Besserwisser-Artikel (Foto: ©Klartext Verlag, Friedeberg)

Besserwisser-Artikel

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für Jung und Alt

Neue Gedankenräume erobern.

Unser Alltag steckt voller Rätsel und spannender Fragen: Forschende erklären in kurzen Texten leicht verständlich, was es mit Phänomenen aus Wissenschaft und Alltag auf sich hat – und halten dabei die eine oder andere überraschende Erklärung - auch für Erwachsene - bereit.

Brettspiel "Wissen für morgen" - FSJ Projekt 2021

Was bitte sind Dingos? Wann wurde der erste programmgesteuerte Computer gebaut? Und wie viel Wasser wird eigentlich für die Herstellung einer Jeans benötigt? Ihr wollt Antworten auf diese und viele weitere spannenden Fragen? - Im Rahmen des FSJ-Kultur hat unsere FSJlerin Jamila Ragus das Brettspiel "Wissen für morgen" entwickelt. Testet euer Wissen im Quiz und endeckt noch viele weitere Antworten.

Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid. Zum Spielen Zuhause könnt ihr euch hier ganz einfach kostenlos die Spielmaterialien herunterladen. Dazu gehören:

Ausdrucken braucht ihr nur den Spielplan, die restlichen PDF-Dateien empfehlen wir am Computer zu benutzen (weniger Papierverschwendung und einfacher in der Handhabung ;) ). Zusätzlich braucht ihr nur noch eine Spielfigur pro Person, einen Würfel, einen Timer, sowie Zettel und Stift und schon kann's los gehen! Viel Spaß beim Spielen!

So druckt ihr den Spielplan aus: Ladet euch die Datei Spielplan herunter. Da der Plan größer als ein Din A4 Blatt ist, stellt in den Druckeinstellungen am besten "Poster" ein, so könnt ihr den Spielplan auf 4 Seiten verteilt ausdrucken. Schneidet anschließend die einzelnen Teile des Plans aus und klebt sie z.B. mit Tesafilm zusammen.

Wenn ihr Feedback zum Spiel habt, schreibt uns eine Mail an info@hausderwissenschaft.org.

Aktueller Besserwisser

Besserwisser: Intelligenz der Schwärme

Autor*in: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 21.01.2023)

Rückschau

Was ist eigentlich Geld und woher kommt es?

14.01.2023

Wenn wir an Geld denken, dann denken wir immer zuerst an Münzen, Scheine oder EC-Karten, mit denen wir in Geschäften verschiedene Dinge kaufen können. Aber woher kommt eigentlich das Geld und wer hat es erfunden? Prof. Dr. Felix Rösel vom Institut für Volkswirtschaftslehre der Technischen Universität Braunschweig erklärt:

„Bevor es Geld gab, tauschten die Leute ihre Waren gegen Waren. Dieses Tauschgeschäft hatte jedoch einen großen Nachteil. Nicht immer gab es etwas, das die anderen auch brauchten. Vielleicht kennst du das ja vom Sammelkartentausch? Freunde möchten eine Karte mit dir tauschen, du aber findest keine, die du von ihnen möchtest und hast an dem Tausch daher kein Interesse. Aufgrund dieses Problems begannen die Menschen, bestimmte Dinge als Zahlungsmittel zu verwenden. Man nutzte Muscheln, Salz, Kakaobohnen oder Felle, um diese gegen Waren einzutauschen."

Im Laufe der Zeit verwendeten die Menschen dann verschiedene Metalle wie z.B. Silber und Gold und formten daraus Münzgeld. Diese Form von Geld war jedoch in großen Mengen unpraktisch, als Lösung erfand man das Papiergeld, welches wir in Form von Geldscheinen kennen.

Das Papiergeld drucken die Zentralbanken. Dieses Geld hat aber nur dann einen Wert, wenn es davon auch wirklich etwas zu kaufen gibt. Ansonsten wären unsere Geldscheine nur wertloses Papier.

Autor*in: Christopher Milosch
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 14.01.2023)

Wie verbreiten sich Misteln?

07.01.2023

Zurzeit finden sich Misteln als Türschmuck in vielen Häusern. Durch einen besonderen Brauch wurde die Mistel richtig beliebt: Pärchen, die sich unter dem Mistelzweig küssen, soll dies Glück bringen. In der Natur wachsen Misteln zum Beispiel auf Ästen von Pappeln und Obstbäumen.

Jetzt im Winter sehen die kleinen immergrünen Halbsträucher besonders schön aus. Denn dann reifen die weißen Mistelbeeren, die für viele Vögel wie Drosseln gerade im Winter eine wichtige Nahrungsquelle darstellen. Und so erklärt sich auch die Hauptverbreitungsmöglichkeit der Mistel. Sobald der Vogel die Beerenhülle beschädigt, tritt eine klebrige Substanz heraus, die den Samen umgibt. Selbst wenn der Samen gefressen und wieder ausgeschieden wird, ist dieser noch klebrig. Er kann so zufällig auf einem neuen Wirtsbaum landen.

Die Samen können aber auch am Schnabel oder anderen Körperteilen des Vogels ziemlich hartnäckig anhaften und so zu einem neuen Baum transportiert werden. Oft müssen sich die Vögel ziemlich anstrengen, die lästigen Samen wieder abzustreifen. Doch nicht nur Vögel verbreiten die Misteln. Platzen die Früchte am Baum auf, entleeren sich diese. Dann bilden sich lange Schnüre aus dem klebrigen Inhalt, an dem die Samen hängen. Diese Samenschnüre können entweder auf Äste unterhalb der Mistel fallen oder der Wind erfasst diese. Viele Bäume mit Misteln kannst du zum Beispiel in Riddagshausen sehen.

Autor*in: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 07.01.2023)

Was genau ist Schnee?

31.12.2022

Fast wie in jedem Jahr, schneit es auch dieses Jahr wieder im Winter. Doch wie genau entsteht eigentlich der Schnee, der vom Himmel fällt? Prof. Dr. Stephan Weber vom Institut für Geoökologie der Technischen Universität Braunschweig erklärt:

Schnee ist eine Art von gefrorenem Wasser und entsteht in den Wolken, welche aus Wassertröpfchen bestehen und in denen üblicherweise Temperaturen von unter 0° herrschen. Bei Kontakt mit einem Gefrierkern (z.B. Staub) gefrieren die Wassertröpfchen zu Eiskristallen, die bei einer Temperatur von weniger als -10°C zu Schneeflocken anwachsen können.

Sie kommen aber nur dann als Schneeflocken auf der Erde an, wenn es auf dem Weg dahin kalt genug ist. Die Temperatur muss dabei unter 0 Grad Celsius liegen. Auch sieht nicht jede Flocke gleich aus. Grundsätzlich gilt, dass Schneekristalle eine sechseckige Form haben. Der japanische Forscher Ukichiro Nakaya unterteilte die Kristalle in acht Kategorien mit 35 verschiedenen Typen und insgesamt 121 Untertypen. Er war auch der Erste, dem es gelang, künstliche Schneekristalle herzustellen.

Anders als bei der natürlichen Entstehung von Schnee, kommt der künstliche Schnee nicht aus Wolken, sondern meist aus sogenannten Schneekanonen. Bei der Entstehung herrscht ein starker Luftstrom im Gerät, der kaltes Wasser in die Luft transportiert und es dort zu feinem Schneestaub werden lässt. Bei diesem Vorgang verliert der Schnee seine ursprünglich sechseckige Form, es entstehen Prismen und Plättchen, welche einen höheren Wasseranteil  haben und somit auch schwerer als der Naturschnee sind. 

Autor*in: Christopher Milosch
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 31.12.2022)

Wie riecht Weihnachten?

24.12.2022

Ist es der Geruch nach Zimtsternen oder Vanillekipferl, der dich am meisten an Weihnachten erinnert? Mache doch mal ein Quiz dazu. Du brauchst dafür nur ein paar gleiche, kleine Dosen, die du am besten verschließen kannst.

Dann füllst du verschiedene Gewürze aus der Küche in die Dosen und machst sie erstmal gut zu. Denn so verflüchtig sich der Geruch nicht. Du bringst an die Dosen dann Zahlen an und schreibst dir gut auf, was sich hinter jeder Zahl verbirgt. Dann könnt ihr zusammen in der Familie erraten, was in der Dose versteckt ist und was für euch am meisten nach Weihnachten riecht.

Vielleicht werdet ihr ja überrascht und manche wählen Oregano oder Thymian. Zimt oder Vanille könnte aber auch als typischer Weihnachtsgeruch dabei sein. Oft verwendet man das Gewürz Zimt als Pulver. Es stammt von verschiedenen Zimtbäumen, die jeweils etwas anders riechen und schmecken. Zimt kann man auch als Zimtstangen kaufen. Diese Zimtstangen sind die geschälte und aufgerollte Rinde von Zimtbäumen. Vanille wird oft als Vanillezucker den Plätzchen zugegeben. Das Gewürz wird aus der Frucht von Orchideen aus der Gattung Vanilla gewonnen.

Die ganze Vanillefrucht kannst du auch im Supermarkt finden. Die Kapselfrucht sieht schwarzbraun aus. Mit einem Messer schneidet man diese längs auf und kratzt das Mark heraus. Darin sind die Samen der Vanillefrucht enthalten.

Wenn du noch mehr an typischen Weihnachtsdüften schnuppert möchtest, dann besuche doch in den Weihnachtsferien die Chemische Weihnachtsbäckerei im phaeno. Alle Termine findest du unter www.phaeno.de

Autor*in: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 24.12.2022)

Was genau sind Assistenzroboter?

17.12.2022

Heutzutage gibt es viele verschiedene Robotertypen, welche uns nicht nur Flexibilität und Sicherheit bringen, sondern auch unser alltägliches Leben vereinfachen. Die sogenannten Assistenzroboter, auch Pflegeroboter genannt, können vor allem älteren und körperlich eingeschränkten Menschen eine große Hilfe im Alltag sein. Nur was genau ist eigentlich ein Assistenzroboter?

Prof. Dr. Dagmar Meyer von der Ostfalia Hochschule erklärt: „Assistenzroboter sind intelligente Systeme, die Menschen unterstützen, interagieren oder selbständig in mit Menschen gemeinsam genutzten Arbeitsräumen arbeiten. So gibt es zum Beispiel in China, Südkorea und Japan sogar schon Assistenzroboter in Restaurants, die dort als Kellner tätig sind. In Deutschland werden im Pflegebereich Roboter erprobt, die zum Beispiel Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen unterhalten, mit ihnen spielen oder gymnastische Übungen mit ihnen machen.

Diese Roboter arbeiten dabei mit einer sogenannten künstlichen Intelligenz, wodurch sie in der Lage sind, emotionale und soziale Fähigkeiten zu lernen, Menschen wiederzuerkennen und ihr Verhalten auf ihre Bedürfnisse gezielt anzupassen.

Aktuell befinden sich die meisten Entwicklungen zu Assistenzroboter aber noch in der Forschung- und Testphase, ob und wie weit die Technik in diesem Bereich in den nächsten Jahren fortschreitet, hängt vor allem davon ab, ob die Roboter von unserer Bevölkerung auch akzeptiert werden.

Autor*in: Christopher Milosch
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 17.12.2022)

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