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Treffpunkt Literatur und Wissenschaft

Zu diesem Thema

Ohne Schulden läuft nichts - Warum uns Sparsamkeit nicht reicher, sondern ärmer macht

Lesung und Vortrag
09.06.2011, 19 Uhr
Raum Veolia

Eintritt: 4 € (erm. 3 €)
Karten gibt es an der Abendkasse

Zum Inhalt

„Erst die Möglichkeit zu massenhafter systematischer Verschuldung hat den Menschen wirklich zu Reichtum verholfen“, so Thomas Strobl in seiner für viele provokanten These. In Zeiten, in denen Staaten um das finanzielle Überleben kämpfen, die sogenannte Schuldenbremse ins Grundgesetz aufgenommen wird und die schwäbische Hausfrau als Vorbild und Synonym für solide Finanzpolitik herhalten muss , schreibt Strobl, dass die Mehrung des Wohlstands ohne die Erfindung des Kredites gar nicht möglich gewesen wäre. Ohne Schulden gäbe es keine Investitionen, ohne Investitionen keine Gewinne und ohne Gewinne, keine Möglichkeit, die Schulden zu tilgen. Dabei wirft er einen nüchternen Blick auf die Rolle von Geld, Kredit und Schulden in unserer kapitalistischen Weltwirtschaft und versucht dem Schuldenmachen das anrüchige Image zu nehmen, das es in der Öffentlichkeit aber auch unter Ökonomen erhalten hat.

„Einzelne können sich tatsächlich reich sparen, eine Gesellschaft als Ganzes kann das aber nicht. Denn wenn man beide Seiten der Bilanz - die Schuldner und die sparenden Gläubiger - zusammenrechnet, ist die Summe immer Null. Reich wird man nur durch Investitionen.“ (Thomas Strobl im Manager-Magazin 15.11.2010)

Thomas Strobl ist bekannt durch sein Ökonomen-Weblog Weissgarnix.de und durch seine Beiträge im Feuilleton der FAZ.