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Pressemitteilung Nr. 65 vom 21.11.2011

Zu diesem Thema

Tierversuche in der Gesundheitsforschung - (un)entbehrlich?

Gesundheitsforschung kontrovers am 28. November 2011 in Hannover

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2011 – Forschung für unsere Gesundheit diskutieren bei der Veranstaltungsreihe Gesundheitsfragen kontrovers am 28. November Experten mit dem Publikum über die Notwenigkeit von Tierversuchen in der Gesundheitsforschung. Die Diskussionsveranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Üstra Remise in Hannover.

Tierversuche sind ein emotionsgeladenes Thema, was eine abwägende Diskussion über die Notwenigkeit und die Gründe für ihre Durchführung erschwert. Insbesondere im Bereich der Medikamentenforschung verweist die Forschung auf den Bedarf von Tierversuchen. Alternative Methoden können leider nicht alle notwendigen Versuche ersetzen, da die Simulation komplexer Organismen nicht immer möglich ist.
Die Gegner kritisieren, dass nicht ausreichend geprüft wird, ob im Einzelfall nicht ein alternatives Testverfahren möglich wäre. Zusätzlich zweifeln die Kritiker die Übertragbarkeit der Erkenntnisse aus Tierversuchen auf den Menschen an. Schließlich bleibt die ethische Abwägung: Ist der Nutzen von Tierversuchen so hoch, dass es die Einschränkung des im Grundgesetzt verankerten Tierschutzes rechtfertigt? Ist es gerechtfertigt, dass sich der Mensch einen höheren Rang in der natürlichen Ordnung einräumt?

In der Fishbowl-Diskussion ergründet Oliver Kuklinski (PlanKom) mit Experten die Standpunkte beider Seiten. Im Anschluss daran hat das Publikum die Möglichkeit, aktiv einzugreifen. Zwei freie Plätze in der Runde warten darauf von Diskutanten aus dem Publikum eingenommen zu werden. Die Beteiligung des Publikums ist das Markenzeichen der Veranstaltungen der Reihe Gesundheitsforschung kontrovers, die die Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften, die Technische Universität Braunschweig und das Haus der Wissenschaft Braunschweig gemeinsam organisieren. In Hannover findet die Veranstaltung in Kooperation mit der metropolregion statt.

Folgende Experten sind im Rahmen der Veranstaltung zu Gast:

  • Prof. Dr. Hansjoachim Hackbarth
    Institut für Tierschutz und Verhalten der Tierärztlichen Hochschule Hannover
  • Prof. Dr. Axel Haverich
    Direktor der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover und Mitglied der Leopoldina
  • Prof. Dr. Jörg Luy
    Leiter des Instituts für Tierschutz und Tierverhalten der Freien Universität Berlin
  • Christian Meyer
    Mitglied des Landtags Niedersachsen, Bündnis 90/Die Grünen

Termin:
Gesundheitsforschung kontrovers

Tierversuche in der Gesundheitsforschung – (un)entbehrlich?

Montag, 28. November 2011, 19 Uhr
Üstra Remise
Goethestr. 19
30169 Hannover

Eintritt frei!

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe unter:
www.hausderwissenschaft.org/hdw/wissenschaftsjahr_2011.html

Weitere Informationen zum Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung unter:
www.forschung-fuer-unsere-gesundheit.de

Gesundheitsforschung kontrovers
Deutschlandweit organisiert das Haus der Wissenschaft Braunschweig mit der Reihe Gesundheitsforschung kontrovers 16 Dialogveranstaltungen mit interaktiven Veranstaltungsformaten. Bürgerinnen und Bürger haben auf diesem Weg die Möglichkeit, sich an öffentlichen Diskussionen zu kontroversen Gesundheitsthemen zu beteiligen. Das Haus der Wissenschaft Braunschweig wird bei diesem Projekt von der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften und der Technischen Universität Braunschweig unterstützt. Die bundesweite Veranstaltungsreihe wird im Rahmen des Wissenschaftsjahres Gesundheitsforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Kooperationspartner der Veranstaltung in Lübeck ist das Wissenschaftsmanagement Lübeck - Stadt der Wissenschaft 2012.

Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit:
Das Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit eröffnet eine gesellschaftliche und interdisziplinäre Debatte über die Ziele, Herausforderungen und Aktionsfelder heutiger Gesundheitsforschung; immer mit dem Fokus darauf, wie sich Gesundheitsforschung auf den Alltag der Menschen auswirkt. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Seit 2000 dienen sie als Plattform für den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft entlang ausgewählter Themen und haben dabei vor allem junge Menschen im Blick. Der Erfolg der Wissenschaftsjahre basiert auf der Beteiligung zahlreicher Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur in ganz Deutschland.

Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH:
Das Haus der Wissenschaft Braunschweig ist eine Plattform für den Dialog der Wissenschaft mit anderen gesellschaftlichen Bereichen. Es fördert die Wissenschaftskommunikation und die fächerübergreifende Vernetzung der Wissenschaft mit Wirtschaft, Kommunen, Bildungsträgern und Medien sowie mit der interessierten Öffentlichkeit. Als Experimentier- und Lernort bietet es spannende Veranstaltungen und Ausstellungen für Menschen jeden Alters.

Sponsoren des Haus der Wissenschaft Braunschweig:
Öffentliche Versicherung Braunschweig

Partner der Veranstaltungsreihe Gesundheitsforschung kontrovers:
Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften

Technische Universität Braunschweig

Partner der Veranstaltung in Hannover
metropolregion

Förderer der Veranstaltungsreihe Gesundheitsforschung kontrovers:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Für Rückfragen:
Markus Weißkopf
Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH
Pockelsstr. 11, 38106 Braunschweig
E-Mail: m.weisskopf@hausderwissenschaft.org
t: +49 (0) 531 391 4107
m: +49 (0) 170 960 5279