Pressemitteilung Nr. 64 vom 18.11.2011
Zu diesem Thema
Biobanken - Bibliotheken für den medizinischen Fortschritt oder Quell kommerzieller Interessen?
Tatsachen? Forschung unter der Lupe am 24. November 2011
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Tatsachen? Forschung unter der Lupe laden das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und das Haus der Wissenschaft am 24. November 2011 um 19.30 Uhr zu einer Diskussion zum Thema Biobanken. Experten diskutieren das Thema im Spannungsfeld zwischen Datenschutz, Eigentumsrechten und dem medizinischen Fortschritt.
Immer wieder verordnen Ärzte Medikamente, über deren optimale Wirkung für den Patienten sie sich nicht sicher sein können. Mithilfe von Biomaterialbanken soll künftig eine individuell wirksame Therapie bereits vor Behandlungsbeginn sicher gestellt werden. Die Sammlung von beispielsweise Blut-, Urin-, Stuhl- und Gewebeproben zusammen mit personenbezogenen und medizinischen Daten des Patienten ermöglichen eine fundierte Diagnostik für den einzelnen Patienten. Der Forschung erlauben es die Datensammlungen, Fragen im Zusammenspiel von Lebensstil, Krankheit, Umwelt und Genetik zu beantworten.
Doch die Biobanken werfen auch ethische und rechtliche Fragen auf: Wer garantiert den Schutz der gesammelten Daten? Wofür werden sie genau verwendet? Stehen hier nur wissenschaftliche Interessen im Vordergrund oder ist auch kommerzielle Nutzung denkbar oder sogar erwünscht? Diese Fragen stellt Hannes Schlender (scienceRELATIONS Wissenschaftskommunikation) und diskutiert am kommenden Donnerstag mit folgenden Gästen:
- Prof. Dr. Michael Krawczak
Wissenschaftlicher Leiter der Biobank PopGen, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
- Prof. Dr. Peter Dabrock
Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik, Universität Erlangen-Nürnberg
- Prof. Dr. Michael Kabesch
Kinder- und Jugendmedizin, Medizinische Hochschule Hannover
Gerne arrangieren wir bei Interesse ein Interview mit den Referentinnen oder Referenten.
Termin:
Biobanken – Bibliotheken für den medizinischen Fortschritt oder Quell kommerzieller Interessen?
Tatsachen? Forschung unter der Lupe
Diskussion
Donnerstag, 24. November 2011, 19.30 Uhr
Haus der Wissenschaft, Aula, 3.OG, Pockelsstr. 11
Der Eintritt ist frei!
Tatsachen? Forschung unter der Lupe
Tatsachen? Forschung unter der Lupe präsentiert spannende und aktuelle Wissenschaftsthemen. Führende Experten diskutieren mit dem Publikum über kontroverse Themen wie Gentechnik, Stammzellforschung oder die Mobilität der Zukunft. Wechselnde Formate lassen viel Interaktion mit den Referenten zu und geben dem Publikum Gelegenheit zur Diskussion. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und dem Haus der Wissenschaft Braunschweig organisiert.
Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH
Das Haus der Wissenschaft Braunschweig ist eine Plattform für den Dialog zwischen der Forschung und anderen gesellschaftlichen Bereichen. Es fördert die Wissenschaftskommunikation und die fächerübergreifende Vernetzung der Wissenschaft mit Wirtschaft, Kommunen, Bildungsträgern und Medien sowie mit der interessierten Öffentlichkeit. Als Experimentier- und Lernort bietet es spannende Veranstaltungen und Ausstellungen für Menschen jeden Alters.
Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was macht Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern? Warum sind manche Menschen gegenüber Infektionen widerstandsfähiger als andere? Zur Klärung solcher Fragen untersuchen wir Erreger, die medizinisch relevant sind oder die als Modell für die Erforschung von Infektionen genutzt werden können. Das Verständnis dieser Mechanismen wird dazu beitragen, Infektionskrankheiten durch neue Medikamente und Impfstoffe zu bekämpfen.
Sponsor des Haus der Wissenschaft Braunschweig:
Öffentliche Versicherung Braunschweig
Für Rückfragen:
Markus Weißkopf
Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH
Pockelsstr. 11, 38106 Braunschweig
E-Mail: m.weisskopf@hausderwissenschaft.org
t: +49 (0) 531 391 4107
m: +49 (0) 170 960 5279
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