Pressemitteilung Nr. 33 vom 16.06.2011
Zu diesem Thema
EHEC - Was wir aus der Krise lernen können - Tatsachen? Forschung unter der Lupe am 23. Juni 2011
Trotz abnehmender Neuerkrankungen an EHEC, ist die Zahl der Infizierten weiterhin besorgniserregend. Auch wenn nun Sprossen als Ursache der Verbreitung genannt werden, ist die Bevölkerung weiterhin vorsichtig beim Verzehr von Gemüse. Am 23. Juni 2011 um 19.30 Uhr diskutieren Experten im Rahmen der Reihe Tatsachen? Forschung unter der Lupe, welche Lehren wir aus der EHEC-Krise ziehen müssen.
Nachdem Forscher und Gesundheitsbehörden lange Zeit vergeblich den Auslöser des gefährlichen EHEC-Bakteriums suchten, bestätigte sich nun der Verdacht, dass die Sprossen eines Biohofes bei Uelzen Auslöser der Epidemie sind. Über 35 Todesfälle und hunderte Infizierte, die zum Teil mit Nierenversagen und neurologischen Schäden in die Krankenhäuser eingeliefert wurden, zeugen von einem für alle überraschend schweren Ausbruch. Gemüseerzeuger und Gemüsehändler verzeichnen gravierende Einkommenseinbußen. Die EU versucht mit Milliardenhilfen die schweren Schäden auszugleichen. Hätte man durch rechtzeitige und gezieltere Ermittlungen von Seiten der Regierung im Vorfeld Schlimmeres verhindern können? Sind dazu überhaupt die geeigneten Strukturen vorhanden? Wie kann man sich zukünftig vor einem erneuten Ausbruch der EHEC-Epidemie schützen?
Diskutieren Sie im Rahmen der Veranstaltungsreihe Tatsachen? Forschung unter der Lupe mit unseren Experten:
- Dr. Carola Reimann (Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit)
- Dr. Manfred Höfle (Wissenschaftler in der Molekularen Diagnostik Gruppe, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung)
- Dr. Sabine Pfingsten-Würzburg (Leiterin des Gesundheitsamtes Braunschweig)
- Professor Wilfried Bautsch (Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin, Klinikum Braunschweig)
Gerne arrangieren wir bei Interesse ein Interview mit den Referenten.
Termin:
EHEC – Was wir aus der Krise lernen können
Tatsachen? Forschung unter der Lupe
Vortrag und Diskussion
Donnerstag, 23. Juni 2011, 19.30 Uhr
Haus der Wissenschaft, Aula, Pockelsstr. 11
Der Eintritt ist frei
Tatsachen? Forschung unter der Lupe
Tatsachen? Forschung unter der Lupe präsentiert spannende und aktuelle Wissenschaftsthemen. Führende Experten diskutieren mit dem Publikum über kontroverse Themen wie Gentechnik, Stammzellforschung oder die Mobilität der Zukunft. Wechselnde Formate lassen viel Interaktion mit den Referenten zu und geben dem Publikum Gelegenheit zur Diskussion. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und dem Haus der Wissenschaft Braunschweig organisiert.
Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH
Das Haus der Wissenschaft Braunschweig ist eine Plattform für den Dialog zwischen der Forschung und anderen gesellschaftlichen Bereichen. Es fördert die Wissenschaftskommunikation und die fächerübergreifende Vernetzung der Wissenschaft mit Wirtschaft, Kommunen, Bildungsträgern und Medien sowie mit der interessierten Öffentlichkeit. Als Experimentier- und Lernort bietet es spannende Veranstaltungen und Ausstellungen für Menschen jeden Alters.
Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
Im Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was macht Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern? Warum sind manche Menschen gegenüber Infektionen widerstandsfähiger als andere? Zur Klärung solcher Fragen untersuchen wir Erreger, die medizinisch relevant sind oder die als Modell für die Erforschung von Infektionen genutzt werden können. Das Verständnis dieser Mechanismen wird dazu beitragen, Infektionskrankheiten durch neue Medikamente und Impfstoffe zu bekämpfen.
Sponsor des Haus der Wissenschaft Braunschweig:
Öffentliche Versicherung Braunschweig
Für Rückfragen:
Markus Weißkopf
Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH
Pockelsstr. 11, 38106 Braunschweig
E-Mail: m.weisskopf@hausderwissenschaft.org
t: +49 (0) 531 391 4107
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