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Bioethik-Symposium

Selbstbestimmtes Leben im Alter - Informatik als Segen oder Bedrohung?

Vortrag und Diskussion
08.02.2012, 14 - 18 Uhr
Raum Veolia

Eintritt frei

Zum Inhalt

Informatik verändert unsere Gesellschaft und unsere Welt. Elektronische Kommunikation und der weltweite Zugriff auf Daten und Wissen fast überall und fast zu jeder Zeit prägen unser Leben. Auch in der Gesundheitsversorgung ist dies vielfältig zu spüren.
Sensoren am Körper können detailliert und kontinuierlich Aktivitäten von Personen messen und so z. B. körperliche Bewegungen dokumentieren. In Forschungsprojekten wird untersucht, ob mit solchen Sensorsystemen und anhand dieser Daten frühzeitig Sturzrisiken bei älteren Menschen erfasst werden können.
„Intelligente“ Wohnungen sollen älteren Personen ein längeres Leben zuhause ermöglichen. Die in solchen Wohnungen durch Informatik-Systeme erhobenen Daten sollen möglicherweise in Zukunft auch für die ärztliche Diagnostik und Therapie bzw. für die pflegerische Betreuung genutzt werden können.
Assistierende Gesundheitstechnologien, Gesundheitsassistenzsysteme, Telemedizin und Ambient-Assisted Living sind Begriffe, die bei weitem nicht mehr nur im Zusammenhang mit Forschungsvorhaben genannt werden. Sie umfassen Techniken, die bereits in ersten Schritten als neue Dienstleistungen den Alltag prägen können. Deren diagnostische und therapeutische Wirksamkeit wird derzeit intensiv geprüft. Ebenso die Frage, ob mit ihnen Gesundheitsversorgung kostengünstiger und effektiver gestaltet werden kann.
Mit dem 8. Bioethik-Symposium wollen wir über die Entwicklung und über Möglichkeiten von assistierenden Gesundheitstechnologien aus Sicht verschiedener Fächer informieren. Wir wollen darüber diskutieren, ob und inwieweit solche Technologien einerseits zu einer Verbesserung der Qualität und Effizienz von Gesundheitsversorgung und zu einer guten Lebensqualität beitragen können. Andererseits ist zu überlegen, welche Risiken daraus erwachsen, dass mit diesen Techniken sehr große, kontinuierlich messbare personenbezogene Datenbestände auch der Privatsphäre gewonnen werden. Wieweit bleibt die „überwachte“ Person in ihrer informationellen Selbstbestimmung frei und geschützt?

Seien Sie herzlich eingeladen, sich ein Bild von den bereits vielfältigen Möglichkeiten dieser Medizin zu verschaffen und ihre Folgen kritisch zu diskutieren.

Programm

14 Uhr Begrüßung und Einführung

  • Prof. Dr. Dr. h. c. Joachim Klein
  • Priv.-Doz. Dr. Alfred Simon

       Moderation

  • Prof. Dr. Hans-Dieter Ehrich

Selbstbestimmtes Leben im Alter – Informatik als Segen oder Bedrohung?

14.15 Uhr … aus der Sicht der Informatik:

  • Prof. Dr. Reinhold Haux

15 Uhr … aus der Sicht der klinischen Medizin:

  • Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen

15.45 Uhr Pause

          Moderation

  • Priv.-Doz. Dr. Alfred Simon

16.15 Uhr … aus rechtlicher Sicht:

  • Prof. Dr. Bernd-Rüdiger Kern

17 Uhr … aus ethischer Sicht:

  • Priv.-Doz. Dr. Arne Manzeschke

17.45 Uhr Schlusswort

  • Prof. Dr. Klaus Gahl

18 Uhr Ende der Veranstaltung


Um Anmeldung bis zum 1. Februar 2012 unter folgender Adresse wird gebeten.

Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
Postfach 33 29
38023 Braunschweig
Telefon 0531 144 66
Fax 0531 144 60
E-Mail geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft in Kooperation mit:

Unterstützt von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig: