Sternstunden der Raumfahrt (Foto: ©Studierende der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Martina Lienhop)

Astroherbst

Der Weltraum - unendliche Weiten...

16. Oktober 2017

Neue Gedankenräume erobern.

Astroherbst Information zur Veranstaltungsreihe

"Der Weltraum – unendliche Weiten". Wir schreiben das Jahr 2017. Knapp 200 Jahre liegen zwischen uns und den Abenteuern des Raumschiffs Enterprise. Schon heute dringt die unbemannte Raumfahrt immer tiefer in die Sternenwelt vor. Auf der Suche nach Leben und dessen Ursprüngen im All hat kaum eine wissenschaftliche Disziplin unser Weltbild so grundlegend beeinflusst wie die Astronomie: Immer wieder haben neue Entdeckungen uns Menschen dazu gebracht, unser Verständnis des Universums zu revidieren.

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert das Haus der Wissenschaft Braunschweig spannende Vorträge von Expertinnen und Experten, die allgemeinverständliche Einblicke in ihre Wissenschaftsbereiche geben: Wie sieht die moderne Kosmologie das Universum vom Urknall bis in die ferne Zukunft? Was ist zum baldigen Finale der ROSETTA-Mission zu sagen und welche Erkenntnisse sind aus der Jagd der Sonde auf einen Kometen noch zu erwarten? Verbauen wir uns durch zunehmenden Müll auf erdnahen Bahnen die freie Fahrt in den tiefen Weltraum? Was haben Geckos mit Raumfahrttechnik zu tun? Und wieso haben sich die Erde und ihre Planetengeschwister so verschieden entwickelt?

Die Vortragsreihe „Astroherbst“ bietet seit 2009 in den Herbstmonaten fünf Veranstaltungen zum Abheben in den Sternenhimmel

Sternstunden der Raumfahrt – von gestern bis übermorgen

Inhalt folgt

Referent

Prof. Dr. Joachim Block, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Standortleitung Braunschweig / Göttingen

Wie ROSETTA unser Verständnis über die Entstehung der Planeten verbessert hat

23. Oktober 2017

Inhalt folgt

Referent

Prof. Dr. Jürgen Blu, Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik, Technische Universität Braunschweig

Dem Rätsel der Pioneer-Anomalie auf der Spur

06. November 2017

Inhalt folgt

Referent

Dr.-Ing. Benny Riever, Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM), Universität Bremen

Antarktis-Gewächshaus EDEN-ISS Vorbereitung für zukünftige Habitate auf Mond und Mars

13. November 2017

Inhalt folgt

Referent

Daniel Schubert, Institut für Raumfahrtsysteme, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Bremen

Die Mission CASSINI / HUYGENS zum Saturn – Enthüllungen und Geheimnisse, Überraschungen und offene Fragen

04. Dezember 2017

Inhalt folgt

Referent

Dr. Norbert Krupp, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Göttingen

Von Geckos, Raketen und Hybriden Studentische Entwicklungen in der Raumfahrttechnik

29. November 2016

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, das Weltall zu erkunden? Die Mitglieder der ExperimentalRaumfahrt-InteressenGemeinschaft e.V. (ERIG) setzen diesen Traum in die Tat um. Die ERIG ist ein eingetragener studentischer Verein, der sich aus Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen der Technischen Universität Braunschweig zusammensetzt. Seit 1999 beschäftigt sich der Verein mit dem Entwurf, der Konstruktion und dem Bau von Experimentalraketen, Kleinsatelliten und Wetterballons. Mitglieder der ERIG stellen an diesem Abend ihren Verein und die Ergebnisse von zwei Projekten vor, die durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgeschriebenen wurden.

Zu Beginn des Abends informiert Tobias Stelzer über aktuelle Projekte und Entwicklungen von ERIG. Er verrät dem Publikum, womit die Studierenden zurzeit beschäftigt sind und wie sie ihre Raketen, Satelliten und andere Systeme kontinuierlich verbessern wollen. Johannes Becker berichtet dann über das STERN-Programm (Studentische Experimental-Raketen). Studierende bekamen hier unter anderem die Aufgabe, eine Experimentalrakete mit allen benötigten Startvorrichtungen zu planen, zu entwickeln und zu bauen. Lasse Maywald gibt Einblicke in das REXUS/BEXUS-Programm (Raketen- und Ballonexperimente für Universitätsstudenten), innerhalb dessen ein Experiment zum Flug auf einer Rakete entwickelt wurde, die im Februar 2017 starten soll. Das Experiment untersucht das Verhalten von sogenannten „Geckomaterialien“ unter weltraumähnlichen Bedingungen. Diese Materialien haften aufgrund ihrer Oberflächenstruktur an fast allen Feststoffen. Sie können zudem leicht ausgetauscht und wiederverwendet werden. Die Erkenntnisse können in der Zukunft bei der Beseitigung von Weltraummüll helfen.

Referenten

Team der ExperimentalRaumfahrt-InteressenGemeinschaft e.V. (ERIG)

Die ungleichen Geschwister der Erde Die Entwicklung der terrestrischen Planeten im Vergleich

14. November 2016

Unsere Erde und ihre terrestrischen Nachbarplaneten Mars, Venus und Merkur sind ebenso „Geschwister“ wie die weiter entfernten Gasplaneten des äußeren Sonnensystems. Alle zusammen sind sie vor 4,6 Milliarden Jahren durch Zusammenballung zahlloser zunächst kleiner, dann immer größerer Brocken in einer Gas- und Staubscheibe um die junge Sonne entstanden. Doch seitdem haben sie sich trotz einiger gemeinsamer Merkmale relativ unterschiedlich entwickelt, und wir können durch den Vergleich zwischen ihnen sehr wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Ob eine Atmosphäre stabil bleibt oder nicht, ob sich ein Treibhauseffekt entwickelt, welche Bedeutung der Existenz eines planetaren Magnetfelds zukommt oder ob es Plattentektonik oder Vulkanismus gibt: Alle diese Fragen hat die Weltraumforschung der letzten Jahrzehnte für die junge Wissenschaft der „vergleichenden Planetologie“ erschlossen und lässt uns auch unseren Heimatplaneten viel besser verstehen als früher.

Referentin

Prof. Dr. Doris Breuer studierte, promovierte und forschte zunächst an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) in Münster und war Post-Doc an der University of Minnesota. Danach forschte und lehrte sie wieder an der WWU, vor allem über den inneren Aufbau der terrestrischen Planeten. Heute leitet Doris Breuer die Abteilung Planetenphysik im Institut für Planetenforschung des DLR in Berlin.

Das Finale der ROSETTA-Mission Für immer auf 67P/Churyumov-Gerasimenko

07. November 2016

Die ROSETTA-Mission der europäischen Raumfahrtagentur ESA, an der auch zahlreiche Wissenschaftler aus Braunschweig und Göttingen beteiligt sind, hat aufregende neue Erkenntnisse über Kometen und damit über die Frühgeschichte des Sonnensystems erbracht. Besonders aufschlussreich sind die Aufnahmen der Kamera OSIRIS, die die bizarre Form des Kometen 67P / Churyumov-Gerasimenko und zahllose überraschende Details auf seiner Oberfläche offenbaren. Am 30. September endete die Mission mit einem spektakulären Finale: Das Raumfahrzeug wurde direkt auf der Oberfläche des Kometen abgesetzt, nachdem in der Phase der Annäherung noch eine große Menge von Aufnahmen und Messdaten aus nächster Nähe gewonnen werden konnte. Wenige Wochen zuvor war auf einer Aufnahme der OSIRIS-Kamera auch der Lander PHILAE wiederentdeckt worden, der nach seiner Landung im November 2014 in einer dunklen Spalte zur Ruhe gekommen war, aber trotz dieser ungünstigen Position noch viele wertvolle Daten hatte übertragen können. 

Referent

Dr. Carsten Güttler ist einer der verantwortlichen Wissenschaftler für die Kamera OSIRIS auf der Raumsonde ROSETTA. Er hat zunächst am Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik der Technischen Universität Braunschweig geforscht und arbeitet jetzt am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen.

Vom Urknall zur grenzenlosen Inflation Wie man die moderne Kosmologie vermitteln kann

24. Oktober 2016

Wir wissen heute mehr über die Entwicklung der Welt, in der wir leben, als alle Generationen vor uns. Dennoch erschließt sich dieses Wissen vielen Menschen nur unvollkommen, weil man sich dazu räumliche und zeitliche Dimensionen vorstellen muss, die um so viele Größenordnungen über unsere Alltagserfahrung hinausgehen, dass die normale Anschauung meist versagt. Durch geeignete Modellbildungen kann man jedoch eine Vorstellung davon erlangen, wie unser Universum im Großen strukturiert ist, wie es vor ungefähr 13,7 Milliarden Jahren entstanden ist und welchem Schicksal es langfristig entgegengeht, wenn seine Bestandteile immer schneller auseinandertreiben. Der Zeitabschnitt, in dem lebentragende Planeten möglich sind, erscheint dabei nur als ein Intervall in einer viel längeren kosmischen Geschichte. Die Frage, warum unsere Naturgesetze Konstanten aufweisen, die gerade eine solche Welt ermöglichen, wird ebenfalls diskutiert.

Referent

Professor Joachim Block leitet die Standorte Braunschweig und Göttingen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und lehrt auch am Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik der Technischen Universität Braunschweig. Er ist von Haus aus Physiker und war an zahlreichen Raumfahrtprojekten beteiligt, darunter an der Kometenforschungsmission ROSETTA.

Warum gibt es mehr Weltraummüll als Satelliten? Space Debris und seine Quellen

17. Oktober 2016

Obwohl der Weltraum endlos groß und sehr leer ist, drängen sich fast alle Raumfahrzeuge der Menschheit in einem engen Bereich in der unmittelbaren Umgebung unserer Erde zusammen; und selbst Raumsonden, die weiter entfernte Ziele ansteuern, müssen doch zunächst durch diesen erdnahen Bereich hindurch. Hier haben sich im Laufe der Jahre unzählige Trümmerteile (Space Debris) angesammelt, von ausgedienten Raketenstufen und Satelliten über losgelöste Einzelteile bis zu mikroskopisch kleinen Partikeln. Angesichts der hohen Geschwindigkeiten auf Erdumlaufbahnen werden bei Kollisionen sehr hohe Energien frei und drohen intakte Satelliten zu zerstören. Die Registrierung und Verfolgung wenigstens der größeren Partikel ist schon jetzt eine internationale Sysiphusaufgabe. In Zukunft müssen aktive Maßnahmen ergriffen werden, um z.B. ausgediente Satelliten zum Verglühen in der Erdatmosphäre zu bringen oder sie mittels Robotern einfangen und aus ihren Orbits entfernen zu können. Das Institut für Raumfahrtsysteme der Technischen Universität Braunschweig ist führend an diesen Entwicklungen beteiligt.

Referent

Prof. Dr.-Ing. Enrico Stoll war vor und nach seiner Promotion an der Technischen Universität München in einigen weltweiten Forschungsaufenthalten engagiert und auch Systemingenieur bei der Firma RapidEye. Seit 2014 leitet er als Professor das Institut für Raumfahrtsysteme an der Technischen Universität Braunschweig.

 

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