Rückschau (Foto: ©Studierende der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften)

Rückschau

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Das Veranstaltungsarchiv

Neue Gedankenräume erobern.

Was bisher so bei uns los war:

Höher - schneller - weiter Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

25. September 2017

Inhalt

Das Bedürfnis des Menschen nach Weiterentwicklung und Effizienz führt zur Entwicklung leistungsfähiger Luftfahrzeuge, die künftig auch durch Flüge in großen Höhen (Suboritalflüge) ihre Passagiere schnell an entfernt gelegene Orte bringen werden.

Dies bedeutet jedoch eine höhere Belastung der Piloten und Passagiere bezüglich der auf den Körper einwirkenden G-Kräfte und des Fliegens in großer Höhe. Diese Belastungen sind bisher im Wesentlichen an gesunden Piloten erforscht, so dass die Kenntnis über Auswirkungen auf den Körper von älteren, gegebenenfalls kranken Personen gering ist. Untersuchungen von Teilnehmern an geplanten Suborbitalflügen erweitern die Erkenntnisse. Aber auch im Bereich des Passagierkomforts wird geforscht bezüglich Luftfeuchte, Luftdruck, Temperatur und Lichteinflüsse. Die neuesten Forschungsergebnisse aus den genannten Bereichen werden vorgestellt.

Referentin

  • Dr. med. Claudia Stern, Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, DLR Köln

Exkursion: INVENT GmbH

11. August 2017

INVENT GmbH
Christian-Pommer-Straße 34, 38112 Braunschweig

Schriftliche Anmeldung bei der NFL Geschäftsstelle vom 24. Juli bis 04. August 2017 erforderlich.

Die INVENT GmbH ist seit 1996 zum anerkannten Engineering- und Fertigungs-Spezialisten für Faserverbundtechnologien erwachsen, der Strukturkomponenten von der ersten Idee über die Kompetenzfelder Strukturanalyse, Bauweisenentwicklung bis hin zur Serienfertigung entwickelt. Ein weiteres, bedeutendes Kompetenzfeld ist der Bereich Forschung und Entwicklung mit vielfältigen Verbundaktivitäten im Bereich der Faserverbundstrukturen.

Die Realisation und Vermarktung innovativer Verbundwerkstofftechnologien sowie die Planung, Organisation, Koordination und Steuerung als Serviceleistung zur Erzielung eines effizienten Transfers für innovative Technologien zwischen Grundlagenforschung und Industrie ist Gegenstand der Unternehmenstätigkeit. Als Dienstleister und Berater arbeitet die INVENT GmbH mit industriellen und grundlagenorientierten Partnern zusammen und vernetzt diese zudem erfolgreich zu einem Gesamtsystem mit hoher Marktkompetenz.

Referenten/innen

  • Dipl.-Ing. Henning Wichmann, Invent GmbH
  • Dr. Olaf Heintze, Invent GmbH
  • Dr.-Ing. Shanna Schönhals, NFL / TU Braunschweig

Exkursion: Fliegerhorst Faßberg

30. Juni 2017

DLR-Standort Trauen
Eugen-Sänger-Straße, 29328 Faßberg

Begrenzte Teilnehmerzahl
Schriftliche Anmeldung beim DLR Braunschweig Mark Schmidt vom 01. bis 15. Juni 2017 erforderlich

Mit dem 1981 verlegten Transporthubschrauberregiment 10 "Lüneburger Heide" ist am Standort Faßberg der größte fliegende Einsatzverband des Heeres in Niedersachsen beheimatet. Der Fliegerhorst beherbergt zudem das Technische Ausbildungszentrum der Luftwaffe (TAusbZLW), das Kompetenzzentrum für die technisch-logistische Ausbildung an Hubschraubern für das Heer und die Luftwaffe.

In direkter Nähe zur Bundeswehr befindet sich der Standort Trauen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Seit 1935 wird die vorteilhafte Lage abseits von Siedlungen und dennoch in der Nähe von Ballungsräumen genutzt, um hochanspruchsvolle Versuche für die Forschung durchzuführen. Besondere wissenschaftliche Aufmerksamkeit erlangten die Arbeiten und Versuche von Prof. Eugen Sänger, der das Raketenzentrum in Trauen federführend aufbaute und Raketen- und luftatmende Flugkörperantriebe entwickelte. Schwerpunkte der heutigen Forschung am Standort sind Vorbereitung und Durchführung von Versuchen in den Arbeitsbereichen Antrieb, Akustik, Strukturmechanik, Entwurf/Aerodynamik und Brandsicherheit.

Referenten

  • OStFw Paul Hicks, Fliegerhorst Faßberg
  • Dipl.-Ing. Jürgen Veth, DLR Trauen
  • Dipl.-Vw. Mark Schmidt, DLR Braunschweig

Lotsenarbeitsplatz der Zukunft Ein Blick in die Flugsicherung von morgen

19. Juni 2017

Fluglotsen arbeiten heutzutage entweder im Flughafen-Tower oder in einer Überwachungszentrale (Center). Für den jeweiligen Arbeitsplatz sind die Außensicht bzw. das Radardisplay von entscheidender Bedeutung, um durch Kommandos an die Piloten einen sicheren und effizienten Luftverkehr herzustellen.
Die Kommunikation zwischen Lotsen und Piloten basiert dabei immer noch weitestgehend auf Sprechfunk. Durch zunehmenden Flugverkehr und den Einzug stärkerer Automatisierung wird nach Wegen gesucht, Fluglotsen zukünftig vor allem mit moderner Technik bei ihrer Arbeit zu unterstützen und damit zu entlasten.

Der Vortrag wird aktuelle Forschungen zur Lotsenassistenz vorstellen, wie zum Beispiel einen multimodalen Lotsenarbeitsplatz, der Sprache, Blicke und Gesten erkennt. Dies erleichtert Center-Lotsen die Arbeit und erlaubt ihnen intuitive Eingaben über verschiedene menschliche Sinne. Tower-Lotsen wiederum können durch eine kamerabasierte Fernüberwachung von Flughäfen flexibler arbeiten, ohne örtlich an ihren Flughafen gebunden zu sein. Solche neuen Systeme bzw. Mensch-Maschine-Schnittstellen sollten dabei jedoch stets den Operateur im Fokus haben.

Referenten

  • Dipl.-Ing. Jürgen Rataj, Institut für Flugführung, DLR Braunschweig
  • Dr.-Ing. Oliver Ohneiser, Institut für Flugführung, DLR Braunschweig

Flugzeugreifen Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

29. Mai 2017

Michelin, the leading tire company, is dedicated to enhancing its clients' mobility, sustainably; designing and distributing the most suitable tires, services and solutions for its clients' needs; providing digital services, maps and guides to help enrich trips and travels and make them unique experiences; and developing high-technology materials that serve the mobility industry. Headquartered in Clermont-Ferrand, France, Michelin is present in 170 countries, has 111,700 employees and operates 68 production facilities in 17 countries which together produced 184 million tires in 2015. MICHELIN® Aircraft Tire supplies bias tires, radial tires, and tubes for aviation clients around the world in a range of applications including commercial and regional airlines, general aviation and military aviation. Michelin, a trusted partner delivering customers peace of mind.

Referenten

  • Dipl.-Ing. Frank Erath, Executive Vice President Sales Michelin Aircraft Tires, Clermont-Ferrand, France

Wann ist Fliegen sicher genug? Das Ende des Risikofaktors Mensch?

24. April 2017

Inhalt

"Das Gefährlichste am Fliegen ist die Fahrt zum Flughafen." Ist diese häufig gehörte Redewendung tatsächlich zutreffend? Wie sicher ist Fliegen heute und wie sicher muss es sein? Der Vortrag betrachtet, welche ethischen, moralischen und wirtschaftlichen Anforderungen das Sicherheitsniveau in der Passagierluftfahrt bestimmen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Risikofaktor "menschliches Versagen" und wie künstliche Intelligenz das Fliegen in Zukunft sicherer machen kann.

Referent

  • Julian Oehling, Flight Safety Department, Deutsche Lufthansa AG

Der lange Weg zum leisen Hubschrauberrotor Von der Grundlagenforschung zum fliegenden Produkt

27. März 2017

Inhalt

Hubschrauber sind ein unverzichtbarer Bestandteil in vielen Bereichen des täglichen Lebens, den meisten bekannt durch die ADAC Luftrettung. Die zahlreichen Starts und Landungen an Krankenhäusern werfen jedoch die Problematik der Lärmbelastung umliegender bewohnter Gebiete auf, da gerade im Landeanflug sehr großer Lärm durch die Rotorblätter erzeugt wird. Trotz ständig verschärfter Zulassungsvorschriften sind Hubschrauber immer noch erheblich lauter als z.B. der Straßenverkehr. Bürgerinitiativen gegen Fluglärm sind die logische Folge und können den Einsatz von Hubschraubern durch lokale Verordnungen erheblich einschränken oder sogar gänzlich unterbinden. Daher kommt der Reduktion des Rotorlärms seit Jahrzehnten große Bedeutung zu und stellt heutzutage auch einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz dar.

Die Grundlagenforschung und die Industrie arbeiten entsprechend lange mit verschiedensten Ansätzen an diesem Thema. Optimierte Anflugverfahren, hochfrequente Rotorblattsteuerung und die Formgebung der Rotorblätter sind übliche Ansätze. In diesem Vortrag wird ein Beispiel für die Lärmreduktion durch optimierte Formgebung dargestellt, beginnend mit der Grundlagenforschung anhand der numerischen Simulation, Windkanalexperimenten zur Validierung der numerischen Ergebnisse, Übertragung der Erkenntnisse auf einen industriell einsetzbaren Hubschrauberrotor, der Flugerprobung bis hin zur Vorstellung der neuen Rotorgeneration von Airbus Helicopters auf dem neuen H160 Hubschrauber, der sich seit 2015 in der Zertifizierungsphase befindet und ab 2018 ausgeliefert werden soll. Dessen Rotor stellt ein gelungenes Beispiel für die Übertragung von Grundlagenforschung an Großforschungseinrichtungen wie dem DLR zur industriellen Anwendung am Serienhubschrauber zum Nutzen der Gesellschaft dar.

Referent

  • Prof. Dr.-Ing. Berend G. van der Wall, Institut für Flugsystemtechnik, DLR Braunschweig

Hubschrauberfliegen Zukünftig mit Lenkrad?

27. Februar 2017

Inhalt

Kann das Fliegen eines Hubschraubers so einfach werden wie Autofahren? Dies ist eine der Fragen des europäischen Forschungsprojektes "myCopter". Zusammen mit fünf weiteren Universitäten und Forschungseinrichtungen hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Technologien untersucht, die das Fliegen von morgen erleichtern können. Die Steuerung eines Hubschraubers erfolgt bisher mithilfe von je zwei Steuerknüppeln und Pedalen. Beide Hände und Füße müssen stets parallel eingesetzt werden, um die Steuerung zu koordinieren. Wird einer der beteiligten Hebel oder Pedale verstellt, beeinflusst dies den gesamten Bewegungsablauf des Hubschrauberflugs. Um einen sicheren Flug zu gewährleisten, braucht es ein zeitaufwendiges Training, viel Geschick und Erfahrung.In ihrem Vortrag stellt Ingenieurin Bianca Schuchardt eine Lenkrad-steuerung für Hubschrauber vor, die einen intuitiven Einstieg in die Hubschrauber-Fliegerei erlaubt. In Verbindung mit einem für das Projekt "myCopter" entwickelten Autopiloten konnten Personen ohne vorherige Flugerfahrung im Hubschraubersimulator innerhalb kürzester Zeit die Steuerung erlernen und das simulierte Fluggerät sicher durch eine Hinderniskulisse bewegen. Die Versuche fanden im AVES-Simulatorzentrum am DLR Braunschweig statt.

Referentin

  • Dipl.-Ing. Bianca I. Schuchardt, Institut für Flugsystemtechnik, DLR Braunschweig

Hybride Eisschutzsysteme Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

30. Januar 2017

Inhalt

Zur Befreiung der während des Flugs auftretenden atmosphärischen Vereisung werden für die auftriebserzeugenden Oberflächen von Großraumpassagierflugzeugen vorwiegend thermische Systeme eingesetzt. Die vereisten Oberflächen werden durch heiße Zapfluft des pneumatischen Systems erwärmt. Die Luftfahrtakteure sind seit Längerem bestrebt, das energieineffiziente Zapfluftsystem durch Eisschutzsysteme zu ersetzen, die in zukünftige Flugzeugkonfigurationen mit teilweise oder vollelektrisch ausgelegter Systemarchitektur integriert werden sollen. Siehe dazu auch die Konzeptstudien des sog. More Electric Aircraft (MEA) oder All Electric Aircraft (AEA). Bei Verwendung vollelektrischer thermischer Eisschutzsystemen muss eine verhältnismäßig hohe elektrische Leistung bereitgestellt werden. Dies ist auf die großflächige Beheizung der von Vereisung betroffenen Oberflächen zurückzuführen, wobei der erforderliche Leistungsbedarf selbst bei kurzzeitigem zyklischem Systembetrieb vergleichsweise hoch ist. Die Reduktion dieses Leistungsbedarfs verlangt nach der Entwicklung einer vollelektrischen Technologie, bei der der ineffiziente Wärmeeintrag durch ein energiesparenderes Wirkprinzip ersetzt wird.

Referent

  • Dr. Elmar Bonaccurso, Aerodynamic Efficient Surfaces, Airbus Group Innovations