Presse (Foto: ©Studierende der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Martina Lienhop)

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16.11.2017

LTE, WLAN, Elektrosmog: Wieviel Strahlung ist zu viel?

Mit dem Smartphone kann man überall telefonieren und hat stets Zugriff auf das Internet - ganz ohne lästige Kabel. Mobilfunkmasten sorgen für die Abdeckung mit schnellem Internet und Handyempfang an jedem Ort. WLAN-Router und schnurlose Haustelefone finden sich in fast jeder Wohnung. Einerseits lassen sich Nutzer schnell auf solche Bequemlichkeiten ein. Andererseits gibt es auch die große Angst, dass die von vielen Geräten ausgehende elektromagnetische Strahlung sich schädlich auf den menschlichen Körper ausübt. Am 23. November 2017 diskutieren Expertinnen und Experten im Haus der Wissenschaft Braunschweig zur Frage, ob von LTE, WLAN und Elektrosmog ein Gesundheitsrisiko ausgeht und wie diese hohe Strahlenbelastung gesenkt werden kann.

Strahlung ist allgegenwärtig. Zum einen ist sie ein natürlicher Umwelteinfluss. Dazu gehören UV-Strahlung, kosmische Strahlung sowie natürlich vorkommende radioaktive Strahlung als Nebenprodukt von Zerfallprozessen gewisser Elemente. Zum anderen bringt immer mehr Technologie auch weitere unnatürliche Strahlungsquellen hervor: Hochspannungsmasten, Radio- und TV-Signale, Mikrowellenherde, Funktelefone und unzählige Mobilfunkantennen, die einen permanenten Zugang zu mobiler Telefonie und Internet garantieren.
Strahlung kann dem menschlichen Körper schaden. Dies ist wissenschaftlich nachgewiesen und besonders bei UV- und radioaktiver Strahlung der Fall. Doch auch vor künstlicher Strahlung bestehen in der Bevölkerung große Ängste. Die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks gehören zum Bereich der sogenannten nicht-ionisierenden Strahlung. Ebenso WLAN, Radio- und Mikrowellen. Ihre Energie reicht nicht aus, um Elektronen aus Atomen oder Molekülen herauszuschlagen und lebendes Gewebe zu schädigen. Doch heißt das auch, dass Mobilfunk und Co. dann eigentlich ungefährlich sind?
Zahlreiche Studien widmen sich diesem Thema, doch obwohl es schon viele Jahre beforscht wird, können wenige Aussagen über die Langzeitwirkung elektromagnetischer Strahlung gemacht werden.

Am 23. November 2017 diskutiert Moderator Jens Lubbadeh dazu im Haus der Wissenschaft Braunschweig mit folgenden Wissenschaftlern: Professor Dr. Matthias Hampe forscht zu elektromagnetischer Verträglichkeit und Hochfrequenztechnik an der Ostfalia in Wolfenbüttel. Er misst unter anderem die Stärke von Mobilfunksendern in ganz Deutschland und hat eine interaktive Karte mit Feldstärken erstellt. Dr. Gunde Ziegelberger vom Bundesamt für Strahlenschutz ist Leiterin der Arbeitsgruppe "Exposition, Wirkungen und Risiken durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder". Sie kennt die Studienlage zu der Debatte genau. Dr. Thomas Kleine-Ostmann von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig ist dafür verantwortlich, dass Geräte die Strahlung überhaupt korrekt messen. Außerdem hat er auch die Wirkung verschiedener Strahlungsarten auf lebende Zellen untersucht.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und zur Veranstaltung finden Sie unter: www.hausderwissenschaft.org/tatsachen

Gern arrangieren wir bei Interesse Interviews mit den Expertinnen und Experten.

Die Veranstaltungsreihe Tatsachen? Forschung unter der Lupe wird 2017 gemeinsam vom Haus der Wissenschaft Braunschweig und den Partnern - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Technische Universität Braunschweig, Johann Heinrich von Thünen-Institut - organisiert.

Termin:
Tatsachen? Forschung unter der Lupe
LTE, WLAN, Elektrosmog: Wieviel Strahlung ist zu viel?
Diskussion
Donnerstag, 23. November 2017, 19 Uhr
Haus der Wissenschaft Braunschweig, Aula (3. OG), Pockelsstr. 11
Der Eintritt ist frei


Tatsachen? Forschung unter der Lupe
Die Veranstaltungsreihe präsentiert spannende und aktuelle Wissenschafts-themen. Führende Experten diskutieren mit dem Publikum über kontroverse Themen. Das Format lässt viel Interaktion mit den Referenten zu und gibt dem Publikum Gelegenheit zur Diskussion. Die Veranstaltungs-reihe wird gemeinsam vom Haus der Wissenschaft Braunschweig und Partnern aus der Forschungsregion Braunschweig organisiert.

Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH
Das Haus der Wissenschaft Braunschweig ist eine Plattform für den Dialog der Wissenschaft mit anderen gesellschaftlichen Bereichen. Es fördert die Wissenschaftskommunikation und die fächerübergreifende Vernetzung der Wissenschaft mit Wirtschaft, Kommunen, Bildungsträgern und Medien sowie mit der interessierten Öffentlichkeit. Als Experimentier- und Lernort bietet es spannende Veranstaltungen und Ausstellungen für Menschen jeden Alters.

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Bei Rückfragen

Carina Teufel
Fon (0531) 391 - 2164