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Tatsachen? Forschung unter der Lupe

Flucht und Zuwanderung - Wovor haben wir Angst?

Diskussion
Donnerstag, 10.03.2016, 19 Uhr
Aula

Eintritt frei

Zum Inhalt

Die Auswirkungen der anhaltenden Zuwanderung von Menschen aus Krisenländern beschäftigen viele Menschen in Deutschland. Anfangs dominierte die Willkommenskultur und es galt die Devise: „Wir schaffen das“. Doch spätestens nach den Übergriffen auf Frauen in Köln und einigen anderen deutschen Städten, hat diese Willkommenskultur Risse bekommen.

Menschen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen, Überzeugungen und Weltbildern kommen tagtäglich bei uns an. Sind ihre Werte  kompatibel zu unseren, fragen sich viele Menschen mittlerweile. Und wird ihre Aufnahme uns möglicherweise überfordern – gesellschaftlich wie ökonomisch?

Manche Ängste werden für fremdenfeindliche Zwecke instrumentalisiert.
Manche jedoch sind begründet und waren auch schon vorher da.
„Wir haben in Deutschland ein wachsendes soziales Gefälle und eine wachsende Zahl von Menschen, die sich von Politik und Medien nicht mehr repräsentiert fühlt“, sagt Nils Bandelow, Politikwissenschaftler an der TU Braunschweig. Zudem gab es seiner Meinung nach große Probleme bei der Vermittlung der Flüchtlingspolitik.
Die Folge: Laut neuesten Umfragen glauben 81 Prozent der Menschen in Deutschland nicht mehr, dass die Bundesregierung die Lage noch im Griff hat.

Wie die Ereignisse in Köln gezeigt haben, stimmt das Verhalten einiger Flüchtlinge nicht mit den Vorstellungen unserer Werte überein. Die Frage ist, woran das liegt. Dabei fällt die Diskussion schnell zurück auf den Islam, kritisiert Nils Bandelow. „Dabei gibt es weder den einen Islam. Und viele der zu uns kommenden Menschen sind genauso säkular wie Christen hierzulande auch.“

Das Problem bei der Diskussion um Glauben und Werte: Beide sind auslegbar und können instrumentalisiert werden, um andere auszugrenzen. Der Braunschweiger Generalstaatsanwalt Norbert Wolf bringt es auf den Punkt: „Wir haben einen gemeinsamen Wert: das Grundgesetz.“ Hinter das können und wollen wir nicht zurücktreten, sagt Uta Hirschler, Pröpstin in Braunschweig.

Auf welche wissenschaftlichen Erkenntnisse, Rechte und Werte sollen und wollen wir uns bei dieser Auseinandersetzung berufen? Welche neuen Werte, Chancen und Herausforderungen bringen unsere neuen Mitbewohner ein? Was sollen und wollen wir tolerieren und wo müssen wir eigene Grenzen deutlich machen?

Diskussion mit

  • Uta Hirschler
    Pröbstin, Braunschweig

    Ihr Statement: „Staat und Religion sind getrennt, aber es gibt eine öffentliche Form der Religion. Und die muss sich an das Grundgesetz halten.“

     

  • Dr. Riem Spielhaus
    Islamwissenschaftlerin,Georg-Eckert Institut für internationale Schulbuchforschung, Leiterin Abteilung Schulbuch und Gesellschaft, Braunschweig

    Ihr Statement: "Viele Menschen machen sich Sorgen: vor sexuellen Übergriffen, vor Brandanschlägen und nicht zuletzt vor einer erneuten Polarisierung der Gesellschaft, die ihre Werte über Bord wirft."
  • Prof. Dr. Nils Bandelow
    Lehrstuhl für Innenpolitik, Technische Universität Braunschweig

    Sein Statement: „Es gibt kein ‚Wir’ und kein ‚Die’. Es gibt nicht die eine christliche Kultur, genauso wenig wie die eine islamische. Wir sind eine pluralistische Gesellschaft.
  • Norbert Wolf
    Generalstaatsanwalt, Braunschweig

    Sein Statement: „Es wird derzeit viel über Werte gesprochen. Wir haben ein Wertesystem: unser Grundgesetz.“

Moderation

  • Jens Lubbadeh
    Wissenschaftsjournalist

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