Presse (Foto: ©Studierende der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Martina Lienhop)

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24.11.2020

Gesundheit zwischen Digitalisierung und Datenschutz

Braunschweig, 24. November 2020 – In der kommenden Ausgabe des Digital Dienstag am 1. Dezember 2020 um 18 Uhr geht es um das Thema „E-Health“. Auch im Gesundheitssystem wird an der Digitalisierung gearbeitet. In den nächsten Jahren werden Technologien wie die elektronische Krankenakte, die Videosprechstunde oder das E-Rezept verfestigt oder weiter entwickelt. Die Anwendungen können Prozesse vereinfachen und sowohl Patient*innen als auch Ärzte und Ärztinnen entlasten. Doch neben Innovationen geht es in dem Feld auch um den sicheren Datenschutz, denn selten werden so sensible Daten und Auskünfte besprochen oder weitergegeben wie im Gesundheitswesen. Beim Digital Dienstag wird es dazu sowohl eine wissenschaftliche Einordnung von Dr. Marianne Behrends vom Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik geben, als auch Anwendungsbeispiele aus der Praxis von „Dermanostic - Hautarzt per App“ und „robokind - Robotics for Mankind“. Die Anmeldung zum Termin ist auf https://digital-dienstag_dez01.eventbrite.de/ möglich.

Die elektronische Krankenakte, die Video-Sprechstunde und das E-Rezept - mit diesen Anwendungen kommen einige digitale Neuerungen auf das Gesundheitswesen zu, die Prozesse vereinfachen und sowohl Patient*innen als auch Behandelnde entlasten werden. Doch diese Veränderungen sind nur kleine Schritte auf dem Weg zu einem durchweg digitalisierten Gesundheitssystem. Während etwa in der aktuellen Belastungssituation unter der Corona-Pandemie besonders die Vorteile von „Digital Health“ hervorstechen, bestehen trotzdem weiterhin Bedenken im Hinblick auf die elektronische Verarbeitung sensibler Daten. Denn in wohl keinem anderen Lebensbereich ist der vertrauensvolle Umgang miteinander so wichtig wie in der Gesundheitsbranche. Wie können deshalb medizinische Behandlungen, die Kommunikation und Dokumentation so digitalisiert werden, dass nicht nur alle Beteiligten davon profitieren, sondern sie auch das Vertrauen der Patient*innen in die Technologie gestärkt wird? 

In dieser Ausgabe des Digital Dienstag am 1. Dezember 2020 wollen wir uns dem Bereich E-Health annähern. Wir beginnen ab 18 Uhr mit einem kurzen Impulsvortrag aus der Forschung von Dr. Marianne Behrends vom Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik an der TU Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Wissenschaftlerin setzt sich in verschiedenen Forschungsprojekten mit den Effekten der Digitalisierung auf die medizinische Ausbildung auseinander. So beschäftigt sie sich vor allem mit den Fragen, welche digitalen Kompetenzen von Mediziner*innen in der Zukunft verlangt werden.

Anschließend bekommen die Teilnehmer*innen die Möglichkeit sich in parallel stattfindenden Sessions, die von Gründer*innen und Entwickler*innen innovativer Apps und Projekte im Bereich E-Health geleitet werden, zu informieren und direkt mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Mit dabei sind:
• Dr. Alice Martin von „Dermanostic - Hautarzt per App“: Patient*innen können Fotos ihrer Hauterkrankungen zusammen mit der kurzen Beantwortung eines Fragebogens diskret und per App direkt an eine*n Dermatolog*in senden. Binnen 24 Stunden wird ein Arztbrief mit einer Diagnose und einer Therapieempfehlung erstellt und, wenn notwendig, ein Rezept ausgestellt. Dermanostic wurde 2019 in Düsseldorf gegründet und die Entwickler*innen der App kooperieren mit der Universitätsmedizin Göttingen.
• Dr. Jasmin Grischke von „robokind - Robotics for Mankind“: Hinter der gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Hannover steht ein engagiertes Team, das sich zum Ziel gesetzt hat, jede und jeden mit dieser Zukunftstechnologie vertraut zu machen und ihren Einsatz an der Schnittstelle Mensch-Maschine zu erlernen. In verschiedenen Projekten sowie durch Trainings kann der Umgang mit kollaborativen Robotern geschult werden. Die Vorteile und Möglichkeiten für den Einsatz in der Pflege bis hin zur Assistenz in der Zahnmedizin werden beim Digital Dienstag vorgestellt.

Die Veranstaltung wird von Falk-Martin Drescher moderiert und findet in Kooperation mit der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH statt.

Alle Teilnehmenden des Digital Dienstag können sich die jeweiligen Sessions beliebig auswählen. Fragen können direkt in den Sessions an die Gäste gestellt werden. Die Teilnehmenden sind im Anschluss an diesen Veranstaltungsteil eingeladen, sich weiter auszutauschen und online zu vernetzen.
Da dieser Digital Dienstag online stattfindet, wird die Anwendung „Wonder“ (wonder.me) genutzt. Das Tool funktioniert browserbasiert und öffnet sich ohne vorherigen Download oder Login.

Die kostenfreie Anmeldung zum Digital Dienstag erfolgt unter: https://digital-dienstag_dez01.eventbrite.de/.

Termin:
Digital Dienstag
E-Health: Gesundheit zwischen Digitalisierung und Datenschutz
Dienstag, 1. Dezember 2020, 18-19.30 Uhr
Anmeldung und alle Informationen: https://digital-dienstag_dez01.eventbrite.de/.
Weiteres: https://www.hausderwissenschaft.org/projektvielfalt/digital-dienstag


Für Rückfragen:
Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH
Robin Glockenmeier
r.glockenmeier@hausderwissenschaft.org

Digital Dienstag
Beim Digital Dienstag dreht sich alles um die Herausforderungen und Möglichkeiten der digitalen Transformation. Die Themenschwerpunkte liegen dabei in den Bereichen digitale Bildung, Informationstechnologie und neue Arbeitswelten. Wer Lust auf spannende Vorträge, Netzwerken und Hintergrundwissen zur Digitalisierung hat, ist beim Digital Dienstag herzlich willkommen. In lockerer Atmosphäre können die Gäste nicht nur von Expertinnen und Experten lernen, sondern sich auch mit ihnen vernetzen. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von der Stadt Braunschweig. Aufgrund der Corona-Pandemie kann der Digital Dienstag nicht wie gewohnt im TRAFO Hub stattfinden. Alternativ finden die Termine bis auf Weiteres online statt.

Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH
Das Haus der Wissenschaft Braunschweig ist eine Plattform für den Dialog der Wissenschaft mit anderen gesellschaftlichen Bereichen. Es fördert die Wissenschaftskommunikation und die fächerübergreifende Vernetzung der Wissenschaft mit Wirtschaft, Kommunen, Bildungsträgern und Medien sowie mit der interessierten Öffentlichkeit. Als Experimentier- und Lernort bietet es spannende Veranstaltungen und Ausstellungen für Menschen jeden Alters.

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