Besserwisser-Artikel (Foto: ©Klartext Verlag, Friedeberg)

Besserwisser-Artikel

Besserwisser-Artikel

für Jung und Alt

Neue Gedankenräume erobern.

Brettspiel "Wissen für morgen"

Was bitte sind Dingos? Wann wurde der erste programmgesteuerte Computer gebaut? Und wie viel Wasser wird eigentlich für die Herstellung einer Jeans benötigt? Ihr wollt Antworten auf diese und viele weitere spannenden Fragen? - Im Rahmen des FSJ-Kultur hat unsere FSJlerin Jamila Ragus das Brettspiel "Wissen für morgen" entwickelt. Testet euer Wissen im Quiz und endeckt noch viele weitere Antworten.

Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid. Zum Spielen Zuhause könnt ihr euch hier ganz einfach kostenlos die Spielmaterialien herunterladen. Dazu gehören:

Ausdrucken braucht ihr nur den Spielplan, die restlichen PDF-Dateien empfehlen wir am Computer zu benutzen (weniger Papierverschwendung und einfacher in der Handhabung ;) ). Zusätzlich braucht ihr nur noch eine Spielfigur pro Person, einen Würfel, einen Timer, sowie Zettel und Stift und schon kann's los gehen! Viel Spaß beim Spielen!

So druckt ihr den Spielplan aus: Ladet euch die Datei Spielplan herunter. Da der Plan größer als ein Din A4 Blatt ist, stellt in den Druckeinstellungen am besten "Poster" ein, so könnt ihr den Spielplan auf 4 Seiten verteilt ausdrucken. Schneidet anschließend die einzelnen Teile des Plans aus und klebt sie z.B. mit Tesafilm zusammen.

Wenn ihr Feedback zum Spiel habt, schreibt uns eine Mail an info@hausderwissenschaft.org.

Besserwisser

Unser Alltag steckt voller Rätsel und spannender Fragen: Forschende erklären in kurzen Texten leicht verständlich, was es mit Phänomenen aus Wissenschaft und Alltag auf sich hat – und halten dabei die eine oder andere überraschende Erklärung - auch für Erwachsene - bereit.

Viren im Computer

Aktuell hört man den Begriff Virus überall. Aber nicht nur Menschen können einen Virus bekommen, sondern auch der Computer. Aber was genau heißt das? Ist der Computer dann auch krank, so wie wir Menschen?

Bei einem Computervirus handelt es sich nicht um einen Virus im biologischen Sinne. Der Computer bekommt also keinen Husten oder Fieber. Jonas Möller vom Institut für Systemsicherheit an der TU Braunschweig erklärt: „Ein Computervirus bezeichnet eine Datei, welche ein Schadprogramm enthält. Wird dieses ausgeführt, kann es auf dem Computer viel Schaden anrichten. Auf den Computer kann der Virus z.B. als Datei kommen, die man im Internet herunterlädt. Diese Datei repliziert, also vermehrt, sich danach, eben wie ein Virus. Jeder Computervirus kann andere Auswirkungen haben. Manche sind recht harmlos, beispielsweise kann ein Piepen hervorgerufen werden. Allerdings können Kriminelle mit Computerviren z.B. auch versuchen persönliche Daten zu löschen, zu stehlen oder zu verschlüsseln. Manchmal werden auch E-Mails veröffentlicht oder Geld wird erpresst.“

Um seinen Computer möglichst gut vor Viren zu schützen, sollte man immer aktuelle Software nutzen. Außerdem kann man ein Antivirenprogramm installieren. „Jeder Virus hat eine Signatur. Ähnlich wie die Polizei Verbrecher an ihren Fingerabdrücken erkennt, nutzt die Antivirensoftware eine große Datenbank mit Signaturen zum Abgleichen und erkennt so die Viren“, erklärt Jonas Möller.

Autor*in: Jamila Ragus
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 04.09.2021)

Rückschau

Was ist ein Austernfischer?

28.08.2021

Der Austernfischer ist ein Vogel, dem man an der Nordseeküste sehr häufig begegnet. Er sieht entfernt aus wie ein Mini-Storch. Denn er hat einen roten Schnabel und ist auch schwarz und weiß gefärbt. Er ist allerdings nur etwa so groß wie eine Krähe.

Da es auf der ostfriesischen Insel Baltrum Störche nur als seltene Gäste gibt, behaupten manche Bewohner, dass eben der Austernfischer statt des Storchs die Kinder bringt. Dabei wird schmunzelnd hinzugefügt: Natürlich würden dann drei Austernfischer auf einmal fliegen müssen, damit die kostbare Fracht auch ankommt.

Der Austernfischer hat einen einprägsamen Ruf. Er klingt wie ein lautes „kiwiep“. Entlang der Flüsse besiedelt er auch das Binnenland. Die Küstenvögel lieben Muscheln, aber auch Würmer und Insekten. Weiter weg von der Küste muss der Vogel auf andere Nahrung als Muscheln umsteigen. Aber auch auf der Jagd nach Regenwürmern beweist er sein Geschick. Er tappt mit beiden Füßen auf dem Boden herum, so dass die Regenwürmer anfangen, aus dem Boden zu flüchten – nur zu ihrem Pech oft in den Schnabel des geschickten Vogels.

An der Küste passt er sein Fressverhalten der Ebbe und Flut an. Weiter im Inland ist der Vogel nur am Tag aktiv. Aufgrund dieser Anpassungsfähigkeit ist der Austernfischer, obwohl er meist am Boden brütet, nicht gefährdet.

Autor*in: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 28.08.2021)

Warum bekommen wir einen Sonnenbrand?

21.08.2021

Wenn es im Sommer schön warm ist, geht man gerne raus und verbringt viel Zeit in der Sonne. Manchmal ist die Haut danach ganz rot und fängt an zu schmerzen, zu jucken oder sich abzupellen. Dann spricht man von einem Sonnenbrand.

Dr. Frauke Blaum, Oberärztin der Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie am Städtischen Klinikum Braunschweig, erklärt: „Ein Sonnenbrand entsteht, wenn man zu lange in der Sonne war. Die Sonne erzeugt nicht nur Wärme und Licht, sondern gibt auch UV-Stahlen ab. Diese Strahlung dringt in die Haut ein und kann nach längerer Zeit eine Veränderung der Haut hervorrufen. Diese ähnelt einer Verbrennung ersten bis zweiten Grades.“

Im Normalfall heilt ein Sonnenbrand innerhalb einiger Tage ab. Jedoch kann zu viel Sonneneinstrahlung im schlimmsten Fall unsere Zellen auch dauerhaft schädigen. Die Sonne aber aus Angst vor einem Sonnenbrand komplett zu meiden, wäre nicht gesund. „Die UV-Strahlen sind sehr wichtig für uns. In der Haut entsteht durch die Sonneneinstrahlung Vitamin D. Ein Vitamin D-Mangel kann uns traurig machen. Außerdem ist Vitamin D wichtig für das Zellwachstum“, erklärt Frauke Blaum. Wir sollten also Zeit in der Sonne verbringen, müssen aber darauf achten, uns keinen Sonnenbrand zu holen. Schützen können wir die Haut mit Sonnencreme und Kleidung mit UV-Schutz. Außerdem sollten wir darauf achten, intensive Sonnenstrahlung, z.B. mittags zu vermeiden.

Autor*in: Jamila Ragus
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 21.08.2021)

Warum Bienen wilden Wein mögen

14.08.2021

Es summt zurzeit im wilden Wein, der auch dreilappige Jungfernrebe genannt wird. Da dieser Wein Haftscheiben besitzt, wird er oft zur Fassadenbegrünung eingesetzt. Er hat grüne dreilappige Blätter, die im Herbst schön rötlich werden, unscheinbare Blüten und später blaue ungenießbare Beeren.

Obwohl die Blüten sehr klein sind, sind sie bei Bienen sehr beliebt, da sie reich an Pollen und Nektar sind. Deswegen ist der wilde Wein eine sogenannte Bienenweide. Als Bienenweiden oder Bienentrachtpflanzen bezeichnet man Pflanzen, die besonders gerne von Bienen angeflogen werden.

Dies sieht man besonders daran, dass die Bienen an den Hinterbeinen kleine gelbe Klümpchen tragen, die sogenannten Höschen. Im Haarkleid der Bienen verfangen sich Pollen. Diese kämmt die Biene mit den Beinen aus, bis sie in den Vertiefungen an den Hinterbeinen hängen bleiben.

Die Pollen werden von der Biene auch mit Nektar verklebt. So gut verpackt kann sie diese zurück in ihren Stock tragen.

Doch am wilden Wein muss die Biene sehr vorsichtig sein. Viele Wespen sind unterwegs, die nicht nur Nektar sammeln. Sie brauchen für ihre Brut auch Insekten als Nahrung und lauern den Bienen auf. Manche Biene wird so zur Beute beim fleißigen Sammeln.

Später im Jahr freuen sich viele Vögel auf die blauen Beeren des wilden Weins.

Autor*in: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 14.08.2021)

Warum fliegen Schwalben bei Gewitter tief?

07.08.2021

Braunschweig Vielleicht hast du schon einmal von der Bauernregel gehört: „Siehst du die Schwalben niedrig fliegen, wirst du Regenwetter kriegen.“ Aber wie viel Wahrheit steckt tatsächlich in dieser alten Redensart über die Schwalben? Carlo Fuchs, Ornithologe und 1. Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) in der Bezirksgruppe Braunschweig erklärt: „Schwalben jagen im Flug nach kleinen Fluginsekten, z.B. Mücken. Ihre Flughöhe richtet sich deshalb nach der Höhe, in der ihre Beutetiere fliegen. Das kann recht hoch sein, noch weit über Baumwipfeln oder Hausdächern. Das kann aber auch sehr niedrig, z.B. über dem Erdboden sein. Bei schönem Wetter kann die aufsteigende, erwärmte Luft diese leichten Insekten bis in große Höhen tragen – drückt sie also hoch. Aber wenn wir schlechtes Wetter bekommen, sinkt der Druck in der Luft, ist also eher tief. Das wird im Wetterbericht dann immer ‚Tiefdruckgebiet‘ genannt. Und bei tiefem Luftdruck fliegen die Insekten dann halt nur in der geringen Höhe, die sie aus eigener Kraft erreichen. Deshalb sind die jagenden Schwalben dann nur noch dort unterwegs und zeigen uns dadurch indirekt schlechtes Wetter an. „Sieht man tieffliegende Schwalben an Tagen, an denen es morgens noch kühl ist, kann man allerdings nicht so genau sagen, ob es schlechtes Wetter geben wird. Denn dann gibt es einfach noch keine aufsteigende warme Luft, welche die Insekten nach oben drückt. Das Wetter kann also trotzdem schön werden.

Autor*in: Jamila Ragus
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 07.08.2021)

Gut gegen Hitze und Kälte: der gelbe Schnabel des Riesentukans

31.07.2021

Wenn man einen Riesentukan das erste Mal gesehen hat, vergisst man ihn wohl nie wieder. Denn sein riesiger orangener Schnabel ist wirklich unverwechselbar.

Der Riesentukan kommt nur in Südamerika vor. Er bevorzugt Gegenden, die nur lockeren Waldbestand aufweisen. So kommt er in Savannengebieten mit Palmen oder Kokosnussplantagen vor. Mit seinem Schnabel frisst er sehr gerne große Früchte, verschmäht aber auch tierische Kost nicht.

Schon oft ist gerätselt worden, warum der Tukan ausgerechnet so einen riesengroßen Schnabel hat. Ein Geheimnis haben Forscher aus Kanada und Brasilien enträtselt. Sie haben etwas ganz Neues ausprobiert und den Schnabel mit einer Wärmebildkamera aufgenommen. Diese Kamera zeigt, welche Temperatur der Schnabel an jeder Stelle hat. Wiedergegeben wird dies in unterschiedlichen Farben. Rot zeigt auf der Fotografie eine hohe Temperatur, blau eine niedrige Temperatur an.

Im Schnabel befinden sich viele Blutgefäße. Je mehr Blut sich im Schnabel befindet, umso mehr Wärme wird über die große Oberfläche des Schnabels an die Umgebung abgegeben. Ist es also heiß, fließt mehr Blut durch den Schnabel.

Die Kamera zeigt eine Rotfärbung des Schnabels an. Wenn es kälter wird, wird entsprechend weniger Blut durch den Schnabel geleitet, damit der Vogel nicht friert. Wenn gar nichts mehr hilft, kann er seinen Schnabel sogar unter die Flügel stecken.

Autor*in: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 31.07.2021)

weitere im KinderWissen-Archiv