Mitteilung des Luftfahrt der Zukunft-Teams:

Liebe Gäste und Freunde von Luftfahrt der Zukunft,

das Jahr 2020 ist für uns alle durch SARS-CoV-2/COVID-19 geprägt. Im Januar haben wir uns noch auf das zehnte Jahr "Luftfahrt der Zukunft" gefreut. Jetzt müssen wir Ihnen die Absage aller Veranstaltungen in 2020 bekannt geben.
Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, gibt Ihnen, den Referentinnen und Referenten und uns aber Sicherheit in der Planung in dieser unsicheren Zeit.

Die frohe Botschaft lautet allerdings: Die Vorbereitungen für das Jahr 2021 laufen! Das Programm werden wir Ihnen, wie gewohnt, Ende des Jahres vorstellen. Es wird in reduzierter Form stattfinden, aber wir sind uns sicher: Jede und jeder von Ihnen wird ein interessantes Thema finden.

Automatisierung in der Luftfahrtindustrie Die Veranstaltung fällt aus.

29. Juni 2020

Eine wesentliche Herausforderung für die Produktion von Flugzeugen ist die Bearbeitung und Montage von Bauteilen unterschiedlichster Größe. Diese kann wenige Millimeter aber auch Größen von 20 Metern Länge haben. Andererseits weisen die lasttragenden Strukturen von Flugzeugen naturgemäß sehr kleine Toleranzen auf. Zulässige Abweichungen vom Konstruktionsoptimum betragen oft nur ± 0,2 Millimeter und sind manchmal sogar noch geringer. Automatisierungslösungen müssen diese Anforderungen meistern. Dazu werden sie kontinuierlich weiterentwickelt.

Der Fokus liegt u.a. auf sich verändernden Produktionsverfahren, aber auch auf dem Menschen und hinreichender Präzision. Dieser Vortrag zeigt relevante Technologien sowie beispielhafte Anwendungen, mit welchen die Anforderungen der Flugzeugproduktion heute und in Zukunft gemeistert werden können.

Referent:

  • Dr. Dirk Niermann, Automatisierung und Produktienstechnik, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik, Stade

Die Zukunft des Fliegens Die Veranstaltung ist abgesagt.

25. Mai 2020

Update: Die Veranstaltung fällt aus. 

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Die Zukunft des Fliegens, wird angesichts der derzeitigen technologischen Umwälzungen viel weniger von einzelnen Technologiesprüngen abhängen, sondern in einer vernetzten und digitalisierten Welt neuer Wertschöpfungsketten sich behaupten müssen. Umwelt, Naturschutz,
gesellschaftliche Akzeptanz, aber auch neue Funktionen der Künstlichen Intelligenz fordern unsere Industrie heraus. AIRBUS Defence & Space steht diesen Herausforderungen in allen Geschäftsfeldern gegenüber. Aber eingebettet in der AIRBUS Group, und mit den Geschäftsfeldern Sicherheit, Luftfahrt und Raumfahrt, verfügt AIRBUS Defence & Space über eine Kompetenzbreite, die nun in der richtigen Weise vernetzt und zum Zusammenspiel mit Forschungseinrichtungen und mittelständischen Unternehmen gebracht werden muss. Luftfahrt, genauso wie Raumfahrt und Verteidigung müssen neu gedacht werden. Der Vortrag wird kurz die Strategie und Methoden mit denen AIRBUS auf diese Trends im Forschungs- und Entwicklungsbereich reagiert beleuchten und den wichtigen Zusammenhang mit Forschungsprogrammen wie NFL oder LuFo darstellen.

Referentin:

  • Dr. Sabine Klauke, Airbus Defence & Space, Toulouse

Ingenieur und Pilot Die Veranstaltung fällt aus.

27. April 2020

Update: Die Veranstaltung fällt aus. 

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Welche Möglichkeiten habe ich, die Ausbildung zum Berufspiloten mit einem Ingenieurstudium zu kombinieren?
In diesem Vortrag für zukünftige Luftfahrergenerationen wird diese Frage beantwortet. Dabei gibt es, wie so oft, mehrere Wege, die zum angestrebten Ziel führen.

Zwei frische Berufspiloten mit Master-Abschlüssen in Studiengängen der Luftfahrttechnik stellen einige dieser Wege im Vergleich vor und berichten über ihre Erfahrungen aus der Fliegerei und dem Ingenieurwesen. Dabei gehen sie unter anderem auf zu überwindende Hürden und unterschiedliche Fokussierungen ein, um das gegenseitige Verständnis für beide Berufszweige zu fördern.

Im Ausblick folgen konkrete Vorschläge zur besseren Abstimmung von Pilotenausbildung und Ingenieurstudium.

Referenten:

  • Maximilian Pichler, First Officer A320, Germanwings
  • Lars Wandrey, First Officer A320, Austrian Airlines​​​​​​

Ein klimafreundliches Kurzstreckenflugzeug

30. März 2020

Die Veranstaltung am 30. März 2020 ist abgesagt. Das geplante Thema wird 2021 wieder ins Programm von Luftfahrt der Zukunft aufgenommen. 

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Ein smartes, klimafreundliches Kurzstreckenflugzeug: Wie sieht es aus?

Die Luftfahrt gilt seit jeher als ein besonders innovativer Zweig der Verkehrswirtschaft - mit entsprechend fortschrittlicher Technologie. Momentan sind jedoch auch die Emissionen in den Fokus geraten, die die entsprechend bewährte, in Grundzügen jedoch "alte" Technologie aus dem Flugzeugs- und Triebwerksbereich im aktuellen Betrieb verursacht und die im Ruf stehen klimaverändernd zu wirken.

Wenngleich der Luftverkehr weltweit nur etwa 2-5 % an der gesamten CO2-Erzeugung ausmacht, ist es der Luftfahrtindustrie bis heute nicht gelungen, ihre Selbstverpflichtung der ACARE Vision 2020 wie geplant bis zum Jahr 2020 umzusetzen. Diese verlangte von aktuell neuen Flugzeugen eine Reduktion des Treibstoffverbrauches sowie der begleitenden Klimaemissionen von 50 %, gemessen an einem Technologiestand von 2000.

Bis heute erreicht wurden bei den besten Flugzeugen für die Kurz- und Mittelstrecke lediglich 20 % Reduktion. Dies belegt, dass in jeden Fall bei Verkehrsflugzeugen Innovationen in Angriff zu nehmen sind, damit ein innovationsfreundlicher, klimakonformer und auch günstiger Luftverkehr in Europa für alle nutzbar bleibt.

Wie diese Innovationen aussehen könnten und ein Verkehrsflugzeug, das diese smart in sich vereint, dabei mehr als 150 Passagiere befördert, eine typische Reichweite hat, die europäische Strecken abdeckt, und dazu insgesamt klimafreundlich arbeitet, darauf möchte der Vortrag Antworten geben.

Referent:

  • Malte Schwarze, in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen

Perlan Projekt Wellenreiten in der Stratosphäre

24. Februar 2020

Das Perlan Projekt ist eine gemeinnützige Organisation zur luftfahrttechnischen Erforschung und Erkundung von atmosphärischen Begebenheiten in sehr großer Höhe unter Verwendung eines Segelflugzeugs. Um mit dem Segelflugzeug bis in die Stratosphäre vorzudringen, werden atmosphärische Wellen genutzt.

Als der Gründer des Perlan Projekts, Einar Enevoldson, Ende der 80er Jahre nach Deutschland kam, um den von der Firma Grob entwickelte Höhenforschungsflieger G-520 Egrett als Testpilot zu erproben, entdeckte er bei der DLR zufällig ein an der Wand hängendes Bild, was eine starke, atmosphärische Wellenstruktur über einem Gebirgszug in Schweden zeigte. Bei genauer Betrachtung erkannte er, dass diese Welle bis in die Stratosphäre von ca. 23km reichte.

Das Bild wurde von Dr. Wolfgang Renger in den 60er Mittels einem LIDAR Sensor (Laser) aus einer Transall heraus aufgenommen. Einar, begeisterter Segelflieger holte weitere Erkundungen ein, um zu klären, ob diese Wellen mit einem Segelflugzeug erflogen werden können. Über die Jahre hinweg reifte daraus das Perlan Projekt, dessen Name auf die perlenartige Farbe zurückzuführen ist, die die Wolken, welche bei dieser Art der Wellen entstehen, aufgrund der Lichtbrechung der Eiskristalle annehmen.

Referent:

  • Lars Bensch, Flugtestingenieur und Mitglied des Forschungsprojekts Perlan II, Airbus Hamburg

Podiumsdiskussion: Fluglärm Aktuelle Herausforderungen und zukünftige Lösungen

27. Januar 2020

Der vom Luftverkehr ausgehende Fluglärm ist ein stetes Thema zwischen Behörden, Flughäfen und der Bevölkerung.
Die von der EU-Kommission sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie gemeinsam erarbeitete Forschungs- und Innovationsstrategie „Flightpath 2050“, will die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luftfahrt mit ehrgeizigen Zielen zum Umweltschutz stärken.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Reduzierung von Emissionen, insbesondere des Fluglärms. Dieser soll im Jahr 2050 um 65 Prozent unter den Wert des Jahres 2000 gesenkt werden. Gleichzeitig wird auf eine Leistungssteigerung beim Management des europäischen Flugverkehrs gesetzt, mit der mindestens 25 Millionen innereuropäische Flüge pro Jahr abgewickelt werden können.

Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen haben wir zu erwarten, wie gehen Flughäfen damit um und welche Konzepte und Lösungen liefert die Forschung, um diesen Herausforderungen zu begegnen?

Es diskutieren:

  • Dr. Ullrich Isermann, Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik, DLR Göttingen
  • Dr. Raoul Hille, Geschäftsführer Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH
  • Eric Oehlmann, Leiter des Referats Luftverkehr, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung

Moderation:

  • Andreas Schütz, Pressesprecher des DLR

DLR Forschungsflugzeug iSTAR Flugversuche in einer neuen Dimension

09. Dezember 2019

Das DLR betreibt mit 11 Flugzeugen die größte Flotte an Forschungsflugzeugen in Europa. Das neueste Mitglied wird - unter dem Namen "iSTAR - in-flight Systems and Technologies Airborne Research" - Ende 2019 an das DLR ausgeliefert und mit einer hochgenauen Luftdatenmessanlage sowie einer Testflug-Instrumentierung, die die hoch auflösende Messung der Strukturbelastung an allen wichtigen Komponenten des Flugzeuges erlaubt, ausgestattet. Hinzu kommt ein experimentelles Fly-by-Wire-System, das die direkte Steuerung aller aerodynamischen Steuerflächen sowie von Schub, Radbremsen und Bugrad erlaubt.

Mit dieser einzigartigen Ausstattung wird iSTAR universell verwendbar für eine Vielzahl von Erprobungen. Dazu zählen die Inflight-Simulation der Flugeigenschaften und -leistungen gänzlich neuer Flugzeugkonfigurationen, die Erprobung aller Varianten des unbemannten Fliegens, sowie die vollständige Digitalisierung des Flugzeuges von der aerodynamischen Beschreibung, bis hin zu neuen virtuellen Zulassungsmethoden.

Das DLR realisiert damit eine weltweit einzigartige Plattform für zukunftsweisende Forschung in der Flugphysik, der Flugsteuerung und Flugführung sowie der unbemannten Luftfahrtsysteme.

Referent:

  • Dr. Burkard Wigger, Leiter Flugexperimente DLR Braunschweig und Oberpfaffenhofen

Leichtwerk AG Aircraft Design between Research and Industrialization

25. November 2019

Die Leichtwerk AG wurde 1996 mit dem strategischen Ziel gegründet, vollständige Flugzeugsysteme entwickeln und zulassen zu können. Der Flugzeugentwurf braucht eine Vielzahl von Kompetenzen.
Dazu gehören die Aerodynamik und Aeroelastik, die Flugdynamik, Lastberechnung, Design und Strukturberechnung, der Prototypenbau, Boden- und Flugversuche sowie die genehmigten Verfahren zur Absicherung der Entwicklung.

Technologien für zugelassene und damit industriell nutzbare Flugzeuge erfordern einen hohen nachgewiesenen Reifegrad. Gleichzeitig können Fortschritte nur durch den Einsatz neuer Verfahren erreicht werden. So haben im Entwurf leichter Flugzeuge komplexe Systeme Einzug gehalten. Automatische, von einem ‚Remote Pilot‘ gesteuerte Flugzeuge verlangen die Integration komplexer Soft- und Hardware. Die Grundlagen der Lufttüchtigkeit müssen z.B. für elektrische Antriebe und den automatischen Flug erst definiert werden.

Die Leichtwerk AG befindet sich daher ständig im Spannungsfeld zwischen Forschung, Entwicklung und Industrialisierung. Im Rahmen des Vortrages werden die daraus entstehenden Chancen und Risiken erläutert.

 

Referent:

  • Dr. Reiner Kickert, Leichtwerk AG Braunschweig

Airbus Single Aisle Step Change eine neuartige Strukturmontagelinie in Hamburg

28. Oktober 2019

Airbus gehört zu den größten Flugzeugherstellern der Welt. Die Auftragsbücher sind seit Jahren und auf Jahre hinaus gut gefüllt.

Airbus hat in den vergangenen Jahren die Produktionsraten der erfolgreichen A320-Familie kontinuierlich gesteigert und die Kernkompetenzen der verschiedenen Standorte ausgebaut. In Hamburg sind dies Innovationen bei Rumpf, Kabine, Systemen und Montage sowie Forschung und Entwicklung.

Außerdem wurde in der Strukturmontage ein „StepChange“-Projekt ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich nicht um eine einzelne große Veränderung, die zu den Projektzielen und dem Projekttitel führt. Sondern es ist vielmehr die Kombination verschiedenster Veränderungen in unterschiedlichen Bereichen, die zu dem „StepChange“ führen. Im Projekt wurde die komplette DNA einer Flugzeug-Strukturmontage von Grund auf in Frage gestellt, in ihre Einzelteile zerlegt, mit neuen Elementen angereichert und neu zusammengesetzt. In diesem Vortrag werden die übergeordnete Situation und die notwendigen Herangehensweisen an ein solches Projekt erläutert. Ferner werden Parallelen zu „Airbus Future Factory“ gezogen.

 

Referent:

  • Sven Lutze, SA TKS Aft fuselage manager, Step Change SA Industrialization - DAD, Airbus Hamburg

Drohnen in der Stadt Entwicklung und Demonstration eines urbanen Luftverkehrssystems für unbemannte Flugsysteme

30. September 2019

In einem zukünftigen Luftraum-Managementsystem für unbemannte und bemannte Luftraumteilnehmende müssen – insbesondere in urbanen Gebieten – viele Randbedingungen beachtet werden, um einen sicheren und zugleich effizienten Betrieb zu gewährleisten. Neben der großen Diversität der Fluggeräte ergeben sich hierbei auch aus Flugbeschränkungsgebieten besondere Anforderungen. Im Rahmen des Projektes City-ATM entwickelt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit externen Partnern ein dichte-basiertes Luftraum-Managementkonzept. Dieses Konzept schließt angepasste Flugregeln, Anforderungen an Mindestabstände und den Einbezug der Leistungsprofile der (unbemannten) Luftfahrzeuge ein. Des Weiteren sieht das Konzept eine robuste Kommunikations-, Navigations- und Überwachungsinfrastruktur vor. Das DLR implementiert mit seinen Partnern das neue City-ATM-Konzept mit Prototypen und führt in verschiedenen Entwicklungsstufen Validierungen und Demonstrationen mit Flugerprobungen durch. Ergebnisse der ersten Flugdemonstrationen werden in dem Vortrag vorgestellt.

Referent:

  • Dr. Alexander Kuenz, Institut für Flugführung, DLR Braunschweig