Besserwisser-Artikel (Foto: ©Klartext Verlag, Friedeberg)

Besserwisser-Artikel

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für Jung und Alt

Neue Gedankenräume erobern.

Unser Alltag steckt voller Rätsel und spannender Fragen: Forschende erklären in kurzen Texten leicht verständlich, was es mit Phänomenen aus Wissenschaft und Alltag auf sich hat – und halten dabei die eine oder andere überraschende Erklärung - auch für Erwachsene - bereit.

Brettspiel "Wissen für morgen" - FSJ Projekt 2021

Was bitte sind Dingos? Wann wurde der erste programmgesteuerte Computer gebaut? Und wie viel Wasser wird eigentlich für die Herstellung einer Jeans benötigt? Ihr wollt Antworten auf diese und viele weitere spannenden Fragen? - Im Rahmen des FSJ-Kultur hat unsere FSJlerin Jamila Ragus das Brettspiel "Wissen für morgen" entwickelt. Testet euer Wissen im Quiz und endeckt noch viele weitere Antworten.

Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid. Zum Spielen Zuhause könnt ihr euch hier ganz einfach kostenlos die Spielmaterialien herunterladen. Dazu gehören:

Ausdrucken braucht ihr nur den Spielplan, die restlichen PDF-Dateien empfehlen wir am Computer zu benutzen (weniger Papierverschwendung und einfacher in der Handhabung ;) ). Zusätzlich braucht ihr nur noch eine Spielfigur pro Person, einen Würfel, einen Timer, sowie Zettel und Stift und schon kann's los gehen! Viel Spaß beim Spielen!

So druckt ihr den Spielplan aus: Ladet euch die Datei Spielplan herunter. Da der Plan größer als ein Din A4 Blatt ist, stellt in den Druckeinstellungen am besten "Poster" ein, so könnt ihr den Spielplan auf 4 Seiten verteilt ausdrucken. Schneidet anschließend die einzelnen Teile des Plans aus und klebt sie z.B. mit Tesafilm zusammen.

Wenn ihr Feedback zum Spiel habt, schreibt uns eine Mail an info@hausderwissenschaft.org.

Aktueller Besserwisser

Warum werden wir eigentlich krank?

Hast du dich auch schon einmal gefragt, wieso du plötzlich von heute auf morgen krank geworden bist? Und wieso genau man Husten und Schnupfen bei einer Erkältung bekommt? Isabell Ramming, Doktorandin für Mikrobiologie am Robert Koch-Institut erklärt:

„Jeder Mensch hat ein eigenes Immunsystem, welches unseren Körper vor Krankheitserregern und Giften zu schützen versucht.“ Stellt euch euer Immunsystem einfach wie eine Festung vor, welche versucht die Feinde von dort fernzuhalten. „Die Mauer bildet dabei die Haut, welche die Eindringlinge vor unserem Körper wie eine Barriere fernhält.“

Man unterscheidet bei den Eindringlingen zwischen Viren und Bakterien. Bakterien sind im Gegensatz zu Viren eigene Lebewesen, welche unseren Körper durch die von ihnen erzeugten Stoffe schaden können. Viren hingegen schleusen ihr Erbgut in unsere Zellen, den sogenannten “Wirtszellen” und machen diese so zu Virenfabriken, damit die von ihnen neu erzeugten Viren weitere Wirtszellen befallen können. 

„Ein gesundes Immunsystem erkennt aber meist sehr schnell diese Eindringlinge und versucht diese mittels Krankheitssymptomen wie z.B. Husten und Schnupfen aus dem Körper zu schmeißen.“ Solange dieser Vorgang geschieht, können wir andere Menschen anstecken, da sich in unseren ausgeschiedenen Körperflüssigkeiten die Krankheitserreger befinden.  

„Auch reagiert jedes Immunsystem anders auf die Eindringlinge, dies hängt vor allem sehr viel mit der Ernährung, Genetik und mit eventuellen Vorerkrankungen zusammen“

Autor*in: Christopher Milosch
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 19.11.2022)

Rückschau

Vorsicht vor den Kernen der Eibe

12.11.2022

Ötzi, der Mann aus dem Eis, war offensichtlich ein Fan von diesem Baum. Denn er hatte vor rund 5000 Jahren einen großen Langbogen aus Eibenholz mit dabei.

Heutzutage ist die Eibe in den Wäldern selten geworden, gepflanzt in den Parks ist sie jedoch häufiger zu finden. Wenn die Blätter im Herbst von den Bäumen fallen, wird dieser immergrüne Nadelbaum leichter sichtbar. Er wird nicht so hoch wie andere Bäume, doch seine Nadeln sind kräftig dunkelgrün.

Seine Nadeln, das Holz, die Rinde und der Samen sind sehr giftig. Auch die rot leuchtenden Samenmäntel sollten Menschen auf keinen Fall essen, da darin jeweils ein giftiger Kern steckt.

Für viele Tiere sind die Nadeln und Samenmäntel jedoch nicht giftig. Manche Vögel wie Drosseln streiten sich sogar um die besten Samenmäntel und versuchen, besonders üppig tragende Bäume zu bewachen. Aber auch Mäuse bedienen sich an den Samenmänteln.

Besonders gerne frisst auch das Reh an den jungen Trieben der Bäume. Dies ist auch ein Grund, warum Eiben in den Wäldern so selten geworden sind.

Früher wurden die Eiben auch häufig aus den Wäldern entfernt, um die Pferde zu schützen. Damals holte man nämlich noch die Stämme mit sogenannten Rückepferden aus dem Wald. Naschte dann ein Pferd an den Trieben, konnte das für das Pferd sehr gefährlich werden. Denn Eibennadeln sind für Pferde ebenfalls giftig.

Heutzutage sind Bestände mit Eiben streng geschützt, um den heimischen Baum zu erhalten.

Autor*in: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 12.11.2022)

So ist das Leben in einer Weltraumstation

05.11.2022

Kannst du dir vorstellen, wie es denn ist, in einer Weltraumstation zu leben?

„Während des Aufenthalts in einer Raumstation müssen Astronaut:innen in einer Umgebung leben, die sich sehr stark von unserer auf der Erde unterscheidet. Alltägliche Dinge wie Essen, Duschen und der Toilettengang können zu einer Herausforderung werden, weshalb es dafür spezielle Lösungen gibt. So wird für die Astronaut:innen zum Beispiel extra Weltraumnahrung angefertigt, die in der Schwerelosigkeit leicht essbar und lange haltbar ist. Gewaschen wird sich mit Feuchttüchern, da fließendes Wasser sonst in der Raumstation umher schweben würde. Kontakt zur Außenwelt gibt es nur über Video. Trotz dieser Isolation ist man immer von seinem Team umgeben, das man schon über Jahre durch die Ausbildung als Astronaut:in kennengelernt hat. Es ist ein bisschen wie Camping mit Freunden in einem Forschungslabor“, erklärt Frank Fischer, Leiter des DLR_ School_Lab Braunschweig am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

„Die Versorgung der Raumstation erfolgt über Raumtransporter, die Nahrung, Kleidung, Sauerstoff und andere Dinge für die Astronaut:innen anliefern. Vor allem Sport im Weltraum ist für die Bewohner:innen der Weltraumstation sehr wichtig, da es aufgrund der fehlenden Schwerkraft rasch zu Muskel- und Knochenabbau kommt. Auch der Geschmack der Astronaut:innen verändert sich. Es kommt oft vor, dass das eigene Lieblingsgericht im All nicht mehr schmeckt, aber dafür andere Sachen”, berichtet Frank Fischer

Autor*in: Christopher Milosch
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 05.11.2022)

Welche Tiere fressen Eicheln?

29.10.2022

Beim Spazierengehen knirscht es in der Nähe von Eichen derzeit unter den Füßen. Diese Bäume haben dieses Jahr nämlich viele Eicheln produziert, die nun in Massen auf dem Waldboden liegen. Darüberfreuensich überallindenWäldern und Parks viele Tiere.

Dachse, Rehe, Eichhörnchen, Eichelhäher und Wildschweine fressen beispielsweise Eicheln. Vorräte an Eicheln legen Eichhörnchen und Eichelhäher an. Hast du schon einmal einen Eichelhäher gesehen? Am Bauch und Rücken ist er bräunlich-rosa gefärbt. Besonders schön ist der blau-schwarz schimmernde Bereicham Flügel. Er legt so viele Vorräte von Eicheln an, dass er so sogar zu seinem Namen kam. Und das zurecht. Denn ein einziger Vogel sammelt dabei nicht nur hundert, sondern mehrere tausend Eicheln in einem Jahr ein und versteckt sie im Boden. Mit mehreren Eicheln im Schnabelfliegt er dabei sogar kilometerweit.

Das ist sehr gut für die Eiche. Obwohl der Eichelhäher ein sehr gutes Gedächtnis für seine Verstecke hat, wird er doch die ein oder andere vergessen. Im Boden vergraben wartet dort der Same auf das Frühjahr, und mit ein bisschen Glück wird er dann zu einem großen Baum heranwachsen.

Die Eichen tragen nicht jedes Jahr gleich viele Früchte. Es gibt Jahre mit weniger Früchten und alle paar Jahre ein Jahr mit sehr vielen Früchten. Das nennt man dann Mastjahr. Der Begriff kommt aus der Landwirtschaft; denn früher wurden die Schweine in den Wald getrieben, wenn es besonders viele Eicheln und andere Samen in den Wäldern gab. Die Schweine wurden so gemästet.

Autor*in: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 29.10.2022)

Wie wird man eigentlich Astronaut?

22.10.2022

Jeder von uns hat sich bestimmt schon einmal vorgestellt, wie es wohl ist, ein Astronaut im All zu sein. Aber wie wird man das eigentlich?

Frank Fischer, Leiter des DLR_School_Lab Braunschweig am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt erklärt: „Um Astronaut:in zu werden, muss man verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Man braucht ein abgeschlossenes Studium in einem naturwissenschaftlichen Fach, einer Ingenieurwissenschaft oder in der Medizin sowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung oder Flugerfahrung als Pilot:in. Außerdem muss man in einem guten körperlichen und psychischen Zustand, 1,50 bis 1,90 Meter groß und nicht über 50 Jahre alt sein. 

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, geht es zum Auswahlprozess, in dem die Bewerber:innen in mehreren Phasen verschiedenen Tests unterzogen werden. „Diese beziehen sich auf die Eignung, die sozialen Verhaltensweisen, wie die Teamfähigkeit und den medizinischen Zustand der Bewerber:innen.

Frank Fischer erzählt auch, dass die Ausbildung in der Regel mehrere Jahre dauert und in drei Phasen erfolgt: Grundausbildung, fortgeschrittenes Training und nach einer Zuordnung zu einem Raumflug, dem abschließenden missionsbasierten Training. Insbesondere das Warten auf die Einteilung zu einer Mission und damit dem Start des letzten Ausbildungsabschnitts kann oft Jahre dauern. D. h. rund vier bis sechs Jahre müssen schon gerechnet werden, bis der Traum, die Erde aus dem Weltall zu sehen, Wirklichkeit werden kann.

Autor*in: Christopher Milosch
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 22.10.2022)

Was ist ein Graureiher?

15.10.2022

Wenn die Oker in Braunschweig Niedrigwasser hat, kann man dort auch Graureiher antreffen. Mitten in der Stadt watet einer durch das seichte Wasser und
versucht, Beute zu machen. Wenig später rastet er auf einem Baum im Park.

Da sieht der circa ein Meter große Riese mit seinen langen Beinen schon ganz schön fehl am Platze aus. Da man den Graureiher oft am Boden beobachtet, kann man sich gar nicht vorstellen, dass er seine Nester gerne in Bäumen errichtet. Der Graureiher ist in Deutschland nicht selten. Auch im Flug ist er gut vom Storch zu unterscheiden. Der Graureiher zieht nämlich im Gegensatz zum Storch seinen Hals beim Fliegen ein. In letzter Zeitbreitet sich auch der Silberreiher immer mehr in Deutschland aus. Aus der Nähe sind die beiden Reiher kaum zu verwechseln: Der Silberreiher hat ein weißes Federkleid und der Graureiher ein grau-weißes.

Der Silberreiher wird öfter mal mit dem Storch verwechselt. Er ist aber viel schlanker als der Storch, der zudem einen unverkennbaren roten Schnabel hat. Die beiden Reiher machen sich manches Mal richtig Konkurrenz. Besonders der Graureiher versucht ab und zu, dem Silberreiher Beute zu stehlen. Beide jagen Fische, aber auch Mäuse.

Der Graureiher ist die häufigste Reiherart in Deutschland. Ihn kannst du das ganze Jahr beobachten. Es gibt aber auch einige Tiere, die gerne im Winter von Deutsch-land in wärmere Gebiete ziehen.

Guck doch mal, ob du ihn auch mitten in der Stadt beobachten kannst.

Autor*in: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 15.10.2022)

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